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24. Mai 2011 2 24 /05 /Mai /2011 19:04

REWE- Markt weiterhin in der Warteschleife,

Fiasko für die Feldgeschworenen.

  • Schmotzerareal: Werbeaufschriften am Gebäude wurden als vorbildlich bezeichnet und genehmigt. Keine Leuchtreklame, BM Ledertheil "so etwas hätten wir auch gerne in der Altstadt".
  • Biogasanlage, Bauherr Peter Scheitacker in Külsheim, wurde genehmigt
  • Hinweisschilder für Verkehrsleitplanung und Parkplätze wurden vorgestellt und genehmigt.
  • REWE- Markt: Projektplaner Gerlach stellte das Verkehrsgutachten vor, es sieht jeweils eine Ein- und Ausfahrt in der Jahnstraße und in der Raiffeisenstraße vor. Das Gutachten basierte auf einer an einem Donnerstag durchgeführten Verkehrszählung und ergab, dass bei ca. 900 Kunden je Tag kaum mit Beeinträchtigungen zu rechnen ist. Lediglich gegen 17 Uhr würde sich nur noch die Qualitätsstufe C ergeben, das würde jeweils eine durchschnittlich um ca. 5 Sekunden längere Wartezeit für Verkehrsteilnehmer bedeuten. Eine bereits vor Wochen an den Grundstücksnachbarn Lidl- Markt wegen einer gemeinsamen Ausfahrt für Lidl und REWE gestellte Anfrage blieb bisher unbeantwortet. Der Stadtrat wird für REWE auf keinen Fall eine zweite Einfahrt in der Jahnstraße genehmigen. Entweder man einigt sich mit Lidl, oder aber man müsse mit einer einzigen Ausfahrt in der Raiffeisenstraße zurecht kommen. BM Ledertheil bemerkte, dass ja auch der Handelshof mit einer einzigen Ausfahrt zurecht komme, also müsse es wohl auch beim REWE reichen. Das vorgestellte Verkehrsgutachten sieht 105 Parkplätze vor. Es sind weitere Planungen erforderlich. (Anm.: Es ist unverständlich, dass man seitens des Projektplaners Gerlach nicht bereits im Vorfeld mit der Stadtverwaltung diese Ein- und Ausfahrtsprobleme abgeklärt hat, damit hätte sich weiterer Zeitverzug vermeiden lassen.)
  • Flurgänge der Feldgeschworenen: Nach aktueller Rechtsprechung dürfen nur noch Kosten von Landwirten verlangt werden, wenn eine Beantragung vorliegt, es gilt auch hier der Grundsatz, wer anschafft, der zahlt. Bisher hatte immer die Stadt angeschafft, der Landwirt bezahlte mit der Faust in der Tasche. Bisher hatte man einfach behauptet, diese Flurgänge der Siebener seien unverzichtbar, die Siebener seien hoch angesehen, die Flurgänge seien hoch begehrt und zum Nutzen aller. Was Normalsterbliche und Nichtsiebener schon lange wussten: Dieses Lügengebäude wird über kurz oder lang zusammen brechen. Diese Märchen von den Friedensstiftern (Zitat BM Ledertheil) an der Grenze glaubte schon lange niemand mehr! Um jetzt der Rechtsprechung Genüge zu tun, wurden zuerst in Erkenbrechtshofen und dann in Berolzheim alle Grundstücksbesitzer in der Hoffnung auf Zustimmung angeschrieben. Auf einem Formblatt konnten die Grundstücksbesitzer die kostenpflichtige Beseitigung von Mängeln beim Flurgang beantragen.
  • Das Ergebnis dieser Beantragungsmöglichkeit war ein Fiasko für die Siebener. Offensichtlich will niemand mehr dieses mittelalterliche Getue haben. In Erkenbrechtshofen wurden 24 Eigentümer angeschrieben, es antworteten nur 13, davon wiederum lehnten 11 die Flurgänge ab und nur zwei sprachen sich dafür aus. Erkenbrechtshofen hat 4 Siebener, so dass festzustellen ist, dass nicht einmal alle Siebener Flurgänge beantragt haben. Da der Fragebogen in Erkenbrechtshofen angeblich zu kompliziert für die Landbevölkerung gestaltet war, wurde in Berolzheim dann eine modifizierte Version verwendet. Hier war das Ergebnis noch katastrophaler, von 39 angeschriebenen Grundstückseigentümern antworteten nur 9, davon sprach sich nur ein einziger für die Durchführung von Flurgängen aus, acht waren dagegen. Damit war von 39 nur ein einziger Grundstückseigentümer für Flurgänge, also 38 zu eins. Berolzheim hat sieben Feldgeschworene, so dass es auch hier nur zwei mögliche Erklärungen gibt: Entweder will man selber dieses überflüssige mittelalterliche Getue nicht mehr, oder aber man war auch nach der ja obligatorischen Vereidigung nicht in der Lage, diesen einfachst gehaltenen Fragebogen auszufüllen. Auf Kritik von Stadtrat Dehner wegen der Berolzheimer Fragebogengestaltung erklärte Stadtbaumeister Geismann, dass man bei Interesse jederzeit bei der Stadtverwaltung oder beim Ortssprecher hätte nachfragen können. Geismann bemerkte auch, dass man nicht mehr gewillt sei, Steuergelder für etwas auszugeben, was offensichtlich niemand mehr will. Die Flurgänge werden weiterhin ausgesetzt, im nächsten Jahr will man auf Initiative von Stadtrat Dehner der angeblich eher schreib- ungeübten Landbevölkerung noch weiter entgegen kommen und mit einem noch einfacher gestalteten Fragebogen einen weiteren (wohl vergeblichen) Versuch starten. (Durch einen Übermittlungsfehler wurden die Berolzheimer Zahlen mit 98 zu 1 zuerst falsch wiedergegeben)
  • Zur Bemerkung von Stadtrat Dehner, dass damit wohl das Ende der Siebenerei eingeläutet sei, entgegnete Stadtbaumeister Geismann bezeichnenderweise, man müsse mit der Zeit gehen und werde wohl entsprechende modernere Formen der Grenzfindung nützen und erarbeiten.
  • Es waren die Stadträte Spieler, Horst, Horneber, Dingfelder, Negendank, Dehner, Krebelder, Heckel, Gerhäuser, Volkert und Hummel anwesend.
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