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11. April 2010 7 11 /04 /April /2010 07:31

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, verehrte Stadtratsmitglieder,

im Englischen gibt es eine Redewendung, "to whom it may concern", übersetzt: "an die, die es angeht".

 

an die, die es angeht

Sie versuchen für Bad Windsheim eine Chance zunichte zu machen, die einmalig ist. Sie versuchen zu verhindern, dass behinderte Menschen, dass Kinder und Jugendliche, sich hier in unserem Bad Windsheim im europäischen Geiste treffen. Sie versuchen zu verhindern, dass unsere Zukunft, denn die Kinder sind unsere Zukunft, hier in Bad Windsheim eine Chance hat. Sie versuchen damit zu verhindern, dass in Bad Windsheim ein Projekt von europäischer Einmaligkeit entsteht und damit auch Bad Windsheim einen weit reichenden, einen europäischen Ruf erhalten würde. Bad Windsheim, die gesamte Region, bedankt sich dafür.

 

an die, die es angeht

Es wurden alle Forderungen erfüllt. Es wurden Standsicherheitsgutachten, Lärmschutzgutachten und vieles andere mehr erstellt. Es hat nichts geholfen. Das Schullandheimwerk hat versucht mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen. Hier bestand überhaupt  kein Interesse darauf einzugehen – soweit zu den Informationen. Und bei der minutiösen, generalstabsmäßigen Planung des Ablaufes wird auch klar, dass alle Informationen, die von der Stadt und dem Bauherrn gegeben wurden in erster Linie gegen das Projekt verwendet wurden. Deshalb glaube ich auch keine Aussage, die eine Bereitschaft zur Mitarbeit ausdrückt. Man will das Schullandheim schlicht verhindern.

Und zum Irrglauben bezüglich des alten Grundstückes. Das Schullandheimwerk hat deutlich gesagt, dass dies das wohl schlechteste Grundstück sei, das sie kennen. Es wurde auch festgestellt, dass dort nie ein Schullandheim entstanden wäre. Diese Tatsache wurde meinem Vorgänger übrigens bereits im November 2007 mitgeteilt.

 

an die, die es angeht

Sie versuchen zu verhindern, dass hier in unserem Bad Windsheim, im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim im strukturschwachen Westmittelfranken 5,8 Millionen verbaut werden. Die Bauwirtschaft wird es Ihnen danken. Sie versuchen zu verhindern, dass neue Arbeitsplätze in Bad Windsheim entstehen. Unsere Arbeitslosen werden es Ihnen danken.

 

an die, die es angeht

Sie nehmen billigend in Kauf, dass unzählige Aufträge, die zum weiteren Betrieb des Schullandheimes nötig gewesen wären, für unsere heimische Wirtschaft verloren gehen könnten. Die vielen kleinen Einkäufe der Kinder, die nicht gegessenen Eistüten. Die Wirtschaft wird es Ihnen danken. Allein die Aufenthalte der Kinder und Jugendlichen hätten unsere Übernachtungszahlen deutlich steigen lassen. Vielen Dank.

 

an die, die es angeht

Sie versuchen zu verhindern, dass in Folge des Aufenthalts ihrer Kinder unzählige Eltern Bad Windsheim besuchen. Die gesamte Stadt bedankt sich dafür. Sie haben mit Ihrem Vorgehen billigend in Kauf genommen, den Ruf des Schullandheimwerkes dauerhaft zu schädigen. Wenigsten das wird Ihnen nicht gelingen. Das Schullandheimwerk wird vielmehr gestärkt aus all diesen Anwürfen hervorgehen.

 

an die, die es angeht

Der bayerische Landtag, bayerische Minister und eine große Zahl von Sponsoren haben auf das europäische behindertengerechte Schullandheim in Bad Windsheim gesetzt. Vielen Dank, dass Sie versuchen dieses Vertrauen nachhaltig zu erschüttern.

 

Das Fränkische Freilandmuseum hat bereits große Vorbereitungen getroffen, die erwarteten Schüler pädagogisch zu betreuen. Der Ruf unseres Museums wäre um ein Vielfaches gesteigert worden. Das Museum wird sich bei Ihnen dafür bedanken. Es soll hier ein Haus mit höchstem Bildungsanspruch entstehen, nicht eines wo Kinder nur herumtollen.

 

an die, die es angeht

Wenn sie all dies unternommen haben, um zu verhindern, dass ich als neuer erster Bürgermeister dieser Stadt den Grundstein für dieses einmalige Haus legen kann, dann erachte ich diesen Schaden für mich als gering. Aber was viel entsetzlicher ist, in diesem übersteigerten Drang haben Sie billigend in Kauf genommen für Ihre, für unsere Heimatstadt einen unermesslichen Schaden anzurichten. Das ist das eigentlich Schreckliche.

Sie haben bereits in ihrer ersten Unterschriftenliste gezeigt, was Ihnen vorrangig wichtig ist, nämlich der Immobilienwert ihres Grundstückes. Und ewig wird mir der Satz eines Anwohners in Erinnerung bleiben: Kinder müssen sein, Kinder müssen spielen – nur nicht hier an diesem Ort.

Sie haben ständig versucht mit dumpfester Stimmungsmache das Schullandheim zu unterminieren. Ich erinnere nur an die versinkenden Mähdrescher und ähnliches. Die Aussage man fühle sich ernsthaft in seinem Leben bedroht toppt das alles noch.

Und wenn sich dann heute Mittag im Radio eine Dame aus dem Galgenbuck als anonyme Sprecherin der Anwohner unter dem Tenor: „Wir die Anwohner“ äußert, dann wirft das leider wieder ein sehr bezeichnendes Bild auf die ganze Sache. Nur zur Aufklärung – sie wohnt in der Hans-Schäufelein-Strasse. Ich wusste nicht, dass der Galgenbuck jetzt auch schon zum Mühlfeld gehört.

 

an die, die es angeht

Karfreitag ist vergangen, es ist Ostern. Das Licht ist wieder auf die Welt gekommen. Und so wie das Licht wiedergekommen ist, werden wir an diesem einmaligen Projekt festhalten.

Wir werden nicht aufgeben, wir werden weiter für unsere Kinder, für unsere Behinderten und für den europäischen Gedanken kämpfen. Wir werden zu unseren Sponsoren fahren und Ihnen die Situation erklären. Wir werden Ihnen erklären, dass es nicht sein kann, dass zwei Kläger und hinter Ihnen eine kleine Minderheit so einen Schaden für eine Stadt anrichten kann. Denn es muss noch mal klar gesagt werden, dass die zwei Beschwerdeführer nicht allein stehen. Dieses gesamte Vorgehen ist minutiös geplant und von langer Hand vorbereitet. Beim letzten Gespräch mit den Klägern kam auch deutlich zum Ausdruck, dass die Hintermänner nicht gewillt sind einzulenken. Diese Hintermänner wollen nicht in der Öffentlichkeit auftreten, sie wollen nur Bad Windsheim Schaden zufügen. Wir können nicht zulassen, dass diese Gruppe Erfolg hat. Wir werden dagegen vorgehen, wir werden kämpfen und ich bin davon überzeugt, wir werden siegen.

 

to whom it may concern, ----  an die, die es angeht, denn es sind alles ehrenwerte Menschen.

 

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit

 

Meine (RM) Anmerkung: Ledertheils Rede wurde in der WZ als polemisch bezeichnet. Man kann diese Rede auch als sehr bemerkenswert, engagiert, leidenschaftlich und emotional bezeichnen. Der Leser möge sich sein Urteil selber bilden.

 

 

 

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