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7. August 2011 7 07 /08 /August /2011 09:30

Dachsbach und Gerhardshofen machen es vor.

Die beiden benachbarten Gemeinden Dachsbach und Gerhardshofen haben ein gemeinsames Feuerwehrhaus gebaut und dadurch erhebliche Kosteneinsparungen erzielt. www.feuerwehrhaus-dachsbach-gerhardshofen.de

Kurz vor der letzten Kommunalwahl 2008 wurde vom damaligen Bad Windsheimer Stadtrat noch der Neubau von Feuerwehrhäusern auf mehreren Ortsteilen beschlossen. Der damalige Bürgermeister Eckardt hatte wegen sich verschlechternder Zuschussbedingungen diese Neubauten angeregt. Ein Hintergedanke war sicherlich auch ein Stimmenzugewinn auf den Ortsteilen bei der Bürgermeisterwahl. Bezüglich Stimmenanteil ging die Rechnung zwar auf den Ortsteilen auf, jedoch bekanntlicherweise nicht in der Gesamtstadt.

Es sollte generell hinterfragt werden, ob jeder Ortsteil überhaupt noch sein komplettes Feuerwehrhaus und die entsprechenden Gerätschaften haben muss. Es wären sicher wesentlich kostengünstigere Lösungen möglich.

Auf vielen Ortsteilen werden die vorgeschriebenen Mannschaftsstärken bereits zu Übungszwecken am Feierabend und am Wochenende nicht mehr erreicht. Wenn tagsüber ein Ernstfall eintritt, sind sehr viele Feuerwehrleute nicht zuhause und sind damit für einen Einsatz nicht verfügbar. Manche Ortsteilwehren hatten schon über 10 Jahre keinen Ernstfall-Einsatz mehr. Spezielle Einsätze mit schwerem Atemschutz, oder auch mit der Rettungsschere,  kann sowieso nur die Bad Windsheimer Feuerwehr durchführen.

Wenn man die Entfernungen zum Bad Windsheimer Feuerwehrhaus betrachtet, kommt man ins nachdenken. Bis zur Galgenbucksiedlung sind es ca. 1,4 km Luftlinie, bis zum Stabilomarkt 2,0 km. Lenkersheim, Ickelheim, Wiebelsheim und  Erkenbrechtshofen sind jeweils ca. 3 km Luftlinie entfernt, Berolzheim, Oberntief und Unterntief jeweils ca.4 bis 5 km, Humprechtsau 6,5 km und Rüdisbronn 7,5 km.

Es wäre auch zu überlegen, ob nicht mehrere Ortsteil-Wehren zusammengefasst werden könnten. Hier deutet sich schon einiges an, die Wehren Berolzheim und Humprechtsau haben mangels jeweiliger Mannschaftsstärke gemeinsam Ausbildung und Prüfung für das Leistungsabzeichen absolviert.

Eine solche "Rationalisierungslösung" kann nur im Konsens mit den Feuerwehren durchgeführt werden, dies wird sicher auch nicht von heute auf morgen passieren können. Bis zur nächsten Kommunalwahl in 2014 wird die Zeit schon fast zu knapp, weil es sich wohl niemand mit potenziellen (Feuerwehr-) Wählern verderben will.

 

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