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25. Januar 2014 6 25 /01 /Januar /2014 10:10

Voraussichtlich nur wenige neue Stadträte.

Mit FDP/Freie Bürger hat die letzte Partei bzw. Gruppierung ihre Stadtratskandidaten nominiert, damit stellen sich insgesamt 128 Kandidaten zur Wahl. Davon kann man BM- Kandidat Bernhard Kisch (CSU) abziehen, weil er sein Stadtratsmandat niemals annehmen wird; damit bleiben 127 "echte" Kandidaten.

Erfahrungsgemäß kann man davon ausgehen, dass amtierende Stadträte in der Regel wieder gewählt werden, mit seltenen Ausnahmen. Bei der letzten Wahl war das Hans Gärtner aus Lenkersheim, der wegen ca. 10 Stimmen aber nur ganz knapp scheiterte. Von den amtierenden 24 Stadträten stellen sich 18 wieder zur Wahl.

Bei der CSU treten Elisabeth Döbler- Scholl (4970 Stimmen) und Gerhard Gerhäuser (3580) nicht mehr an. Man kann wohl davon ausgehen, dass die CSU diese beiden Abgänge locker ersetzen kann, zumal der CSU- Ortsvorsitzende Georg Gerhäuser in die Fußstapfen seines Vaters treten will. Prognose +1

Bei der SPD kandidieren Ekkehart Schreibelmayer (5386), Barbara Horneber (3003), Thomas Gröbel (4060) und Schreibelmayer- Nachrücker Frank Hackeneis (1348) nicht mehr. Hier ist wohl davon auszugehen, dass Matthias Oberth in den Stadtrat gewählt wird. Oberth war ja vor 2002 schon zwei Perioden im Stadtrat vertreten, davon eine Periode als Fraktionsvorsitzender. Wenn es weiterhin nicht gelingt, den Abgang und die Nichtnominierung Ledertheils nachvollziehbar zu vermitteln, wird die SPD wohl nur schwerlich ihre bisherigen 6 Sitze halten können. Mitentscheidend wird auch sein, ob Ismene Dingfelder ihre 6310 Stadtrats- Stimmen von der letzten Wahl in etwa halten kann. Damit fehlen der SPD erstmal fast 14.000 Stimmen (5386+3003+4060+1348), die von anderen Kandidaten wieder erkämpft werden müssen. Prognose -1(-2)

Bei der FWG kandidiert Hans Wild (2621) nicht mehr. Auch wenn der BM- Kandidat Henkel nicht auf der Liste erscheint, könnte die FWG ihre 6 Sitze knapp verteidigen. Eine Rolle sollte die eher seltene Stadtrats-  Anwesenheit von Dr. Stefan Eckardt (2354) spielen. Viele Bad Windsheimer Bürger können sich noch gut an die oftmalige Verhinderungspolitik (Schullandheim, Edeka/REWE) der FWG erinnern. Falls dies der Öffentlichkeit stärker vermittelt wird, könnte es Probleme geben. Prognose: +-0 (-1)

Die Liste Land ist fast prädestiniert für den Zugewinn eines Mandates, hatte man doch bei der letzten Wahl nur wegen lumpigen 10 Stimmen den 3. Sitz verfehlt. Es gibt aber trotzdem Faktoren, die diesen 3. Sitz infrage stellen. So wird WiR- STRM und Ortssprecher Jürgen Heckel wohl einige Liste Land- Stimmen zumindest in Lenkersheim abräumen. Gleichzeitig sind auch auf anderen Listen Kandidaten aus den Ortsteilen vertreten, die einige Ortsteilstimmen bekommen werden. Prognose +-0 (+1)

Bei FDP/Freie Bürger wird es wohl darauf hinauslaufen, dass man bestrebt sein wird, die bisherigen 2 Sitze zu halten. Eine Rolle wird hier spielen, wie die konstruktiv/kritische Stadtratsarbeit der beiden STRM Gampe und Seiboth vermittelt und bewertet wird. Wenn es besonders gut laufen sollte, ist ein dritter Sitz im Bereich des Möglichen. Prognose +-0(+1).

Ähnliches wird wohl für die Liste WiR gelten. Auch hier dürften 2 Sitze gesichert sein. Hier wird es auch darauf ankommen, ob die BM- Kandidatur von Heckel eine gewisse Sogwirkung auslöst. Prognose +-0 (+1)

Eine Rolle könnte auch die Historie spielen. So hatte die CSU in der Periode von 2002 bis 2008 noch 8 anstatt jetzt 6 Sitze; die SPD jeweils 6 Sitze; die FWG nur 4 anstatt jetzt 6 Sitze; die Liste Land noch 3 anstatt jetzt 2 Sitze; die FDP noch einen, anstatt jetzt 2 Sitze; die Liste WiR hatte jeweils 2 Sitze.

Wennn man zusammenfasst, könnte sich folgendes ergeben: 6 Sitze werden durch Nichtkandidatur frei, plus eine angenommene Überraschungsabwahl = 7 freie Sitze. Hier könnte man dann zwei "sichere" Stadtratsneulinge abziehen, sodass noch 5 freie Plätze verbleiben. Um diese angenommenen 5 Sitze bewerben sich dann ca. 100 Kandidaten. Die Wahrscheinlichkeit für Neulinge ist also ca. 1:20, in den Rat gewählt zu machen. Die meisten Kandidaten sind aber wohl sowieso nur angetreten, um ihre Partei, ihre Gruppierung und ihre bisherigen Stadträte zu unterstützen. Falls Heckel oder Dingfelder Bürgermeister/in werden sollten, käme noch ein weiterer "freier" Stadtratssitz hinzu.

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