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28. November 2009 6 28 /11 /November /2009 08:42
Merkwürdige Widersprüche! 
Schenkt man den Berichten der WZ Glauben, so scheint es, als ob Bewegung in die Sache kommt. Da heißt es, „ … Die Stadt Bad Windsheim hat vom Landrat für kommenden Montag den schon lange gewünschten Gesprächstermin zusammen mit dem Vorstand der Kreiskliniken, Gerhard Habermeier, erhalten. ..“. Ich frage mich, wie es sein kann, dass der Stadtrat lange auf einen Termin warten muss und warum man nicht schon seit Monaten zusammengekommen ist?

Das ist doch genau das Problem an der Krankenhaussache: vor einen Jahr erfährt man mehr oder weniger zufällig, dass es Umstrukturierungen geben soll. Der Mann, der hätte aufklären können und müssen (Habermeier) , ist nach der „Wochenendsitzung“ für ein paar Wochen in den Urlaub gefahren und hinterließ Ratlosigkeit. Es folgte ein hin und her zwischen Unschuldsbeteuerungen und Vorwürfen. Jetzt, da das Kind im Brunnen liegt, spricht man miteinander. Da bekommt doch immerhin der Stadtrat einen Termin und die drei „Sinnlosen“, - wenn ich den Bürgermeister von Emskirchen einmal zitieren darf - , also die Initiatoren, dürfen auch mit dem Landrat reden. Da frage ich mich als Bürger: warum eigentlich? Und warum erst jetzt? Was ist heute anders als noch vor ein paar Monaten? Gut, man hat Unterschriften gesammelt und breite Unterstützung der Bürger von Bad Windsheim erhalten. Einverstanden, aber kreisweit noch kein Weltuntergang.

Der Verwaltungsrat wusste, dass die Unterschriftenlisten da sind, er hat trotzdem entschieden. Der Verwaltungsrat hat also faktisch gesagt, .... ist uns doch egal, was die Bürger wollen.

Warum also jetzt die vielen Gespräche? Fensterreden, substanzlose Pflichttermine, Zeitvergeudung, oder gibt es was zum Verhandeln? Sind Verhandlungen der erste Schritt, den Verwaltungsrat zu entmachten? Der WZ zufolge gibt es immerhin jetzt mehr Transparenz: "...Einen Lichtblick für die Kurstadt stellte das Entgegenkommen des Landrats dar, als Dr. Ekkehard Schell im Auftrag seiner Ärztekolle­gen Ekkehard Schreibelmayer und Bernd Schnizlein darum bat, ob nicht künftig auch die Stellvertre­ter der acht Verwaltungsräte - unter ihnen die beiden Bad Windsheimer Schreibelmayer und Wolfgang Eck­ardt - als nicht Stimmberechtigte an den Sitzungen des Klinikenverwal­tungsrates teilnehmen und mitdi­skutieren können. „Mehr Transpa­renz und Beteiligung von Kurstäd­tern, eine breitere Diskussion“ sei dabei das Ziel. Dem stimmte der Landrat und das gesamte Gremium zu. ". Man höre und staune. Aus einem Gremium unter Ausschluss der Öffentlichkeit wird etwas Transparentes?

Und wenn es etwas zum Verhandeln gibt: Wer hat Verhandlungsmasse? Wer will sein Gesicht verlieren, wer nicht? Was passiert eigentlich, wenn der Bürgerentscheid aus Sicht der Initiatoren verloren geht? Die Initiatoren haben sicherlich dann nichts verloren, weil ja nur der Stand gilt, der schon vorher beschlossen wurde. Wann wird umgesetzt? Und warum wird nicht voll umgesetzt, wie man schon wieder lesen konnte. Warum die ganze Aufregung, wenn das Oberender-Konzept eben nicht 1 zu 1 umgesetzt wird. Die WZ schreibt am Mittwoch: „Die früheste mögliche Maßnahme wäre die Verlegung der Geburtshilfe von Bad Windsheim nach Neustadt zum 1. April – also nach dem Termin des Bürgerentscheids am 28. Februar 2010. Davon sei die Gynäkologie, wie im Gutachten von Oberender noch vorgesehen, nicht betroffen.“ Aha, so so..........

Jetzt muss ich doch mal alle fragen, was eigentlich gilt. Ich hätte erwartet, dass der Kreis klar sagt, wenn wir gewinnen (also das Bürgerbegehren der Windsheimer verliert) setzen wir Oberender 1 zu 1 um. Und jetzt schon die ersten Rückzieher? Dem widerspricht schon dieser windelweiche Gegenentwurf. Fehlt nur noch als Anmerkung, dass sich der Kreis Frieden und Gesundheit auf der ganzen Erde wünscht und dass das Wetter immer schön bleibt. Was ist da im Busch, das wir (noch) nicht wissen dürfen?

Wenn es doch Änderungen am Oberender- Konzept gibt, warum hat man dann nicht in den letzten Monaten verhandelt? Wie sagt Kempe: „Dem Verwaltungsrat wurde nicht geglaubt, Herr Habermeier wurde für befangen erklärt und in Professor Oberender wurde viel investiert, nun glaubt man ihm auch wieder nicht“. Man müsste ergänzen: jetzt fällt uns unser Klinikvorstand in den Rücken und will das Oberender-Gutachten auch schon nicht mehr so umsetzen.

Es liegen Tonnen von Porzellan (zerschlagen) in den wieder aufgerissenen Gräben. War das nötig, wenn es jetzt plötzlich doch Verhandlungen gibt?
 
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