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19. Dezember 2010 7 19 /12 /Dezember /2010 20:24

Dr. Hammer hat massive Zweifel am KSV- Management.

Der Oberbürgermeister von Dinkelsbühl und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der KSV, Dr. Christoph  Hammer, sieht keine persönliche Mitschuld an der Misere. Dr. Hammer macht hauptsächlich äußere Umstände verantwortlich, wie den Preisanstieg des Holzpreises und technische Probleme mit der Anlage. Insbesondere bestehen Zweifel, ob die KSV-Anlage überhaupt der Referenzanlage in Südtirol entspricht, man kann nicht ausschließen, dass bestimmte Teile der Pyrolyseanlage- Anlage ohne Kenntnis der Gesellschafter weggelassen wurden. Ein für solche Anlagen unverzichtbares Ersatzteillager wurde möglicherweise nicht vorgehalten.

Im Sommer 2010 wurde dem Aufsichtsrat noch ein kleines Plus für das laufende Jahr vorhergesagt, nur kurze Zeit später wurde dann ohne nachvollziehbare Gründe von 2,4 Millionen € Defizit gesprochen, es bestehen erheblich Zweifel, ob die Geschäftsleitung immer offen kommuniziert hat. Im Nachhinein entstehen jetzt auch Zweifel, ob die gelieferten Zahlen auch immer der Wirklichkeit entsprochen haben. Die beiden Geschäftsführer befinden sich momentan im Krankenstand.

Die Preissteigerung beim Holz konnte man laut Dr. Hammer angeblich nicht vorhersehen, in Zukunft will man sich von teilweise unzuverlässigen Monopollieferanten trennen, um dann anderweitig z. B. im Kommunal- und Staatsforstbereich günstiger einzukaufen.

Der Kontrollauftrag des Aufsichtsrates wurde angeblich nicht vernachlässigt, Fragen an die Geschäftsleitung wurden von dieser jedoch sehr oft nur zögerlich beantwortet, so dass es möglicherweise deswegen versäumt wurde, negative Anzeichen schon früher zu erkennen. 

Als Standort ohne bereits vorhandene Wärmeabnehmer wurde bewusst Waldeck ausgesucht, man glaubte dadurch, einen besonderen Ansiedlungsanreiz für wärmeabnehmende Betriebe zu haben. Im Falle bereits vorhandener Betriebe wäre eine sofortige Wärmeabnahme in den meisten Fällen eher unwahrscheinlich gewesen, weil dann in jedem Falle eine Heizung bereits vorhanden gewesen wäre. Mit der Tanzmetropole Neustädtlein wurde ein Wärmeabnahmevertrag abgeschlossen, der jedoch erst nach einem größeren Hotelanbau verwirklicht wird.

Der Aufsichtsrat wartet jetzt auf das Testat eines externen Wirtschaftsprüfers und will schnellstens einen Termin für einTreffen mit der Kreditgeberseite vereinbaren, um Zeit zu gewinnen. Bevor diese Gespräche nicht geführt sind, wird die Stadt Dinkelsbühl keine weiteren finanziellen Leistungen erbringen. Dr. Hammer hält die KSV nach wie vor für den richtigen Weg, um Klärschlamm dezentral zu verarbeiten und glaubt fest daran, dass die Anlage noch auf einen guten Weg zu bringen ist.

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