Aktuelles

Sonntag, 28. februar 2010 7 28 /02 /2010 21:52
Bad Windsheimer Prominenz steigert mit.
Wer bietet mehr, hieß es anlässlich einer Zwangsversteigerung am  Amtsgericht Fürth, wo das Anwesen Metzgergasse Nr. 24 versteigert wurde. Das Anwesen besteht aus dem unter Denkmalschutz stehenden Haus Metzgergasse Nr. 24, das Grundstück erstreckt sich die Husarengasse entlang bis zum Schwedenwall.

Es waren anwesend: Bürgermeister Ledertheil, Stadtkämmerer Heger, Ex-Bürgermeister Eckardt, Hans Wild, zwei bereits als Investoren bekannte türkische Mitbürger, Jochen Abele, eine auswärtige Familie Schiller, sowie die Firma Engelhardt und Geißbauer. Wolfgang Eckardt hatte versäumt, eine Vollmacht mitzubringen, so dass er nur für sich als Privatperson steigern konnte. Besonders Hans Wild war überrascht, dass Ledertheil und Heger anwesend waren, " was wollt Ihr denn da", war sein Kommentar.

Ledertheil war ermächtigt worden, das Anwesen preisgünstig für die Stadt zu ersteigern, man hatte angenommen, dass sowieso niemand Interesse hätte. Als Mindestgebot war nur ein Wert von ca. 28000 € festgeschrieben, Ledertheil und Heger warteten ab und steigerten dann doch nicht mit. Es wurde dann rege gesteigert, die Firma Engelhardt und Geißbauer hatte am Schluß die Nase mit 50.000 € vorn. Ein Handicap ist sicherlich dieses denkmalgeschützte Haus, weil es ja nicht abgerissen werden darf, - wenn nicht beim Abbruch der übrigen Gebäude ein Versehen passiert.

Zu früheren Zeiten liefen solche Versteigerungen meistens anders ab. Man war mit Informationsvorsprung meistens unter sich, per entsprechender Kalkulation wurden dann Fördertöpfe angezapft.

Anmerkung RM: Mir ist es unverständlich, dass dieses relativ große Anwesen zu diesem günstigen Preis weg ging. Bei geschätzten Abbruchkosten von ca. 150.000 € und einer wesentlich höheren Investitionssumme, die für eine Bebauung aufgewendet werden muss, fallen 30.000 € mehr oder weniger insgesamt kaum ins Gewicht. Es sind dann an anderer Stelle wesentlich größere finanzielle Spielräume und Einsparungsmöglichkeiten vorhanden.







von Richard Müller - veröffentlicht in: Aktuelles
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Samstag, 27. februar 2010 6 27 /02 /2010 18:36
Bauprojekt fast in trockenen Tüchern!
Nach erheblichen Problemen scheint nun das Projekt Europäisches Schullandheim gesichert zu sein. Wiederholte Einsprüche von Anliegern führten zu erheblichen Verzögerungen. Man hatte zuletzt sogar noch erfolglos versucht, über den Bund der Steuerzahler das Europäische Schullandheim zu verhindern. Besonders die Anlieger am Neumühlenweg brachten immer wieder neue massive Bedenken vor. Hier verwundert insbesondere die Kritik wegen des angeblich unsicheren Baugrundes. Dieser angeblich unsichere Baugrund endet offensichtlich haargenau am ersten Gartenzaun des ersten Anliegers.

Bürgermeister Ledertheil teilte auf Anfrage mit, dass er erst richtig an die Verwirklichung dieses für die Stadt sehr wichtigen Projektes glaube, wenn der Spatenstich dazu erfolgt sei. Weiter wollte er sich nicht äußern.

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Samstag, 27. februar 2010 6 27 /02 /2010 09:38
Warum die Fußgängerzone an allem schuld ist…
Nun ist es amtlich: ab Montag hat Bad Windsheim eine Fußgängerzone.  Ist das gut, oder schlecht?

Dass die Altstadt von Bad Windsheim unter dem Strukturwandel leidet, sieht jeder, der die vielen leeren Schaufenster wahrnimmt. Dass der Leerstand auch ohne Fußgängerzone dramatisch ist, dürfte niemand bestreiten. Ursachen für den Trend zur Innenstadtverödung gibt es viele: Einkaufsmagneten (wie Handelshof) sind außerhalb der Altstadt. Auch „Gruschgeschäfte“ wie Tedi, Kik & Co. sind an der Peripherie angesiedelt.

Ein Gesichtspunkt für die Fußgängerzone ist sicherlich, dass es keine Supermärkte in der Altstadt gibt, die ein Anfahren mit dem PKW zwingend nötig machen (z. B. Getränkemarkt). Dass es die Windsheimer Einzelhändler bis heute nicht einmal zu einheitlichen Öffnungszeiten geschafft haben, verursacht nur Kopfschütteln. Eines steht aber fest: Gegen den Einzelhandel wird eine Fußgängerzone nicht erfolgreich sein können. Die Bürger hat niemand gefragt und die Touristen sicher auch niemand.

Wenn die Fußgängerzone eine Chance haben soll, dann nur, wenn der Einzelhandel sagt: "Jawohl, wir versuchen es, denn so, wie es jetzt ist, kann und darf es nicht weitergehen". Das haben die Einzelhändler aber nicht. Bei der Anti-Fußgängerzonen-Stimmung seiner Einzelhandelskollegen kann man Heckel verstehen, wenn er keine Gelegenheit auslässt, die Fußgängerzone kippen zu wollen. Aber hätte man nicht endlich mal die Bedenken über Bord werfen sollen, um sich an der Hand zu nehmen und um zu sagen: Jawohl, ist zwar eine blöde Idee, aber wir machen das Beste daraus? Denn dann hätte man im Falle eines Scheiterns der Fußgängerzone wenigstens sagen können: Wir haben es versucht!

So aber igeln sich die Einzelhändler ein, schimpfen auf den Stadtrat, der versteckt sich, - man höre und staune - , hinter dem Bürgermeister, und das Projekt Fußgängerzone ist zum Scheitern verurteilt. Einen positiven Effekt hat die Fußgängerzone auf jeden Fall: Man hat jetzt dann in einem halben Jahr eine Begründung für den Leerstand in der Altstadt. Man sollte heute mal die Objekte erfassen, die leer stehen. Denn am Ende ist an deren Leerstand auch die Fußgängerzone schuld.

Was denkt sich der Bürger: Dann halt nicht und fährt woanders zum Einkaufen hin. Das Argument „ich muss so weit laufen“ zieht aber außer für die Arztpraxen und Apotheken nun wirklich nicht. Denn in Ansbach, Nürnberg oder Würzburg muss man auch zu den Geschäften laufen – nur noch weiter. Aber da ist das Sortiment die Reise wert, vielleicht ist das auch ein Grund für den Leerstand. Oder ist es doch die Fußgängerzone?  

von Richard Müller - veröffentlicht in: Aktuelles
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Donnerstag, 25. februar 2010 4 25 /02 /2010 19:49
Unglückliche Äußerungen bei der Versammlung des MR
Bürgermeister Ledertheil lobte zu Beginn seines ausführlichen Schlusswortes die Leistungen des Maschinenringes Franken Mitte. Dann aber übte er massive Kritik an angeblichen Verunstaltungen von Dörfern und Landschaft durch die Landwirte. Durch landwirtschaftliche Investitionen würde die Landschaft zersiedelt, Bauwerke sollten nur noch in Dorfnähe zugelassen werden. Solaranlagen und Windräder würden die Attraktivität der Windsheimer Bucht massiv reduzieren. Ledertheil rechnete auch vor, dass Ortsteile und Dörfer ein sehr teures Pflaster für die Stadt wären, so stünden den meistens sehr geringen Steuereinnahmen oftmals  sehr teure Verpflichtungen der Stadt gegenüber.

Meine (RM) Anmerkung dazu: Ralf Ledertheil scheint es darauf anzulegen, sich in sämtliche erreichbare Nesseln setzen zu wollen. Während man die "Pfeifenraucheräußerung" noch problemlos unter überspitzten Aschermittwochsaussagen abhaken kann, gehen diese Äußerungen beim Maschinenring schon wesentlich tiefer, zeugen auch von wenig Sachkenntnis und können als landwirtschaftsfeindlich ausgelegt werden. Der nächste Wahlkampf ist zwar noch weit, aber man sollte nicht jetzt schon unnötig Wahlkampfmunition liefern, nachdem man nach 12 Jahren Eckardt die Spaltung der Stadt beenden wollte.

Landwirtschaftliche Gebäude müssen zwingend auf eigenem Grund errichtet werden, Landwirten mit meistens kleiner Hofstelle ohne ausreichend großes Grundstück in Dorfnähe bleibt nichts anderes übrig, als sich einen anderen Bauplatz zu suchen. Insbesondere Viehställe müssen zwingend je nach Größe einen bestimmten Abstand zum nächsten Wohnhaus einhalten und werden generell so konzipiert, dass später eine Erweiterung möglich ist. Diese Aussiedlung von Emissionen verursachenden Betriebszweigen wird durch den Staat sogar durch erhebliche finanzielle Mittel gefördert, um die Lebensqualität im Ort selber zu verbessern. In Ortsnähe wäre ein größerer Maststall niemals genehmigungsfähig. Der Stadt Bad Windsheim wäre es wohl am liebsten, wenn man jedes Gebäude außerhalb in einem großen Loch versenken würde. Ein exemplarisches aktuelles Beispiel ist die geplante Errichtung eines Getreidelagers der Familie Wattenbach an der Oberntiefer Straße. Hier werden der Familie Wattenbach durch die Stadt BW laufend Knüppel zwischen die Beine geworfen, obwohl man doch eindeutig in Ortsnähe bauen will. Hier könnte BM Ledertheil seine Absichten verwirklichen.

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Donnerstag, 25. februar 2010 4 25 /02 /2010 18:49
Ledertheils Pfeifenspruch sorgt für Ärger
Ralf Ledertheils Äußerung anlässlich der Aschermittwochsveranstaltung der SPD ruft weitere Reaktionen hervor. Ledertheil hatte dort sinngemäß gesagt, dass man den übrigen Landkreis in der Pfeife rauchen könne, wenn man die Tourismuszahlen im Landkreis mit denen von Bad Windsheim vergleichen würde.
 
Nachdem bereits die FWG reklamiert und verlangt hatte, dass sich Ledertheil öffentlich entschuldigen sollte, hat sich nun auch der Emskirchener Ex-Bürgermeister und Kreisrat Dieter Schmidt (CSU) in einem polemischen FLZ- Leserbrief geäußert. Der ehemalige absolute Thermengegner Schmidt wies darauf hin, dass die guten Zahlen Bad Windsheims im wesentlichen durch außergewöhnliche Umstände zustande kamen. So seien für die Therme extrem hohe Zuschüsse des Freistaates Bayern geflossen, das Freilandmuseum sei vom damaligen CSU- Bezirksrat Josef Klein nach Bad Windsheim geholt worden und das Kurbad würde unter Beteiligung des Landkreises betrieben.

Schmidts Ausführungen gipfeln in der Behauptung, dass man in Herzogenaurach aufgeatmet habe, als man Ledertheil dort los wurde. Dieter Schmidt schickte dann noch mit besten Grüßen ein Tabakskrümel an die ehemalige Freie Reichsstadt Bad Windsheim.

Und jetzt der Clou an der ganzen Sache: Dieter Schmidt hat sich mit seinem Leserbrief voll ins eigene Knie geschossen. Schmidt (CSU) wurde nämlich nach 24 Bürgermeisterjahren in der Stichwahl vom eigenen  Emskirchener Wähler in die Wüste geschickt, man zog doch tatsächlich den Nobody Harald Kempe von der ÖDP vor. Nach der Wahl soll auch in Emskirchen aufgeatmet worden sein. Es ist auch nicht klar, wer da mit welcher Pfeife raucht. Ralf Ledertheil wurde jedenfalls im Gegensatz zu seinem Vorgänger W. Eckardt noch niemals Pfeife rauchend gesehen.



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