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17. Januar 2014 5 17 /01 /Januar /2014 16:28

KKT ist kein Problemfall! + K

Als Geschäftsführer der KKT bin ich leider gezwungen, Ihren Bericht über die KKT vom 16.01.2014 richtig zu stellen:

In meiner rund fünfjährigen Geschäftsführertätigkeit für die KKT haben sich die Übernachtungszahlen in Bad Windsheim wie folgt entwickelt: 2009: 285.144, 2010: 336.525, 2011: 345.757, 2012: 364.750, 2013 voraussichtlich ca. 360.000 (Dezemberergebnis steht noch nicht fest). Wie kann jemand bei dieser Entwicklung von schlechtem Marketing sprechen? Trotz der Schließung des Hotels Residenz im September haben wir voraussichtlich das zweitbeste Übernachtungsergebnis in der Geschichte von Bad Windsheim im vergangenen Jahr erzielt. Jeder zusätzliche Übernachtungsgast in Bad Windsheim belebt auch die Innenstadt.

Die 20 Touristinformationspunkte in der Altstadt leisten hervorragende Arbeit und erfüllen in Ihrer Gesamtheit die Aufgaben einer zweiten Touristinformation in der Stadt. Verwunderlich ist, dass die Stadtverwaltung selbst noch keinen eigenen Touristinformationspunkt im Rathaus eingerichtet hat. Bei der letzten Fachausschusstagung „Nachhaltiger Tourismus“ des Deutschen Tourismusverbandes  in Bad Windsheim waren die Mitglieder beim Stadtrundgang sehr begeistert von den Touristinformationspunkten und bezeichneten dies als „geniale Idee.“ Dies und weitere positive Stimmen aus touristischen Fachkreisen hat mich bewogen, dass sich die KKT mit diesem Projekt für den Deutschen Tourismuspreis 2014 bewerben wird. Aktuell bereiten wir schon unsere Bewerbung vor.  Deshalb ist es für meine Mitarbeiter schon enttäuschend, dass dieses innovative Konzept vor Ort schlecht geredet wird.

Zur Belegung des KKC Bad Windsheim ist folgendes zu nennen: die Anzahl der stattfindenden Veranstaltungen pro Jahr ist seit meinem Dienstbeginn im Jahr 2009 annähernd gleich geblieben. Hierzu ist anzumerken, dass sich die Wettbewerbssituation durch die  steigende Anzahl ähnlicher Versammlungsstätten im Umkreis von 100 km erheblich verschlechtert hat. Durch eine Anpassung der Kosten konnte allerdings eine erhebliche Erlössteigerung erzielt werden. Richtig ist, dass die Schließung des Hotels Residenz aktuell unsere Wettbewerbsposition verschlechtert hat. Unabhängig davon bietet  das KKC Bad Windsheim im Jahr 2014 eine größere Vielfalt an kulturellen Veranstaltungen für Bad Windsheimer Bürger und Gäste. Die Übersicht der Veranstaltungen finden Sie unter http://www.kkc-tagen.de/aktuelles/kulturelle-veranstaltungen.html

Zur Verbesserung der Wettbewerbsposition ist es für das KKC wichtig, dass unser Tagungsangebot auf der Startseite von  Bad Windsheim deutlicher in Erscheinung tritt. Ich habe deshalb schriftlich beim 1. Bürgermeister beantragt, dass die Startseite von  Bad Windsheim in Zukunft von der KKT gestaltet wird. Wir brauchen eine touristisch geprägte Startseite wie z.B. Bad Steben und  Scheidegg. Der potentielle Tagungskunde gibt in der Regel "Bad Windsheim" und nicht "kkc-tagen.de" ein und findet dann aktuell unsere Angebote nur schlecht.

Was meine Person betrifft, ist es richtig, dass ich in der Regel pro Jahr zwei einwöchige Seminare zur Steigerung der individuellen Führungskompetenz an der Führungsakademie der Bundeswehr besuche. Gäbe es für mich diese Möglichkeit über die Bundeswehr nicht, dann würde ich auf Firmenkosten ähnliche Seminare besuchen, denn es ist aus meiner Sicht auch eine Pflicht eines Geschäftsführers, ständig an seiner Führungskompetenz zu arbeiten. Hier ist der Vorteil für Bad Windsheim, dass meine Personalkosten für diese Zeiträume zusätzlich von der Bundeswehr übernommen werden. In diesem Jahr habe ich z.B. wieder eine Zusage für das Seminar „Veränderungsmanagement“ im Juni erhalten.

Beide Firmen (Therme + KKT) können bei professionellem Zeitmanagement von einem Geschäftsführer ohne Probleme geführt werden, wenn man in der Lage ist, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Hätte ich Probleme damit, dann hätte ich im Aufsichtsrat darüber geredet.

Richtig ist, dass Herr Rengier die KKT zum 30.03. auf eigenen Wunsch verlässt. Ebenso wird eine weitere Ganztagsstelle neu besetzt, da sich eine Mitarbeiterin in den Erziehungsurlaub abgemeldet hat. Hier bin ich zuversichtlich, dass wir in Kürze kompetente Neubesetzungen vornehmen können. Diese Veränderungen werde ich auch nutzen, um die Organisation in der KKT in Teilbereichen neu auszurichten. Weiterhin bringen neue Mitarbeiter in der Regel auch einen Innovationsschub für ein Unternehmen.

Das Marketing für die Altstadt kann man natürlich weiter intensivieren. Dies ist allerdings nur möglich, wenn hierfür von der Stadt Bad Windsheim zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. Leider kann man mit Marketing für die Altstadt kein Geld verdienen. Unsere erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit kann man aktuell sehen am Bericht in der aktuellen Ausgabe der TINA ( Auflage 518.000 Exemplare) auf Seite 72, oder demnächst im Filmbeitrag des SWR über Bad Windsheim, der am 04.02. um 17.05 Uhr in der Sendereihe „Kaffee oder Tee- Gute Reise“ ausgestrahlt wird.

Insgesamt steht die KKT GmbH aktuell gut da. Sie finanziert sich im Wesentlichen  durch einen Festzuschuss von der Stadt Bad Windsheim, der während der letzten 5 Jahre unverändert geblieben ist, einem Erfolgsbeitrag, wenn die Kurbeitragseinnahmen einen gewisse Schwelle überschreiten, sowie den Umsatzerlösen für Tagungen im KKC. Im Geschäftsjahr 2012 betrug das Umsatzvolumen rund 1.1 Mio. €.  Bedingt durch die Ausgaben für das Jubiläum „50 Jahre Heilbad“ ist bis zum 31.12.2012 ein Verlust in Höhe von rund 20.000 € aufgelaufen. Nach den mir aktuell vorliegenden Zahlen wird das abgelaufene Geschäftsjahr 2013 mit einem Gewinn von rund 25.000 € abschließen, so dass der Verlustvortrag vollständig ausgeglichen wird.

Hubert Seewald

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Hallo Herr Seewald,
könnten Sie zu den Übernachtungszahlen bitte folgende Daten ergänzen:
- Bettenkapazität in Bad Windsheim ohne die Kliniken jeglicher Art, also nur Hotels, Gasthöfe und private Anbieter
- durchschnittliche Auslastung dieser Bettenanbieter.
Würde sehr hilfreich sein, schwer vorstellbare Angaben mal ein bisschen zu überprüfen.
Besten Dank im Voraus und mit freundlichen Grüßen
Dieter Seiboth

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Sehr geehrter Herr Seiboth,

um nicht dem Vorwurf der Manipulation von Daten ausgesetzt zu sein, verwende ich grundsätzlich nur belastbare Daten. Die genannten Übernachtungsdaten entstammen der Erfassung und Veröffentlichung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung. Meldepflichtig sind alle  Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Betten. Dies bedeutet, dass die tatsächlichen Übernachtungszahlen noch etwas höher sind, da die Ergebnisse der Kleinvermieter nicht mitgezählt werden. Auf diesen Zahlen basieren alle touristischen Zahlenveröffentlichungen wie z.B. vom Tourismusverband Steigerwald, Tourismusverband Franken, Bayerische Heilbäderverband und Deutscher Tourismusverband. Diese einheitliche Erfassung ermöglicht vergleichbare Aussagen und Bewertungen. Jegliche andere Datenerhebung von uns könnte mit Recht angezweifelt werden.

Da nach dem Meldegesetz nur die Gesamtzahl veröffentlicht wird, ist ein Rückschluss auf einzelne Betriebsarten nicht möglich. Die Zahlen zeigen ja auch nur die Tendenz an. Man erkennt, ob sich in einem bestimmten Zeitraum die Gesamtsituation verbessert oder verschlechtert hat. Bei einer Einzelbetriebsbetrachtung wäre ein Detailanalyse erforderlich, die auch betriebswirtschaftliche Elemente enthalten muss. Das Beispiel Residenz zeigt, dass eine sehr gute Auslastung nicht zwangsläufig ein gutes Geschäftsergebnis bedingt.  

Zahlen von Einzelbetrieben dürfen wegen des Datenschutzgesetzes nur mit Genehmigung des jeweiligen Betriebes veröffentlicht werden. Die Meldungen zur Berechnungen des Kurbeitrages dürfen deshalb auch einzig und allein nur zur Berechnung des Kurbeitrags verwendet werden. Als Geschäftsführer der KKT habe ich dafür Sorge zu tragen, dass dies auch so gehandhabt wird, denn sonst würde ich mich persönlich strafbar machen.  

Die Bettenkapazität der einzelnen Häusern findet man im jeweils gültigen Unterkunftsverzeichnis. Die Übernachtungen in die Kliniken sind in den letzten fünf Jahren weitgehend konstant.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, dann können Sie jederzeit mit mir einen Termin vereinbaren.

Hubert Seewald

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Kommentare

Hubert Seewald 01/20/2014 10:41

Sehr geehrter Herr Seiboth,
um nicht dem Vorwurf der Manipulation von Daten ausgesetzt zu sein, verwende ich grundsätzlich nur belastbare Daten. Die genannten Übernachtungsdaten entstammen der Erfassung und Veröffentlichung
des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung. Meldepflichtig sind alle Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Betten. Dies bedeutet, dass die tatsächlichen Übernachtungszahlen
noch etwas höher sind, da die Ergebnisse der Kleinvermieter nicht mitgezählt werden. Auf diesen Zahlen basieren alle touristischen Zahlenveröffentlichungen wie z.B. vom Tourismusverband
Steigerwald, Tourismusverband Franken, Bayerische Heilbäderverband und Deutscher Tourismusverband. Diese einheitliche Erfassung ermöglicht vergleichbare Aussagen und Bewertungen. Jegliche andere
Datenerhebung von uns könnte mit Recht angezweifelt werden.
Da nach dem Meldegesetz nur die Gesamtzahl veröffentlicht wird, ist ein Rückschluss auf einzelne Betriebsarten nicht möglich. Die Zahlen zeigen ja auch nur die Tendenz an. Man erkennt, ob sich in
einem bestimmten Zeitraum die Gesamtsituation verbessert oder verschlechtert hat. Bei einer Einzelbetriebsbetrachtung wäre ein Detailanalyse erforderlich, die auch betriebswirtschaftliche Elemente
enthalten muss. Das Beispiel Residenz zeigt, dass eine sehr gute Auslastung nicht zwangsläufig ein gutes Geschäftsergebnis bedingt.
Zahlen von Einzelbetrieben dürfen wegen des Datenschutzgesetzes nur mit Genehmigung des jeweiligen Betriebes veröffentlicht werden. Die Meldungen zur Berechnungen des Kurbeitrages dürfen deshalb
auch einzig und allein nur zur Berechnung des Kurbeitrags verwendet werden. Als Geschäftsführer der KKT habe ich dafür Sorge zu tragen, dass dies auch so gehandhabt wird, denn sonst würde ich mich
persönlich strafbar machen.
Die Bettenkapazität der einzelnen Häusern findet man im jeweils gültigen Unterkunftsverzeichnis. Die Übernachtungen in die Kliniken sind in den letzten fünf Jahren weitgehend konstant.
Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, dann können Sie jederzeit mit mir einen Termin vereinbaren.
Hubert Seewald

Dieter Seiboth 01/18/2014 17:23

Hallo Herr Seewald,
könnten Sie zu den Übernachtungszahlen bitte folgende Daten ergänzen:

- Bettenkapazität in Bad Windsheim ohne die Kliniken jeglicher Art, also nur Hotels, Gasthöfe und private Anbieter
- durchschnittliche Auslastung dieser Bettenanbieter.

Würde sehr hilfreich sein schwer vorstellbare Angaben mal ein bisschen zu überprüfen.

Besten Dank im Voraus und mit freundlichen Grüßen
Dieter Seiboth

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