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19. Februar 2011 6 19 /02 /Februar /2011 11:24

Neuer 2. Vorsitzender beim TV 1860 Bad Windsheim

Überraschung bei der Jahreshauptversammlung des TV 1860: Anstatt des bisherigen 2. Vorsitzenden Orell Schwarz wurde Karl Lampe gewählt. Über Hintergründe war in der Windsheimer Zeitung kein einziges Wort zu finden, so dass alles nach Harmonie pur aussah. Da Orell Schwarz an der Jahresversammlung wegen Krankheit nicht persönlich teilnehmen konnte, hatte er einen Brief (17.02.2011) an seine Sportkameraden geschrieben, wo er seine Gründe erläuterte, nicht mehr als 2. Vorstand zu kandidieren.

Richard Müller

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Liebe Sportkameradinnen und Sportkameraden des Turnrates,

nach langer und reiflicher Überlegung werde ich bei den anstehenden Neuwahlen nicht mehr als 2. Vorstand antreten. In den letzten zwei Jahren gab es keinerlei Zusammenarbeit des 1. und 2. Vorstandes, dies zeigt deutlich, dass diese Position mit meiner Person nicht erwünscht ist. Ich habe z.B. darum gebeten, eine Kopie der Finanzlisten der letzten Sitzung zu bekommen, diese Liste wurde mir nicht ausgehändigt. Wieso werden dem 2. Vorstand Listen vorenthalten? Die Vorstellung, wie ein so großer Verein zu führen sei, gehen zwischen unserem 1. Vorstand und mir in allen Punkten komplett auseinander.

Als Georg Gerhäuser z.B. Kritik an der 150-Jahr-Feier äußerte, wurde der 1. Vorstand laut und ausfällig. Die Handballer haben doch in der Vergangenheit gezeigt, dass sie mit Festlichkeiten dieser Art Erfahrung haben, diese hätte man nützen sollen. Wie kann es sein, dass der TV ein Zelt aufstellen lässt, das 4mal so teuer ist wie eines der zahlreichen Konkurrenten? Alle Festlichkeiten eines Vereins bringen einen satten Gewinn in die Kasse, nur nicht beim TV.

Einen Irrtum betreffend der Feierlichkeiten im Festzelt möchte ich noch klarstellen: Wie ich der WZ entnehmen konnte, habe der herbeigerufene Elektriker das Stromproblem behoben. Dieser Elektriker hat mir gegenüber ausgesagt, da könne er heute abend auch nichts mehr machen. Also haben die Tennisler alle verfügbaren Kabelrollen herbeigeschafft, um im Wechselbetrieb eine heiß gelaufene Rolle gegen eine kühle zu wechseln. Das alles außerhalb des Zeltes im strömenden Regen an einem Stromkasten. Ohne Strom wäre der ganze Abend ins Wasser gefallen, was die Tennisabteilung zu verhindern wusste. Honoriert wurde unser Einsatz leider überhaupt nicht. Ein Danke im Stillen hätte uns völlig genügt.

Bei Veranstaltungen der Tennisabteilung habe ich den Verlust immer selbst geschultert, statt das Geld der Mitglieder zu nehmen. Was machen wir denn beim nächsten Defizit des Hauptvereins, den Abteilungszuschuss ganz streichen?

Auf jeder Turnratssitzung wird ständig an mir und der Tennisabteilung herumkritisiert. Mich würde wirklich einmal interessieren, weshalb unser 1. Vorstand lieber gestern als morgen unsere Anlage abreißen möchte. Die Tennisabteilung ist im TV die einzige Abteilung, welche in Bad Windsheim einen Konkurrenten in der Stadt hat. Der Tennisclub setzt seit Jahren alles daran, spielstarke Mitglieder abzuwerben. Lehrer setzen ihre Schüler im Unterricht unter Druck, zum TC zu wechseln, genauso wie Ärzte ihre Patienten uvm. Einige Gute sind uns dennoch geblieben, so dass es heuer erstmals in der Bad Windsheimer Tennisgeschichte zum Stadtduell TC gegen TV kommen wird. Durch langjährige und kontinuierliche Jugendarbeit ist es uns gelungen, diesen Traum zu verwirklichen. Unsere Knaben sind in die höchste bayerische Liga aufgestiegen, dies gab es in Bad Windsheim noch nie! Und alles, was meinem 1. Vorstand einfällt, ist, mich seit Jahren als Abrechnungsbetrüger meiner Übungsleiterstunden hinzustellen. Dort, wo Kritik angebracht wäre wie z.B. bei einem meiner Vorgänger (dort wurden regelmäßig zwei Übungsleiter für einen Platz abgerechnet), da wird nichts unternommen. Bei keinem Übungsleiter führten die Abrechnungen zu Beanstandungen, lediglich bei meiner Frau und mir. Ist unsere Arbeit etwa zu erfolgreich für unseren Konkurrenten?

Die Bezahlung meiner SAG-Stunden von 2008 mit der Pastoriusschule stehen bis heute noch aus. Die geleisteten Übungsstunden für 2009 habe ich dem Verein aufgrund der leeren Finanzkasse geschenkt! Da ich meistens die Obergrenze meiner Übungsleiterstunden bereits im September erreiche, gebe ich die restlichen Monate ohne Vergütung!

Zum umstrittenen Toilettenbau der Tennisabteilung möchte ich folgendes zur Aufklärung beitragen: Das Katz-und-Maus-Spiel mit unserem Vereinswirt hat uns zu diesem Bau erwogen. Steht ein Spieltag an, werden die Türen am Vereinsheim geöffnet. Nun trifft die gegnerische Mannschaft ein, möchte sich umziehen, begibt sich zu den Umkleiden. Doch die Tür ist verschlossen, also wieder zurück, Schlüssel holen. So läuft dieses Szenario den ganzen Tag mehrmals ab. Wir sperren auf, er sperrt zu. Es wurden sogar schon Gäste in den Umkleiden und Toiletten eingesperrt. Der Vereinswirt möchte keinen Sand in seinen Sanitärräumen (das Gras der Fußballer scheint angenehmer zu sein). Diese Zustände kann ich meinen Gästen nicht zumuten.

Die Situation spitzte sich zu, als die neue Judohallentüre eingebaut wurde. Wieso wurde das Schloss gewechselt? Bis dato hatte jeder Tennisler die Möglichkeit, die Duschen und die Toilette zu benutzen, da der Tennisplatzschlüssel auch für die beiden Hallentüren passte.Zu unseren Toilettenanlage kann ich nur anführen, dass die Fäkalien in eine Grube geleitet werden. Diese ist dreifach gegen ein eventuelles Eindringen ins Erdreich gesichert. Ab einer bestimmten Füllmenge wird die Grube entleert. Es erfolgt also keinerlei illegale Entsorgung im angrenzenden Flußbett, wie mein 1. Vorstand immer vermutet. Lediglich das Regenwasser der Hütte und der Plätze wird in das Flußbett geleitet. Diese Maßnahme wurde jedoch schon damals zum Bau der Tennisanlage veranlasst.

Da sich meine berufliche Situation dahingehend geändert hat, dass ich mit meiner Familie das Café Kiwi seit Januar führe, werde ich bei den anstehenden Sitzungen fehlen. Durch die Protokolle des neu gewählten Schriftführers werde ich auf dem Laufenden bleiben. Wenn ich unseren Cafébetrieb um 18 Uhr schliesse, gehe ich täglich im Anschluss zum Training. Mein Tag endet dann zwischen 21 und 22 Uhr. Montag bis Sonntag. Ich möchte nicht auf das Training verzichten, dazu habe ich zu viel Spaß mit den Kindern und ein Familienleben möchte ich auch noch führen.

Ich wünsche Euch weiterhin eine erfolgreiche Vereinsarbeit.

Mit sportlichen Grüßen,
Orell Schwarz

 
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