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18. Oktober 2013 5 18 /10 /Oktober /2013 06:25

Schreiben an die Lausitzer Rundschau

Liebe Redaktion der Lausitzer Rundschau,

im vergangenen Jahr gewann ich beim Reisegewinnspiel eine Reise nach Bad Windsheim. Nahezu ein Jahr hat es gebraucht, dass die Termine des Hotels mit den meinigen überein stimmten. Aber was lange währt, wird gut, in unserem Fall besonders gut.

Das Hotel Späth in Bad Windsheim, in unmittelbarer Nähe zum Kurpark und 7 Gehminuten von der Franken-Therme entfernt, beherbergte uns vom 28.08.2013 bis 01.09.2013.  Das Hotel  ist sehr Service orientiert. Hier ist der Gast noch König. Wir haben uns sehr wohlgefühlt.

In der Umgebung befinden sich viele Ausflugsziele. Die Stadt Rothenburg ob der Tauber ist eine Kleinstadt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach. Bis 1803 war sie eine Reichsstadt und ist heute mit ihrer weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Altstadt eine weltbekannte Touristenattraktion. In der Weltweit größten Ausstellung der Käthe Wohlfahrt von traditionellem deutschenWeihnachtsschmuck, konnten wir uns bereits schon einstimmen auf das bevorstehende Weihnachtsfest.

Aber auch Bad Windsheim hat eine interessante Geschichte. Bei einer Stadtführung tauchten wir in die Historie ein, schauten durch archäologische Fenster und unterirdische Ausstellungen.

Der Kurort und Quellort (Krönungsquelle) für einige Mineralwasserfirmen zeichnet sich durch seine ländliche Prägung und die Ausrichtung auf Kultur und Fremdenverkehr aus. Ein erster urkundlicher Hinweis auf eine Ansiedlung findet sich im Jahr 741. Anlässlich der Gründung der Diözese Würzburg schenkte Herzog Karlmann der Domkirche die Windsheimer Martinskirche. Während Windsheim noch 1234 erstmals als Markt („forum“) bezeichnet wurde, wurde die Stadt schon 1248 zur Reichsstadt ernannt und war als solche nur dem Kaiser unterstellt.

Die Solequellen in Windsheim wurden erstmals 1752 von Wilhelm Simon Carl Hirsching als „Gesundbrunnen auf dem Kehrenberg“ beschrieben. Im Jahr 1906 wurde daher das Kurhaus errichtet. Am 20. Juni 1961 wurde Windsheim zum Bad ernannt.[ 1982 wurde das Fränkische Freilandmuseum eröffnet. In den folgenden Jahren wurden weitere Einrichtungen geschaffen, so erfolgte 1999 die Eröffnung des Kur- und Kongress-Centers und 2005 mit der Franken Therme die Errichtung einer Thermalbadelandschaft mit Wellness- und Saunabereichen. Die sanierte Spitalkirche wurde 2006 als Museum „Kirche in Franken“ eingeweiht.

Die dort gezeigte Ausstellung zur Geschichte der Konfirmation bot auf besondere Art und Weise einen interessanten Einblick, auch für uns konfessionslose Touristen. Der Besuch des Dachbodens lies und Gänsehaut bekommen vor Respekt vor den damaligen Handwerkern. 2007 erhielt die Stadt Bad Windsheim den Deutschen Tourismuspreis, das zurecht wie wir erfahren durften.

Ein weiteres Ziel unserer Kurzreise war das Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim. Ein 45 Hektar großes Museumsgelände am Rand der Altstadt von Bad Windsheim. Die Errichtung des Freilandmuseums in der Trägerschaft des Bezirks Mittelfranken wurde am 27. Juli 1976 vom Bezirkstag beschlossen. Im Frühjahr 1979 wurde mit dem Aufbau von Gebäuden begonnen, die von ihren ursprünglichen Standorten in das Museumsgelände versetzt wurden.

Dieses ist in Häusergruppen gegliedert und es werden dort ständig weitere Gebäude aus Mittelfranken möglichst originalgetreu wiederaufgebaut. Mittlerweile stehen über 100 Gebäude im Museumsgelände, jährlich kommen eines bis zwei weitere hinzu. Interessant sind auch die Schauvorführungen, bei denen Handwerker ihre Fähigkeiten zeigen. Dabei erleben die Besucher, wie Zimmerleute, Schreiner, Steinmetze, Glaser, Büttner oder Schmiede früher gearbeitet haben. Diese Kenntnisse werden auch zum Aufbau und der Pflege des Museums benötigt.

Auf dem Gelände werden Theaterstücke aufgeführt, regelmäßig Lesungen veranstaltet und Führungen zu Spezialthemen angeboten. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Seminarprogramm, das sich an Laien und Fachleute wendet. Schulklassen können aus 30 verschiedenen Aktionen zu unterschiedlichen Themengebieten für verschiedene Altersgruppen auswählen.

Dieser Besuch war für uns besonders wertvoll, da wir für unseren kleinen Ausstellungsraum viele Anregungen mitnehmen konnten. Auffällig war für uns überall, die kleinen Eintrittspreise wenn es um die Kultur geht. Nicht zu vergleichen was man bei uns dem Bürger dafür abverlangt.

Der ca. 30 Hektar große Kurpark mit einer sehenswerten Allee und einer einmalig schönen Bepflanzung war an diesen Tagen öfter unser Ziel. Die Stadt hat eine eigene Gärtnerei, die hier mit viel Phantasie und Engagement ihr Tagewerk verrichtet. Offensichtlich ist dafür auch das Geld vorhanden.

Hinter dem Kurpark befand sich die Frankentherme, in der wir es uns 2x gut gehen ließen. Sie  umfasst ein Thermal-Sole-Bad, Sauna, Wellness-Bereich und eine Gaststätte; folgende Thermalsolebecken stehen zur Verfügung: ein Hallenbecken mit 1,5 % Sole, 32-34 °C, ein Außenbecken mit 1,5 % Sole, 28-34 °C, ein Hallenbecken mit 4 % Sole, 34-36 °C, ein Hallenbecken mit 12 % Sole, 36 °C und Europas größter, ganzjährig beheizter 750 Quadratmeter große Salzsee mit der Atmosphäre des Toten Meeres. Das war für uns  ein besonderes Erlebnis.

Egal wo wir waren, Verkaufsstellen, Gastronomie, Museum, Hotel……die Freundlichkeit der Menschen dort fiel uns besonders auf und läßt uns neue Pläne schmieden, die Region noch einmal zu besuchen.

Wir bedanken uns als langjährige Leser der LR bei Ihnen für diesen Gutschein, bei dem Hotel Späth für den schönen Aufenthalt und möchte die Menschen auffordern, dieses schöne Fleckchen Erde zu entdecken.

Roswitha und Frank Petschick

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