Ortsteile Landwirtschaft

Wednesday, 8. february 2012 3 08 /02 /Feb. /2012 05:19

Landwirte sollten nicht einfach irgendwo abliefern!

Auch im Landkreis NEA konkurrieren immer mehr Biogasanlagen um den Rohstoff Mais, mit dem dann mittels Vergärung Gas erzeugt wird, das dann wiederum einen Motor antreibt, der Strom erzeugt. Während sich in Gollhofen die Lieferanten in einer Erzeugergemeinschaft organisiert haben, findet im Bad Windsheimer Raum die Preisfindung fast immer einseitig durch die Anlagenbetreiber statt. Bei der Anlage in Gollhofen orientiert sich der Preis des Silomaises am Ölpreis und am Weizenpreis. Der Maispreis steigt und sinkt also automatisch, je nach Marktlage für Weizen und Öl. Aber auch in Gollhofen ist nicht alles Gold, was glänzt:

  • In 2011 war der Erlös je Hektar in Gollhofen bei gleichem Ertrag um einiges höher.
  • Durch die extrem gute Maisernte in 2011 hatten manche Landwirte Probleme, ihren Silomais an den Mann zu bringen. Dies nützten manche Anlagenbetreiber dann aus, um den Preis zu drücken. Hier war Gollhofen eine rühmliche Ausnahme, auch Landwirte, die von anderen Anlagen schon mehrfach Absagen bekommen hatten, konnten ihren Mais dann zum ganz normalen Preis an Gollhofen verkaufen.
  • In 2012 wird der Hektarerlös wohl nochmals um ca. 100 € je ha höher sein, wenn sich die momentan hohen Weizenpreise nicht wesentlich nach unten verändern.
  • In Gollhofen soll eine Güllebörse gegründet werden, für abgegebene Restgülle ist eine Vergütung von ca. 2 € je cbm angedacht. Dies wäre dann für abgebende Betriebe mit Gülleüberschuss ein weiterer Mehrerlös von knapp 100 € je ha.
  • Für Betriebe, die z. B. viehlos wirtschaften und die wertvollen Gärreste selber ausbringen wollen, müssen die höheren Kosten des Restgülle- Rücktransportes von Gollhofen frei Güllegrube des Maislieferanten gegengerechnet werden. Momentan werden hier je cbm Gülle frei Berolzheim 3,60 € + 19 % = 4,28 € verlangt. Wenn man damit die eigene Abholung bei einer anderen Biogasanlage vergleichen will, kommt es drauf an, ob der Abholort im gleichen Dorf oder mehrere km entfernt ist.
  • Bei gleichzeitiger Ausbringung am Acker inklusive Schleppschuh- Ausbringung kostet der cbm 7,- € + 19 % = 8,33 € inklusive Transport nach Berolzheim. Bei Abschluss eines Kulapvertrages können hier wiederum 1,50 € cbm abgezogen werden.

 

von Richard Müller - veröffentlicht in: Ortsteile Landwirtschaft
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Sunday, 5. february 2012 7 05 /02 /Feb. /2012 16:29

Große Unterschiede bei den Preisen je Hektar Silomais

Sehr viele Biogasanlagen gibt es mittlerweile in der näheren Umgebung von Bad Windsheim. Die Betreiber dieser Anlagen kaufen einen erheblichen Anteil ihres benötigten Maises von anderen Landwirten zu. Meistens (Ausnahme Gollhofen) erfolgen keine vorherigen Preisabsprachen, der abgebende Betrieb "nimmt" das, was er bezahlt bekommt. Die abnehmenden Anlagenbetreiber orientieren sich oft an den Preisen von benachbarten Anlagen.

Um ein wenig Transparenz in diese Angelegenheit zu bringen, habe ich mir die Mühe gemacht, die Auszahlungspreise zu vergleichen, dazu habe ich mir die Preise von 8 Biogasanlagen eingeholt.

Die Anlagenbetreiber praktizieren verschiedene Abrechnungsarten. Während manche den Mais mit einer Pauschalsumme nach Hektar kaufen, wird bei anderen nach Ertrag abgerechnet. Dazu wird bei der Ernte das Gewicht entweder per Fuhrwerkswaage oder per elektronischer Gewichtsfeststellung im Häcksler festgestellt. Zusätzlich werden dann Maisproben entnommen, die dann entweder selber mittels Trockenschrank oder im Fremdlabor auf Trockenmassegehalt untersucht werden. Eher selten wird dann der frische Mais auf einen Trockenmasse (TM)- Gehalt von 32 % umgerechnet und dann nach Frischmasse bezahlt. Meistens wird die absolute Trockenmasse ausgerechnet und dann je Tonne TM ein bestimmter Betrag bezahlt.

Rechenbeispiel: Hektarertrag = 50 Tonnen, x 32 % TM = 16 To x 85 €/to/TM = 1360 € inkl. 10,7% je ha. Da Hektar-Erträge und TM- Abrechnungspreise sehr unterschiedlich sind, kann der Erlös von unter 1000 €/ha bis über 2000 €/ha schwanken. Im Bad Windsheimer Gebiet gilt ein Erlös von 1500 €/ha als sehr hoch, und wird bisher kaum erreicht.

In der Regel verkauft der Lieferant den Mais frei Silo der Biogasanlage. Die Häcksel- und Transportkosten müssen daher zumindest formell zu Lasten des Lieferanten gehen. Der Lieferant selber ist nur seltenst direkt am Transport beteiligt, das häckseln übernimmt sowieso ein Lohnunternehmer. Es wird dann zuerst ein Bruttopreis für den Mais ausgewiesen, von dem dann die unterschiedlichen Kosten für die Ernte in Abzug gebracht werden. Die dann errechnete Auszahlungssumme kann man dann durch das Trockenmassegewicht in Tonnen teilen und erhält so den endgültigen und vergleichbaren Auszahlungspreis je Tonne Trockenmasse.

Rechenbeispiel je ha: 16 To TM x 95 € = 1520 € abzgl. 80 € für Häcksler + 80 € für Transport ergibt dann eine Auszahlungssumme von 1360 €. Wenn man dann diese 1360 € durch die 16 To TM teilt, erhält man genau diese anvisierten 85 € je To TM.

Nun zum eigentlichen Preis- Vergleich der Biogasanlagen: Wenn der Preis je Hektar Silomais vor der Ernte nach einer vorherigen Besichtigung pauschal je Hektar vereinbart wird, kann der Auszahlungsbetrag nicht mit anderen gewichtsermittelten Beträgen verglichen werden. Hier ist auch zu berücksichtigen, ob Rücktransport und Ausbringung der wertvollen Gärreste bzw. der Restgülle vom Maisverkäufer oder vom Anlagenbetreiber vorgenommen wird. In manchen Fällen übernimmt dies der Anlagenbetreiber kostenlos. Hier können dann zum Maisertrag je nach Entfernung mindestens 100 € hinzu gerechnet werden.

Zumindest ein Anlagenbetreiber ist mir bekannt, der nach einer Besichtigung des Maisbestandes einen Mindestbetrag je ha garantiert, der dann bei unerwartet gutem Ertrag nach oben korrigiert wird.

Gollhofen: Die Auszahlungspreise der weitaus größten Biogasanlage in der Gegend sind allgemein bekannt und können deshalb hier veröffentlicht werden. Hier wurden je To Trockenmasse 90,78 € inkl. 10,7 % ausbezahlt. Dies ergibt dann bei mittleren bis guten Erträgen im Nicht- Gau- Gebiet eine Hektarsumme von ca. 1500 € bis 1800 €. Auf Vor- und Nachteile bezüglich Gollhofen gehe ich in einem weiteren speziellen Artikel ein.

Uffenheimer Gau: Hier wurde mir von Anlagenbetreibern berichtet, dass sie mehr bezahlen müssen als die Gollhöfer, um ausreichend Mais zu bekommen, "weil ansonsten der Mais nach Gollhofen geliefert wird".

Landkreis Ansbach, angrenzend: Hier wurden oft 1500,- € inkl. 10,7 % je ha bezahlt, zusätzlich wurden dann oftmals die Reststoffe vom Anlagenbetreiber kostenlos ausgebracht. Hier sind dann nochmals mindestens 100 €/ha hinzu zu rechnen.

Raum Bad Windsheim: Mehrere Anlagenbetreiber bezahlten diese ca. 85 € je To TM aus.

Raum Bad Windsheim: Mehrere Anlagen bezahlten weit unter diesen 85 € je To TM aus.

Flächenüberlassung für Maisanbau: Einzelne Landwirte gehen dazu über, jährlich wechselnde Ackerflächen den Anlagenbetreibern zum Maisanbau zu überlassen. Hier erfolgt dann meistens der gesamte Maisanbau durch den Anlagenbetreiber, der Besitzer der Fläche erhält dann eine Summe von mittlerweile bis zu 300 € je ha. Bei Anbaukosten von etwa 800 € je ha ergibt sich eine Summe von 1100 € für den Flächenbesitzer. Damit war in diesem sehr guten Ertragsjahr 2011 der Eigenanbau und spätere Verkauf des Maises im Regelfall deutlich lukrativer. Dies kann aber in anderen Jahren deutlich anders sein.

Zu frühe Ernte: Ein großes Ärgernis war oftmals die viel zu frühe Aberntung der Maisflächen. Es sind Fälle bekannt, wo bereits Anfang September mit einem TM- Gehalt von weit unter 30 % abgeerntet wurde. Bei sonnigem Wetter lagert der Mais in 14 Tagen Trockenmasse im Wert von etwa 200 € je ha ein, die sich der Lieferant dann ans Bein schmieren kann. Wenn er dann zusätzlich noch das Pech hat, an eine niedrigpreisige Anlage geliefert zu haben, kann ohne weiteres ein Fehlbetrag von um die 300 €/ha zusammenkommen.

Interessenvertretung: Während es bei den Lieferanten der Biogasanlage Gollhofen eine Erzeugergemeinschaft gibt, die die Interessen der Maisanbauer vertritt und Preise und Abrechnungsmodalitäten aushandelt, fehlt dies im Bad Windsheimer Raum gänzlich. Jeder Maisanbauer hier ist ein Einzelkämpfer und erreicht je nach Verhandlungsgeschick einen entsprechenden Maispreis. Sollten einzelne Biogasanlagen den (Preis-) Bogen in die falsche Richtung überspannen, ist sicherlich auch im Raum Bad Windsheim die Gründung einer Erzeugergemeinschaft denkbar.

 

 

von Richard Müller - veröffentlicht in: Ortsteile Landwirtschaft
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Sunday, 11. december 2011 7 11 /12 /Dez. /2011 15:58

Maisanbau für eon-Biogasanlage rechnet sich in 2011.

http://www.nordbayern.de/region/bad-windsheim/ab-2011-gibt-es-erdgas-aus-mais-1.48356

Die Schmack- Biogasanlage in Gollhofen, an der auch eon beteiligt ist, hat ein sehr großes Einzugsgebiet und kauft Silomais auch in über 20 km Entfernung. Der Bedarf an ca. 50.000 to Substratmaterial ergibt einen Flächenbedarf von ca. 1.000 ha. Auch ich (RM) selber hatte nach über 30 Jahren in Berolzheim wieder 3,08 ha Mais angebaut, der dann gehäckselt und nach Gollhofen transportiert wurde.

Mitte April wurde die Sorte Markizza mit 11 Körnern je qm bei einer Reihenweite von 62 cm gesät. Der Feldaufgang ließ etwas zu wünschen übrig, weil die vorherige Bodenbearbeitung etwas zu tief erfolgte. Es waren dann auch einige Fehlstellen zu verzeichnen. Die Düngung erfolgte mit Harnstoff und Gülle vor der Saat. Bei optimaler Bestandesdichte wären wohl noch locker 10% Mehrertrag möglich gewesen. Der Acker "Im See" ist einer meiner schlechteren Äcker und hat nur 33,90 Bodenpunkte nach Reichsbodenschätzung, das Vorgewende auf einer Seite befindet sich wegen eines Grabens im Acker. 

Es wurde dann bei der Ernte Anfang Oktober ein Maisertrag von 53,63 to je ha, umgerechnet auf 32 % Trockenmasse erzielt. Für diesen Ertrag war wohl auch entscheidend, dass die Ernte nicht zu früh erfolgte. Durch das sonnige Wetter erfolgten noch erhebliche Zuwächse an Trockenmasse, die bei zu frühen Ernteterminen zu Lasten der Erzeuger glatt verschenkt wurden.

Die Schmack-Biogas zahlt einen Gesamtbetrag von netto 4.334,85 €, das sind dann je ha 1.407,42 €. Mit der MWST. von 10,7 % ergibt dies dann je ha 1558,01 € je ha, selbst bei nicht ganz optimaler Bestandesdichte. Häcksel- und Transportkosten gehen zu Lasten von Schmack/eon. Es gibt eine Erzeugergemeinschaft, die die Interessen der Maislieferanten gegenüber der Schmack-Biogas vertritt. Es wurde ein Preisberechnungsmodell ausgehandelt, das sich nach den jeweiligen Getreide- und Ölpreisen richtet.

Da durch die vorhandene Mastschweinehaltung ein leichter Gülleüberschuss entsteht, wird die Biogas- Restgülle voraussichtlich an andere landwirtschaftliche Betriebe abgegeben und muss nicht nach Berolzheim zurückgeholt werden. Möglicherweise kann über eine Güllebörse noch ein zusätzlicher Erlös für abgegebene Restgülle erzielt werden.

Dies ergibt dann auch für andere Biogasanlagen im Windsheimer Raum eine verschärfte Konkurrenzsituation. Vor nicht allzulanger Zeit wurden hier noch unter 1000 € je ha Mais bezahlt, bei allerdings etwas niedrigeren Erträgen.

von Richard Müller - veröffentlicht in: Ortsteile Landwirtschaft
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Sunday, 11. december 2011 7 11 /12 /Dez. /2011 15:08

Wetterextreme 2011 machen Landwirtschaft fast zum Lotteriespiel.

Das Jahr 2011 war besonders im Bad Windsheimer Raum gekennzeichnet von extremen Wetterbedingungen. Im Winter 2010/2011 gab es wiederholte und starke Niederschläge, das Wintergetreide hatte dauernd nasse Füße. Im Frühjahr 2011 fiel dann von März bis Mai fast kein Niederschlag. Ab Juni gab es dann regelmäßig Regen, der dann auch eine erschwerte Getreideernte verursachte, weil die Ackerböden aufgeweicht waren. Das hauptsächlich angebaute Wintergetreide hatte durch den Wassermangel in seiner Hauptwachstumsphase enorme Mindererträge zu verzeichnen.

Bei Mais und Zuckerüben sah es anfangs auch nach einer Katastrophe aus, hier kam dann aber der Regen ab Juni noch rechtzeitig und durch wiederholte Niederschläge gab es hier eine absolute Rekordernte. 

  • Wintergerste: Normalerträge bei ca. 70 dt/ha, in 2011 Erträge zwischen 20 dt/ha und 40 dt/ha, die Ernte wurde hier noch zusätzlich durch Zwiewuchs erschwert, der zusätzliche Kosten verursachte. 
  • Winterraps: Normalerträge bei ca. 40 dt/ha, in 2011 Erträge zwischen null dt/ha und 15 dt/ha; hier gab es oftmals auch Totalausfall, die Bestände wurden dann gemulcht, oder in der Biogasanlage "entsorgt".
  • Winterweizen, Triticale: Normalerträge bei ca. mind. 70 dt/ha, in 2011 Erträge um die 50 dt/ha.
  • Mais: Normalerträge ca. 40 bis 45 to/ha bei 32 %TM, in 2011 bis zu über 60 to/ha.
  • Zuckerrüben: Normalerträge bei ca. 600 dt/ha, in 2011 bis zu 1000 dt/ha.
  • Schweinepreise: Seit zwei Jahren ist ein Preistief zu verzeichnen, das keinen Gewinn je Mastsau zulässt. Hier sind die Ferkelerzeuger noch stärker betroffen, als die Mäster. 
  • Milchpreise, Schlachtrinder: Hier gibt es seit einiger Zeit akzeptable Preise bei Milch und Fleisch. 

Damit wird schon ersichtlich, dass es je nach Betriebszweigkombination erhebliche Einkommensunterschiede gibt, die bis zu 6-stellig sein können. Während Schweinehalter, die ja immer Getreide- und Rapsanbau betreiben, ein Minus machen, dass es nur so pfeift, haben kuhhaltende Betriebe mit Maisanbau ein (fast) Bombenjahr hinter sich. Wenn dann noch, wie im Uffenheimer Gau, Zuckerrübenanbau betrieben wird, wird der Unterschied im Einkommen noch größer. Wer gedacht hatte, dass die Pachtpreise nicht weiter steigen würden, sah sich getäuscht. Der weiterhin rasante Anstieg der Pachtpreise macht im Ackerbau (Getreide, Raps) jede auch noch so kleinste Aussicht auf einen wenigstens minimalen Gewinn zunichte. Der Strukturwandel wird beschleunigt weiter gehen, ich gehe davon aus, dass in nächster Zeit Notverkäufe von Grund und Boden zunehmen werden.

von Richard Müller - veröffentlicht in: Ortsteile Landwirtschaft
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Sunday, 17. july 2011 7 17 /07 /Juli /2011 11:36

Pfarrer Redlingshöfer verlässt die Tiefgrundpfarrei.

Nach nur etwas mehr als drei Jahren verlässt Pfarrer Rainer Redlingshöfer überraschend die in seiner Amtszeit gegründete Tiefgrundpfarrei und wird ab 1. September in Stein bei Nürnberg tätig sein. Als übliche Verweildauer eines Pfarrers werden ca. 10 Jahre angestrebt. Damit sind die sechs Kirchengemeinden Kaubenheim, Berolzheim, Rüdisbronn, Humprechtsau, Oberntief und Külsheim zumindest vorübergehend ohne Pfarrer.

Rainer Redlingshöfer war in seinem früheren Leben politisch engagiert, zuerst als 2. Bürgermeister der Gemeinde Veitsbronn, er leitete dann auch den Wahlkampf von Gabriele Pauli und war damit maßgeblich am sensationellen Wahlsieg gegen den damaligen Amtsinhaber beteiligt. Danach war Redlingshöfer dann Amtsleiter, persönlicher Referent und Redenschreiber von Gabriele Pauli im Landratsamt Fürth. Als spätberufener Pfarrer trat Redlingshöfer die Pfarrstelle in Lenkersheim an, von dort wechselte er dann nach Kaubenheim.

Es ist wohl jedem klar, dass die Zusammenarbeit eines Pfarrers mit 6 Kirchenvorständen und deren jeweils eigenen Vorstellungen erheblich komplizierter und aufwendiger ist, als in einer einzigen größeren Pfarrei mit nur einem Kirchenvorstand. Auch Chemie und Harmonie sollen vereinzelt nicht gestimmt haben, die Diskussionen und Auseinandersetzungen hielten sich aber oftmals im üblichen vertretbaren Rahmen. Im finanziellen Bereich klaffte die Sichtweise bei Anschaffungen und deren Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit manchmal auseinander.

Da zu erwarten ist, dass sich neue Bewerber nicht unbedingt um eine Pfarrei mit 6 Kirchengemeinden reißen werden, will die Kirchengemeinde Rüdisbronn einen eher unkonventionellen Weg gehen und laut Kirchenvorstand Ernst Schneider einen pensionierten Pfarrer suchen, der zumindest regelmäßige Gottesdienste in Rüdisbronn abhält. Man denkt hierzu an eine Anstellung per 400 € - Job.

von Richard Müller - veröffentlicht in: Ortsteile Landwirtschaft
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