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3. November 2016 4 03 /11 /November /2016 08:52

Nächstes Millionengrab in Aussicht?

Nach dem Millionen- Fiasko mit der Klärschlammverwertungsanlage Dinkelsbühl scheint sich mit der geplanten Demenzstation der Hospitalstiftung für die Stadt Bad Windsheim ein neues Millionengrab anzubahnen. Ursprünglich ging man von Kosten in Höhe von 6,8 Millionen für 60 Betten aus, mittlerweile ist man aufgrund „vertiefter“ Planungen bei über 12 Millionen € für 58 Betten gelandet, das entspricht ca. 210.000 € je Pflegebett, -ohne Bauplatz, Tendenz wohl weiter steigend. Seriöse Architekten sind in der Lage, erweiterungsfähige Demenzstationen zu Kosten von etwa 160.000 € je Pflegebett zu bauen, - inklusive Bauplatz, wenn nicht in beengte Verhältnisse gebaut werden muss. Eine Erweiterungsmöglichkeit ist am jetzt geplanten Standort nicht gegeben, die räumliche Enge erfordert viele teure Kompromisse. Die sehr hohen Baukosten erfordern dann auch sehr hohe Pflegesätze, die sich längst nicht jeder Patient leisten kann. Stiftungsleiter Claus Düll bemerkte dann auch zutreffend, dass er eine schwarze Null nicht garantieren könne. Damit kann unter Umständen das Vermögen der Hospitalstiftung gefährdet sein.

Als dilletantisch kann man wohl die Aussagen der Architektin Lindner zu noch nicht eingerechneten Umbaukosten des anzubindenden Hospitales bezeichnen. Während Lindner zuerst erklärte, dass die erste Schätzung in Höhe von 900.000 € deutlich unterschritten werde, erklärte sie auf Nachfrage von Stadtrat Frank Gurrath doch tatsächlich, dass hier Kosten von 450.000 bis 900.000 € entstehen könnten und das dann aber nur für die reinen Baukosten! Dass diese Aussagen auch von den Baufachleuten unter den Stadträten und der Verwaltung kommentarlos hingenommen wurden, verwundert schon sehr!

Man darf gespannt sein, wie sich der „scharfe Bleistift“ auswirkt, mit dem das Architekturbüro das Projekt nochmals durchkalkulieren will. Man kann nur hoffen, das die Planungen nicht noch weiter „vertieft“ werden, sonst landen wir bei Gesamtkosten von um die 15 Millionen Euro und damit bei unbezahlbaren Pflegesätzen.

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