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26. August 2009 3 26 /08 /August /2009 19:19
Einigermaßen erstaunt war ich heute, als ich das „Interview“ anlässlich des 50. Geburtstags von Herrn Eckardt gelesen habe.
Mit einem klassischen Interview hatte es ganz offenkundig wenig zu tun, so ausgefeilt wie die Antworten waren. Merkwürdig finde ich es, dass man Herrn Eckardt eine derartige Plattform gibt.
Wie hatte der „Interviewer“ unlängst, genauer vor gut einem Jahr über diesen abgewählten Politiker geschrieben?:

„Was wirklich geschah - Bürger verordneten der Stadt politischen Neubeginn
Der Souverän hat gesprochen, die Bürgermeisterwahl ist gelaufen. Herausgekommen ist ein Ergebnis, das die meisten Anhänger beider Lager zunächst in ungläubiges Erstaunen versetzte, und so manch einer hatte noch Stunden nach der Wahl nicht zur Gänze realisiert, was geschehen war.
Die Irritationen sind nachvollziehbar, denn schließlich wird nicht alle Tage ein langjähriger Amtsinhaber abgewählt, dessen Erfolge nicht einmal von seinen erbittertsten Gegnern jemals ernsthaft bestritten wurden. Bad Windsheim hat in der Ära Eckardt zweifelsohne einen enormen Aufschwung erfahren. Um es dennoch zu „schaffen“, aus dem Amt gejagt zu werden, bedurfte es entsprechend negativer „Leistungen“, die in der Abwägung der Wählerinnen und Wähler nun sogar den Ausschlag gegen Eckardt gaben.
Der noch amtierende Bürgermeister hat vor allem in seiner zweiten Amtsperiode offenbar tatsächlich so viele Leute vor den Kopf gestoßen und enttäuscht, dass er es seinen Gegnern ermöglichte, einen Stimmungsumschwung herbeizuführen. Die unzureichend ausgebildete Sozialkompetenz des Ersten Bürgermeisters hat all seinen Stärken zum Trotz zu seinem Sturz geführt. Unstrittig ist: Ein Rathaus muss ein Ort der Auseinandersetzung und des politischen Streits sein; klar muss aber auch sein: es ist kein Kriegsschauplatz und es darf schon gar nicht zum Schlachtfeld verkommen. Dem kommenden Bürgermeister Ralf Ledertheil sollte Eckardts schmerzhafte Niederlage Mahnung genug sein für seinen eigenen (Führungs-)Stil. Grund zur Überheblichkeit hat der Neue ohnehin nicht, denn eines ist offenkundig: die Menschen in Bad Windsheim haben nicht in erster Linie Ledertheil gewählt, weil sie in ihm einen starken Kandidaten sahen, an dem vernünftigerweise kein Weg vorbeiführt, sie haben in erster Linie Wolfgang Eckardt abgewählt." 

Jetzt darf Herr Eckardt unkommentiert so tun, als ob nur und ausschließlich das böse böse Internet an seiner Abwahl schuld war. Man sagt immer, Zeit heile alle Wunden. Im Hinblick auf die Berichterstattung der WZ scheint die Zeit doch ein wahrer Wunderheiler sein.
Und eines finde ich noch erstaunlich: Dass sich ausgerechnet Herr Eckardt über die politische Kultur im Stadtrat beklagt. Hat er vergessen, dass er auch mal eine Fraktion ausgeschlossen hat von Beratungen? Hat er vergessen, dass er sich damit gebrüstet hat, Fraktionen bewusst nicht zu informieren? Oder meint er die neue Heckenschützen-Strategie einiger Stadträte, die das Europäische Schullandheim sabotieren?
In Bad Windsheim hebt man ganze Häuser hydraulisch, wie man hört, wollen gewisse Kreise ein altes Kaufhaus sanieren,.... nur Betonpfähle beim Schullandheim, – die traut man sich nicht zu. Vielleicht sollte Herr Eckardt mal ins Pfahlbaumuseum in Uhldingen fahren. Unser Vorfahren konnten das schon vor Jahrhunderten.
Aber vielleicht heilt Zeit nicht nur alle Wunden, vielleicht vergisst man Dinge, die man lieber vergessen mag.

 


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