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17. November 2013 7 17 /11 /November /2013 10:28

Ernst Schneiders Büttenrede löst Empörung aus + K

Was bei der BWB- Versammlung zuerst wie eine unbedachte Herumblödelei erschien, löst jetzt erhebliche Reaktionen aus. Ernst Schneider, der Sprecher der neugegründeten BWB, zitierte bei seiner Begrüßung aus einer von ihm selber für den Rüdisbronner Sängerfasching 2013 verfassten Büttenrede, wo es unter Anspielung auf die SPD- Bürgermeisterkandidatin Ismene Dingfelder sinngemäß heisst, "diese Frau habe Glück gehabt, dass man nicht mehr im Mittelalter leben würde, weil damals solche Frauen auf dem Scheiterhaufen gelandet wären". Diese Äußerung hatte schon beim Sängerfasching Befremden ausgelöst. Möglicherweise wird dieser Vorgang rechtliche Konsequenzen haben.

Selbstverständlich hielt es BM Ledertheil nicht für erforderlich, sich von dieser Aussage zu distanzieren. Der Vorgang zeigt auch, dass es viele Mitbürger noch nicht begriffen haben, worum es bei der Nichtnominierung Ledertheils eigentlich ging. Indirekt erklärt man ja auch alle Stadträte zu Deppen und Stänkerern, weil kein einziger Ralf Ledertheil unterstützt. STRM sind nunmal diejenigen, die neben den Mitarbeitern der Stadtverwaltung am meisten mit Ledertheil zu tun haben, sie sind damit prädestiniert für eine Bewertung Ledertheils und haben samt und sonders ihre Konsequenzen gezogen.

Was diese sogenannte menschliche Seite der Rüdisbronner Sänger betrifft, muss auch einiges deutlich klargestellt werden. Die Hauptaufgaben eines BM liegen nicht darin, möglichst viele Geburtstage, Sängertreffen und Kirchweihfrühschoppen zu besuchen. Zu allererst muss der Laden, sprich die Stadtverwaltung laufen, dann erst ist das Vergnügen und das repräsentieren an der Reihe. Wenn man niemand durch eine Abwahl weh tun wollte, dürfte man keinen Amtsträger mehr abwählen. Auch den damaligen Bürgermeistern Eckardt, Gerhäuser und Krebelder hat man mit ihrer Abwahl sicher sehr weh getan.

Die Aussage von Ledertheil, dass er nur wegen der Initiativen einiger SPD- Mitglieder aus der SPD ausgeschlossen werden würde, ist blanker Unsinn. In den Statuten der Bundes- SPD ist eindeutig festgeschrieben, dass ein SPD- Mitglied, das gegen ein zuvor offiziell nominiertes SPD- Mitglied kandidiert, automatisch aus der Parteil ausgeschlossen werden muss. Es hat also absolut nichts mit einer speziellen Initiative der Bad Windsheimer SPD zu tun, wenn Ledertheil jetzt ausgeschlossen wird. Im übrigen war die Nominierungsversammlung der SPD ein demokratischer Vorgang, dem sich Ledertheil gestellt hat, damit hat er auch das Ergebnis zu akzeptieren.

Ledertheil behauptete, alle seine Wahlversprechen eingehalten zu haben. Mir selber ist als wichtiges Versprechen in Erinnerung, dass Ledertheil die Verschuldung innerhalb von 10 Jahren beseitigen wollte. Mir ist keine einzige Äußerung Ledertheils bekannt, wo er gesagt hätte, "wir können das nicht finanzieren, weil wir unsere Verschuldung zurückführen müssen". Auch bei dieser unnötigen Wasserrutsche für über 200.000 € für das Freibad hat Ledertheil zugestimmt. Gleichzeitig gibt es in der Spitalgasse noch Anwesen ohne Kanalanschluss, hier hat der Bürgermeister aller Bürger deutlich versagt.

Man darf jetzt gespannt sein, ob sich die übrigen BM- Kandidaten von solchen unmöglichen, frauenfeindlichen und beleidigenden Äußerungen distanzieren. Es wird ihnen wohl nichts anderes übrig bleiben, wenn der kommende Wahlkampf nicht zu einer Schlammschlacht werden soll. Die "Dorfdeppen"- Äußerung des damaligen Bürgermeisters Eckardt über Jürgen Heckel hat sicher einiges zu Eckardts Abwahl beigetragen, daran sollten alle Kandidaten denken. 

Mit dieser BWB- Versammlung wird auch ein erhebliches Informationsdefizit der Ledertheil- Unterstützer sichtbar. Man sieht vordergründig nur, dass da ein Kandidat geholt wurde, der nach seinem überraschenden Wahlsieg wieder abgeschoben wird. Die vielen Hintergründe kennt kaum jemand, Stadtratssitzungen besucht man sowieso nicht. Ledertheil hatte die Möglichkeit, auf eine Kandidatur zu verzichten, nachdem ihn kein einziger Stadtrat und keine einzige der im Stadtrat vertretenen Gruppierungen oder Parteien unterstützt. Damit bleibt jetzt nichts anderes übrig, als diese erheblichen Defizite Ledertheils nach und nach öffentlich zu machen, ich (RM) werde meinen Beitrag dazu leisten. Nochmal 6 Jahre Ledertheil kann dieser Stadt sicher nicht zugemutet werden.

Eins ist jetzt schon klar: Jede Stimme für Ledertheil ist eine verschenkte Stimme, die bei einem(r) anderen Bewerber(in) möglicherweise fehlen wird, wenn es um die Entscheidung geht, wer die Stichwahl erreicht. Ledertheil läuft auch Gefahr, sein Gesicht zu verlieren.

Es muss klar sein, dass das Wohl der Stadt Bad Windsheim absoluten Vorrang haben muss. Jeder, der sich um ein Amt bewirbt, muss damit rechnen, abgewählt zu werden. Vielleicht sollten sich auch die anderen Stadträte auf einiges gefasst machen. Nachdem jetzt die mit 6310 Stimmen und damit mit dem weitaus besten Wahlergebnis in den Stadtrat gewählte Ismene Dingfelder per Schneiderschem Büttenredenzitat offensichtlich zur Verbrennung freigegeben wurde, müssen die anderen STRM wohl ebenfalls mit dem schlimmsten rechnen, wenn sie sich nicht Rüdisbronner- Singkreis- konform verhalten.

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Kommentare

Gerhard Gröner 11/19/2013 10:16

Der Ehrenvorsitzende des SPD-Kreisverbandes Gerhard Gröner nimmt zur Kandidatur von Ralf Ledertheil Stellung:
Die bisherigen Darstellungen über einen möglichen Ausschluss von Herrn Lederteil aus der SPD sind nicht ganz korrekt.
Herr Lederteil wurde vom SPD-Ortsverein Bad Windsheim in einer satzungskonformen Versammlung nicht wieder nominiert.
Welche Gründe auch immer zu dieser Entscheidung der SPD in Bad Windsheim geführt haben, sie rechtfertigen nicht, Aussagen wie „Hexenverbrennungen im Mittelalter“ zu tätigen.
Eine derartige Aussage zeigt höchstens die mangelnde Kenntnis des oder der Ausagenden bezüglich der Satzung der SPD auf. Es geht hier um die Regularien einer 150 Jahre alten Partei, die auch und
gerade wegen dieser Regeln bis heute existiert.
Im Organisationsstatut der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands steht in § 6 folgendes:
„(1)Unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der SPD ist die ….Kandidatur oder Unterschriftsleistung für eine andere konkurrierende politische Partei oder Wählervereinigung, … die Kandidatur gegen die
von der zuständigen Parteigliederung bereits beschlossene Nominierung für ein öffentliches Amt oder Mandat.“
(…)
Nach § 20 der Schiedsordnung über Austrittsfiktion bei Unvereinbarkeit wird dann ein Betroffener aufgefordert eine Gegenkandidatur zu einem/einer ordnungsgemäß nominierten Kandidaten/in zu
unterlassen und in einer bestimmten Frist dies zu erklären. Da heißt es dann: …“liegt bei Ablauf der Frist eine Erklärung nicht vor, so gilt dies als Austritt aus der SPD.“

Da nach Aussagen von Herrn Ledertheil nicht zu erwarten ist, dass er auf eine Kandidatur verzichtet, wird sein Austritt aus der SPD nach der bestimmten Frist automatisch wirksam werden.
Es geht also hier nicht um einen etwaigen Racheakt einer Untergliederung oder von Einzelpersonen, sondern schlicht um die Einhaltung von Statuten einer auf dem Boden des Grundgesetzt stehenden
Partei, die nun mal für alle ihre Mitglieder gelten.

Werner Thoma 11/20/2013 09:34



"...solche Frauen (wie Frau Dingfelder) wären im Mittelalter auf dem Scheiterhaufen gelandet..." Als ich diese unsägliche, unterirdische und völlig unter Gürtellinie gehende Aussage Herrn
Schneider´s (er ist der Sprecher von Herrn Ledertheil) zum ersten Mal gehört habe, ging ich zunächst davon aus, dass umgehend ein Veto von Ralf Ledertheil folgen würde. Da sich ja erst vor ein
paar Tagen die Bücherverbrennung der Nazis jährte, hoffte ich auf Führungsstärke und Fingerspitzengefühl unseres Bürgermeisters. Nichts kam, kein Bedauern, keiner der sonst so zahlreichen
Facebook Einträge, nichts! Also muss ich davon ausgehen, das Ralf Ledertheil hinter dieser Aussage steht! Sie ist extrem frauenfeindlich, diskriminierend und verhöhnt Dutzende Frauen die
nachweislich in BW, zum Teil bei lebendigem Leibe verbrannt wurden. Diesen Tod würde ich meinem ärgsten Feind nicht wünschen, oder damit Witze bzw. Verunglimpfung anderer betreiben. Ralf
Ledertheil hat nun, für alle sichtbar, selbst einen der Gründe offengelegt, warum er von uns nicht mehr nominiert worden ist!



Werner Thoma



Barbara Horneber 11/19/2013 09:18

Die ungeheuerliche Äußerung der BWB auf der Nominierungsversammlung von Ralf Ledertheil, solche Frauen „wären im Mittelalter auf dem Scheiterhaufen gelandet“ ist an Frauenfeindlichkeit, ja
Menschenverachtung, nicht zu überbieten. Kein Einwand war von Ralf Ledertheil gegen diese Äußerung seines Sprechers zu hören. Damit fällt sie auch auf ihn zurück. Hierauf haben viele andere bereits
mit strikter Ablehnung und blankem Entsetzen reagiert.
Jedenfalls zählen genau solche Verhaltensweisen und ähnlich unüberlegte Äußerungen zu den Gründen, warum die SPD Bad Windsheims bei ihrer Nominierungsversammlung vor einem Jahr in einer
demokratischen Wahl Ralf Ledertheil abgelehnt und Ismene Dingfelder mit deutlicher Mehrheit zur Bürgermeisterkandidatin gewählt hat. Wenn das in der heutigen Zeit noch ein Grund wäre, auf dem
„Scheiterhaufen“ zu landen, dann Gute Nacht aufgeklärtes Europa.
Bei all der berechtigten Empörung gehen andere unglaubliche Aussagen fast unter, die Ralf Ledertheil selbst getätigt hat. Im Artikel der WZ vom 16.11.2013 steht: „Aus der SPD austreten werde er
nicht, erklärte er auf WZ-Nachfrage. Er geht aber davon aus, dass er… auf Initiative einiger Bad Windsheimer Sozialdemokraten aus der Partei geworfen werde“. Dabei kennt er seit mindestens einem
Jahr das Organisationsstatut der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Unter §6 "Unvereinbarkeit mit der Mitgliedschaft in der SPD" ist festgelegt, dass eine Mitgliedschaft in der SPD nicht
mehr möglich ist, wenn man gegen eine/n von der relevanten SPD-Gliederung aufgestellten Kandidaten/Kandidatin antritt. Er weiß also haargenau, dass er durch seine Nominierung gegen die demokratisch
gewählte SPD Bürgermeisterkandidatin Ismene Dingfelder seine Parteimitgliedschaft automatisch verwirkt hat. Dies war auch der Grund, weswegen er - entgegen dem bisher üblichen Verfahren - als
amtierender Bürgermeister für die kommende Wahl keinen Platz auf der Kreistagsliste der SPD erhielt. Diese Tatsachen nun bewusst falsch darzustellen, nur um weiter auf einer Mitleidswelle zu
reiten, ist genau jenes unsoziale und ungerechte Verhalten, das er anderen vorwirft.
Barbara Horneber, Siegfried Göttfert, Ines Thoma, Ismene Dingfelder
SPD- Ortsverein Bad Windsheim

Barbara Horneber 11/19/2013 08:58

Demokratie heute und Hexenverbrennung

1. Ralf Ledertheil wird nicht auf die Initiative einiger Bad Windsheimer Sozialdemokraten aus der Partei geworfen. Ralf Ledertheil weiß sehr wohl, dass er mit seiner Nominierung zum
Bürgermeisterkandidaten eindeutig gegen den Paragraphen 6 1c der Organisationsstatuten der SPD verstößt. Hier wird geregelt, dass „eine Mitgliedschaft in der Partei unvereinbar ist mit einer
Kandidatur gegen die von der zuständigen Parteigliederung (hier Ortsverein) bereits beschlossene Nominierung für ein öffentliches Amt“. Ismene Dingfelder wurde von den Mitgliedern des Ortsvereins
Bad Windsheim am 8. Januar 2013 zur Bürgermeisterkandidatin gewählt. Mit der Bekanntgabe seiner Kandidatur schließt sich Ralf Ledertheil damit automatisch selbst aus der Partei aus.
2. Unsäglich und nicht nur eine Geschmacksfrage oder eine dem Wahlkampf geschuldete Entgleisung ist die „Büttenrede?“ des BWB Sprechers Ernst Schneider, Frauen wie Ismene Dingfelder wären im
Mittelalter als Hexe auf dem Scheiterhaufen gelandet. Während in anderen Städten wie in Bamberg jetzt allmählich dieses unselige Kapitel in unserer Geschichte aufgearbeitet wird, um die vielen
Tausende von Opfern eines religiösen Irrsinns zu rehabilitieren, ist es für die Gruppierung BWB nicht abwegig, diesen armen unschuldigen Opfern in Bad Windsheim ein weiteres hinzufügen zu wollen.
Neid, Missgunst, auch Angst und Furcht vor dem „Außergewöhnlichen und Besonderen“, das sich oft in Schönheit und Intelligenz ausdrückte waren häufig die Motive, Frauen als Hexen zu denunzieren und
diese „Seelen ins Feuer“ zu bringen. Eine Einstellung, die anscheinend noch immer in einigen verwirrten Köpfen spukt.


Barbara Horneber
Seenheimer Str. 17
91438 Bad Windsheim
1. Vorsitzende des SPD Ortsvereins Bad Windsheim

Gerhard Horneber 11/19/2013 08:57

Frage nach der Demokratie
Wer ist, wer sind BWB? Nach meinem Empfinden sind BWB zunächst einmal alle Bad Windsheimer Bürger in der Kernstadt und in den Ortsteilen, ganz unabhängig davon, ob sie einer Partei, einer
Wählergruppierung, einer Interessengemeinschaft oder einem Verein angehören. Nun wurden in einer obskuren Versammlung, zu der nach den Worten Ralf Ledertheils nicht öffentlich eingeladen werden
musste 15 BWB ausgewählt, die offensichtlich auf ihre Zustimmung bei der Nominierungsversammlung eingeschworen wurden. 99% der Bad Windsheimer Bürger konnten der Interessengemeinschaft gar nicht
beitreten, weil sie von der Versammlung überhaupt nichts wussten. Dafür wurde zu der Nominierungsversammlung wiederholt allgemein eingeladen, was dann auch zu dem guten Besuch von rund 75 Zuhörern
führte. Die 15 aussortierten BWBler sorgten dann für 100 % Zustimmung. Herzlichen Glückwunsch Herr Ledertheil und Herr Schneider! So sieht wahre Demokratie aus!

Gerhard Horneber
Seenheimer. Str. 17
91438 Bad Windsheim

ines thoma 11/17/2013 16:51

Ich bin entsetzt über derart frauenfeindliches Stammtischgerede. Glaubt man wirklich, dass mündige Bürger auf derart derbe, plumpe Sprüche hereinfallen und Beifall klatschen? Jeder in Bad Windsheim
weiß nun, warum wir von der SPD Ralf Ledertheil nicht mehr nominiert haben. Hier agiert jemand, dem anscheinend Fingerspitzengefühl und Stil völlig fehlen.
Ines Thoma, stellvertretende Ortsvorsitzende der SPD Bad Windsheim

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