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17. Dezember 2012 1 17 /12 /Dezember /2012 16:58

Dieter Seiboth verlangt Auskunft.

Wie in der WZ berichtet, wurde von STRM Seiboth eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Landratsamt eingereicht. Seiboth hatte schon vor einigen Monaten eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt. Diese Auskunft wurde von Seiboth in der vorletzten Stadtratssitzung nochmals erfolglos angemahnt.

Es wurde angefragt, wer diese Schwarzbauten finanziert und überwacht hat und wie hoch die Kosten insgesamt waren, bzw. sein werden. Bekanntlich wurden ja die Feuerwehrhäuser mit einer offiziellen Baugenehmigung erstellt. Der Dachausbau wurde dann ohne Baugenehmigung vorgenommen. Als dann in Wiebelsheim die Außentreppe zusammenkrachte und sich mehrere Personen teils schwer verletzten, wurden der Wiebelsheimer Versammlungsraum sofort gesperrt, ein Bauantrag musste eingereicht werden. In Oberntief wurde der Ausbau gestoppt. Es stellte sich damit die Frage nach der Verantwortlichkeit für diese Schwarzbauten, weil ja diese ohne Statik errichtete Außentreppe ursächlich für den Unfall war. Damit wurde die Sache für die Stadtverwaltung einschließlich BM brenzlig, weil es sich ja um ein städtisches Gebäude handelt. Der Bayerische Versicherungsverband hat alle Personenschäden anstandslos geregelt, weil es sich bei der Versammlung um eine Vorbesprechung zur Ablegung einer FFW- Leistungsprüfung handelte. Einem Hinweis auf eine mögliche Vorschädigung der Außentreppe wurde nicht nachgegangen. 

Eigene Recherchen haben nun folgendes ergeben: Eine direkte Finanzierung durch die Stadt erfolgte nicht. Von Stadtbaumeister Geismann kam die Auskunft, dass eine Kostenübernahme durch die Stadt nicht möglich sei, weil in Bad Windsheim selber ein ausreichend großer Schulungsraum der Feuerwehr vorhanden sei. Damit mussten die Ortsteilwehren anderweitig Geld auftreiben. Man stellte einen Antrag an die Jagdgenossenschaft, die dann in Anwesenheit des Bürgermeisters eine mittlere fünfstellige Summe zur Verfügung stellte. Da die Stadt jeweils der von der Fläche her größte Jagdgenosse ist, trug man also indirekt zur Finanzierung bei. Mit erheblicher Eigenleistung, einem Beitrag aus der Feuerwehrkasse und einigen Spenden kam man dann finanziell über die Runden. 

Damit wird wohl auch verständlich, dass man sich um eine Antwort auf Seiboths Anfrage drücken wollte. Man hoffte wohl, dass sich das Problem durch aussitzen und verzögern von selbst erledigen würde. Das hätte wohl bei vielen anderen geklappt, aber eben nicht bei Seiboth.

Es ist auch für einen "normalen" Bürger unverständlich, dass man von ihm jeweils eine ordentliche Baugenehmigung verlangt, während die Stadt bei eigenen Gebäuden Schwarzbauten duldet und fördert.

Dazu passt auch eine Episode über den Berolzheimer Feuerwehrschulungsraum aus Eckardts Amtszeit als Bürgermeister. Zuerst diente das alte Berolzheimer Schulhaus als Versammlungsraum. Als es dort zu einem Zimmerbrand kam, stellte die Stadt die Entschädigung der Versicherung zum Ausbau eines Feuerwehr-Schulungsraumes in der ehemaligen Dreschscheune zur Verfügung und die Jagdgenossenschaft legte noch einiges dazu. Der Ausbau sollte dann mit Eigenleistung auch flott vorangehen, damit pünktlich zur Kirchweih Anfang Juli eine anständige Feuerwehrschulung gefeiert werden konnte.

Der damalige Stadtbaumeister Frenz hatte erhebliche Bedenken, so einfach drauflos zu bauen und verlangte die Einholung einer Baugenehmigung. BM Eckardt setzte sich drüber hinweg und es wurde flott drauflos gebaut. In seiner Rede anlässlich der Einweihungsfeier spöttelte dann der Ortsprecher, " dass das Landratsamt mit dem genehmigen garnicht nachgekommen sei, so flott sei der Bau vorangegangen". Häufig gehörte Kommentare von Eckardt- Fans lauteten dann in etwas so: " Der Bomfi, dess iss hald a Burchermaster, der frochd nidd lang, der mechd einfach woss, do gschichd woss, der lässt die Stadträt rumpalavern und mechd selber, woss er mooch".

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