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8. Juli 2012 7 08 /07 /Juli /2012 10:18

Unattraktive Angebote für Landwirte.

Manche Landwirte hatten sich wohl schon Hoffnungen auf zusätzliche Einnahmen gemacht, nachdem bekannt wurde, dass die in Iphofen ansässige Weltfirma Knauf in den Ortsteilen Oberntief, Unterntief, Rüdisbronn und Berolzheim mit Bohrungen nach Gipsvorkommen beginnen würde. Mittlerweile sind die Bohrungen beendet und es wurde auch bekannt, dass die bisherigen Angebote für die Landwirte wohl kaum attraktiv sind.

So wurde mitgeteilt, dass nur 600 € je ha als Ertragsausfall für die Zeit des Gipsabbaues vorgesehen ist, dies ist kaum mehr, als der mittlerweile schon fast übliche Pachtpreis. Zusätzlich soll es dann noch 1,28 € je qm (nicht cbm!!) Gipsvorkommen geben. Das bedeutet, dass es diese 1,28 € unabhängig davon gibt, ob die Gipsschicht 2 Meter, oder 10 Meter stark ist.

Es kann durchaus sein, dass sich das Gipsvorkommen nicht auf das ganze Grundstück erstreckt. Das Grundstück wird nach der Ausbeutung rekultiviert, die dann zu erwartenden Ertragsminderungen sollen über einige Jahre ausgeglichen werden. Nach bisherigen Erfahrungen muss oft mit einer deutlichen Verschlechterung der Bodenqualität gerechnet werden, wenn ausgebeutete Grundstücke wieder rekultiviert sind.

Man kann damit ohne weiteres vorhersagen, dass die Firma Knauf zu diesen Konditionen wohl kaum Grundstücke bekommen wird. Betroffene Landwirte werden dann sicherlich lieber Tauschgrundstücke mit Zubrot beanspruchen, falls die Firma Knauf solche anbieten kann. Hier will Knauf das Kunststück vollbringen, Grundstücke zu erwerben, ohne den örtlichen Grundstücksmarkt und damit den Grundstückspreis in die Höhe zu treiben.

Die Gebrüder Knauf rangieren nach Schätzungen des „Manager Magazins“ mit 4,3 Milliarden Euro Vermögen in der Hitparade der reichsten Deutschen auf Platz 14.

Die Landwirte wären in einer wesentlich besseren Verhandlungsposition, wenn nicht bereits zu Zeiten vor der Eingemeindung nach Bad Windsheim die Wegerechte von den damaligen Bürgermeistern und Gemeinderäten ohne großes nachdenken an die damals noch existierende Firma Späth aus Bad Windsheim vergeben worden wären. Ohne Wegerechte kann keine andere Firma Gips abbauen, es gibt damit keine Konkurrenzsituation.

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