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17. Juli 2009 5 17 /07 /Juli /2009 06:14
Uffenheim: Ein Hotel am Marktplatz will eine Solaranlage zur Warmwassergewinnung installieren. Der Stadtbaumeister hatte Bedenken und erinnerte an den Ensembleschutz, Stadtrat Saule (CSU, von Beruf Forstoberrat) hielt entgegen, dass man nicht ständig nach neuen Energieformen rufen könne und sie dann verhindern wolle. Stadtrat Schirmer (FWG) wies darauf hin, dass es sich eben nicht um glitzernde Photovoltaikanlagen handele, der Ausschuss befürwortete den Bauantrag dann einstimmig und leitete ihn an das Landratsamt weiter.

In Bad Windsheim scheint man wohl etwas länger zu brauchen, bis man zu ähnlichen Ansichten gelangt. Mit einigen grünen Stadträten im Plenum wäre sicherlich vieles längst anders gelaufen. Mittlerweile deutet sich insbesondere in der SPD- Fraktion ein umdenken an.

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24. Juni 2009 3 24 /06 /Juni /2009 21:03

Baugestaltungsverordnung der Stadt Bad Windsheim
"Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen sind nicht zulässig. In Einzelfällen kann eine Befreiung erteilt werden für Sonnenkollektoren zur Warmwasserbereitung, die in die Dachfläche integriert sind...."

 

Solaranlage Heidl

Metzgergasse 49

91438 Bad Windsheim

 

Es handelt sich eindeutig um eine Indachanlage, hier ist laut BGVO eine Genehmigung möglich, wenn das Stadtbild nicht beeinträchtigt wird


Herr Heidl ist parteilos, es wurde keine Genehmigung erteilt, der Stadtrat lehnte mit 19:1 Stimmen ab.

 

 

Solaranlage Gurrath

Riemenschneidergasse 2

91438 Bad Windsheim

 

Es handelt sich eindeutig um eine laut BGVO nicht genehmigungsfähige Aufdachanlage. Auch wenn das Stadtbild nicht beeinträchtigt wird, ist eine Aufdachanlage laut BGVO nicht zulässig.

Der Stadtrat genehmigte diese Anlage trotzdem, mit 7 zu 6 Stimmen.

Herr Gurrath ist erster Stadtrats-Nachrücker auf der FWG-Liste.

Herr Stadtbaumeister Geismann erklärte auf Anfrage, diese Solaranlage sei nahezu nicht einsehbar, und im übrigen sei es eine genehmigungsfähige Indachanlage, obwohl sie auf dem Dach sei. Laut Bayerischer Bauordnung müsse man das Dach als gesamtes sehen, und dann sei die Solaranlage eben im Dach,...obwohl sie ja auf dem Dach sei...!!!!!

Zusätzlich: Liegende Dachfenster sind nur zulässig, wenn sie von öffentlichen Flächen aus nicht sichtbar sind.

 


 

 


Aufdach-Solaranlage, von der Schirmergasse aus gesehen, bisher nicht beanstandet, die FLZ übernahm dieses Bild von mir.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





In der Altstadt, unbeanstandet

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24. Juni 2009 3 24 /06 /Juni /2009 21:03
Wiederholt wurden auch in der Presse Photovoltaik- und Solaranlagen verwechselt.
Solaranlagen sind immer kleine Anlagen, um die ca 8 bis 12 qm groß. Solaranlagen sind fast immer ein Draufzahlgeschäft, sparen jährlich ca 300 bis 400 ltr Heizöl ein, bei Investitionskosten um die 8000 €, plus Wartungskosten, und sind störungsanfällig. Ich selber habe eine solche Anlage einer Bad Windsheimer Firma seit 1998 am Dach und war mehrmals kurz davor, dieses Gelumpe wieder runter zu hauen. Solaranlagen dienen fast immer der Warmwasserbereitung und müssen deshalb auch zwangsläufig am eigenen Hausdach sein. (Mittlerweile gibt es auch größere Solaranlagen, die dann auch der Heizungsunterstützung dienen). 
Photovoltaikanlagen dienen der Stromerzeugung und brauchen möglichst viel Fläche, hier ist fast immer das ganze Dach mit Modulen ausgelegt. Photovoltaikanlagen können hochrentabel sein. Ich selber habe mittlerweile 3 Anlagen laufen. Momentan rechnet es sich so, dass sich die Anlage bei kompletter Fremdfinanzierung innerhalb von ca. 10 Jahren selber abbezahlt, danach sind monatliche Einnahmen je nach Größe der Anlage nach Abzug eventueller Reparaturkosten zu erwarten. Anlagen, die im Jahr 2003 installiert wurden, bezahlen sich durch die damals höhere Einspeisevergütung innerhalb ca. 8 Jahren selber ab. Man braucht also keine eigenen finanziellen Mittel in die Hand nehmen und hat dann ab dem 10. Jahr lukrative Einnahmen. Beispiel: PV-Anlage, Dachfläche ca 240 qm, ab dem 11.Jahr ca monatliche Einnahmen von 1500 € netto. Für die Module wird eine Garantie von 25 Jahren gegeben, für die Wechselrichter von bis zu 10 Jahren. Die Einspeisevergütung ist 20 Jahre garantiert und liegt zur Zeit bei 43,01 Cent.

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