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11. Juli 2011 1 11 /07 /Juli /2011 11:06

Liste Land initiiert Windkraftanlage bei Berolzheim.

Auf Initiative von Stadtrat Reinhold Krebelder wurden mehrere mögliche Standorte für Bürgerwindräder im Stadtgebiet von Bad Windsheim in Augenschein genommen. Dabei kristallisierte sich ein Standort südlich von Berolzheim als am besten geeignet heraus. Wenn man auf der Staatsstraße 2253 von Bad Windsheim Richtung Berolzheim fährt, liegt die geplante Fläche in etwa gegenüber der Abzweigung nach Unterntief auf der rechten Seite der Staatsstraße, Richtung Süden und Südosten.

Herbert Vorlaufer, der bereits im Uffenheimer Gebiet mehrere Windräder gebaut hat, lud dann alle infrage kommenden Grundstücksbesitzer zu einer Besprechung ein. Die in Aussicht genommene Fläche hat eine Größe von ca. 30 ha, ein Teil davon befindet sich im Landschaftsschutzgebiet und darf nach momentanem Stand nicht bebaut werden. In Nord-Süd-Richtung soll zwischen den Windrädern ein Abstand von ca. 400 Metern sein, in West-Ost-Richtung mindestens 600 Meter. Des weiteren sind Abstände wegen Lärm und Schattenwurf zur Wohnbebauung der Ortsteile Berolzheim und Unterntief zu beachten. Es ist auch wichtig, dass ein aufnahmefähiges Stromnetz in der Nähe ist, ein belastbarer und möglichst nur geschotterter Weg für die Bauarbeiten sollte vorhanden sein. Man geht von einer Investitionssumme von ca. 4,5 Millionen € je Windrad aus, die Stromproduktion eines Windrades liegt je nach Bauart und Typ bei über 4 Millionen Kilowattstunden je Jahr.

Um eine attraktive Wirtschaftlichkeit hinzukriegen, sollten am Standort mindestens zwei Windräder möglich sein, besser wären drei Windräder. Ca. 40 % der Investitionssumme soll über Anteile von Bad Windsheimer Bürgern finanziert werden, der Rest wird als Fremdkapital aufgenommen, auch die Stadtwerke könnten sich beteiligen.

Je Windrad müssen ca. 60.000 € für ökologische Ausgleichsmaßnahmen aufgewendet werden. Diese Ausgleichsmaßnahmen müssen nicht in unmittelbarer Nähe erfolgen, sondern können über das ganze Stadtgebiet verteilt werden. Es kann sich dabei z. B. um die Umwandlung von für die Landwirtschaft nur wenig rentablen kleineren Grundstücken in z. B. Streuobstwiesen und kleine Teiche handeln. Damit könnten dann auch Bürger anderer Ortsteile von einer Berolzheimer Windkraftanlage profitieren.

Ein Antrag der Liste Land wurde bereits Ende 2010 im Stadtbauamt eingereicht, eine Behandlung im Stadtrat erfolgte aber erst Ende März 2011. Offensichtlich ist auch hier wieder Stadtbaumeister Geismann der Bremsklotz. Eine Stadtratsmehrheit für eine Windkraftanlage erscheint aber trotzdem aus momentaner Sicht möglich.

Eine Realisierung des Projektes erfordert erst einmal noch langwierige Planungs- und Genehmigungsprozesse, mit dem Bau kann kaum vor 2013 begonnen werden. Meiner Meinung nach stehen die Chancen einer Verwirklichung zur Zeit maximal bei 50 zu 50.

http://www.bbv-ls.de/haeufige-fragen-windkraft

 

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