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16. Juni 2010 3 16 /06 /Juni /2010 20:29

Gut besuchte Veranstaltung des Schullandheimwerkes

Nichts mit dem aktuellen Gerichtsurteil des Verwaltungsgerichtes Ansbach habe die aktuelle Veranstaltung zu tun, betonte der Vorsitzende des Schullandheimes, Maximilian Gaul. Man habe bewusst diesen Zeitpunkt nach der Gerichtsverhandlung gewählt, um etwaigen Vorwürfen von Einflussnahme von vorneherein zu entgehen, man wolle die Öffentlichkeit über Sinn und Zweck des Schullandheimwerkes informieren, hier insbesondere auch über die Gründe für diese Standortwahl am Mühlfeld. Man werde weiterhin auf jeden Fall an diesem durch die Verbindung mit dem Fränkischen Freilandmuseum optimalen und idealen Standort festhalten. Maximilian Gaul bedankte sich bei der Stadt Bad Windsheim dafür, dass Stadtverwaltung und neuer Bürgermeister auch nach der Abwahl des Bürgermeisters Eckardt zu dem Projekt stehen.

Als Sinn und Zweck des Schullandheimwerkes wurden Schwerpunkte genannt:

  • Lernumgebung verändern, pädagogische Möglichkeiten erweitern
  • Soziales Lernen, Gemeinschaft erleben, Teamfähigkeit erlernen und verstärken
  • Umweltbildung, Natur erkunden, Umwelt aktiv erfahren
  • Kultur und Geschichte erleben und entdecken
  • Gesundheitserziehung, Wohlbefinden fördern, Selbstvertrauen erhöhen
  • Künstlerisch-kulturelle Bildung, Persönlichkeit entfalten, Kreativität freisetzen
  • Zeitgeschichte und politische Bildung, Vergangenes verstehen, Toleranz entwickeln
  • Berufsorientierung, Motivation stärken, Chancen erhöhen
  • Als sehr bedeutsam wurden auch die sehr günstigen Unterbringungskosten je Kind und Tag von ca. 17 bis 25 € erwähnt.
  • Es haben bereits Probeaufenthalte von Schulklassen stattgefunden, die zur vollsten Zufriedenheit ausfielen.
  • Es wurde darauf hingewiesen, dass es hier nicht darum gehe, dass irgendjemand durch dieses Projekt einen großen Reibach machen wolle. Alle Führungskräfte des Schullandheimwerkes seien ehrenamtlich tätig und hätten nur das Wohl der Kinder im Auge.

DSC00029.JPG

Bild: Interessierte Zuhörer beim Vortrag des Markt Taschendorfer Bürgermeisters Oeder. Er berichtete über seine sehr positiven Erfahrungen mit dem Schullandheim im Ortsteil Obersteinbach.

In der anschließenden Diskussion meldeten sich zahlreiche Anwohner des Neumühlenweges zu Wort. Es wurde insbesondere der aus ihrer Sicht ungeeignete Baugrund benannt und die angeblich ungeeignete Zufahrt. Man befürchte auch Bauschäden an den Wohnhäusern am Neumühlenweg und gab insbesondere seiner Sorge über mögliche Verschwendung von Steuergeldern Ausdruck.

Ein anderer Diskussionsteilnehmer wies deutlich darauf hin, dass alle Anlieger am Neumühlenweg auf genau demselben angeblich löchrigen Baugrund gebaut hätten. Ein paar Meter weiter hinterm Gartenzaun solle jetzt dieser angeblich ungeeignete Untergrund beginnen. Anscheinend müsse es in Bad Windsheim immer so sein, dass alle größeren Vorhaben erst einmal zerredet werden müssten. Alle Gründe seien nur vorgeschoben und dienten lediglich dem Zweck, den Baubeginn des Schullandheimes zu verzögern und damit verhindern.

Von Vorsitzendem Gaul wurde bemängelt, dass von den Beschwerdeführern alle Gesprächsangebote nicht wahrgenommen wurden. Auf Anfrage wurde mitgeteilt, dass noch keine Entscheidung über den Baubeginn gefallen sei. Man wolle erst die Urteilsbegründung abwarten, falls dann die Klageführer eine Rechtskräftigkeit des Urteils weiterhin verzögern sollten, werde man abwägen, ob man dann mit Zustimmung des Kultusministeriums mit dem Bau beginnen werde.

In seinem Schlusswort fasste Bürgermeister Ledertheil nochmals zusammen. Die Stadt Bad Windsheim werde weiterhin voll hinter dem Projekt Europäisches Schullandheim stehen, man bekomme dadurch einen bedeutenden Werbeträger und einen bedeutsamen Wirtschaftsfaktor in die Stadt, gleichzeitig könne man sinnvolle Jugendarbeit unterstützen. Ledertheil bedankte sich bei allen Unterstützern des Bauprojektes und stellte fest: "Das Europäische Schullandheim wird gebaut!"

Der Bayerische Rundfunk war anwesend und machte mehrere Interviews, ein Bericht wird wohl am Donnerstag gesendet werden.

 


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