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8. Januar 2014 3 08 /01 /Januar /2014 19:28

Anscheinend zweierlei Schaufenster.

Als der CSU- Bürgermeisterkandidat Bernhard Kisch für die Stadtratswahl und auch für die Kreistagswahl nominiert wurde, kamen viele Wähler ins grübeln, weil sie glaubten, dass damit offenbar hauptsächlich ein weiterer Stadtratssitz für die CSU gesichert werden sollte. Kisch würde ja ein Stadtratsmandat niemals annehmen, wenn er die BM- Wahl verlieren sollte. Insider wussten damals, dass dies die FWG genauso handhaben würde.

Als dann Jürgen Henkel für die FWG auf der Kreistagsliste erschien, konnte man damit rechnen, dass Henkel auch zum Stadtrat kandidieren würde. Um so größer war dann die Überraschung, als der FWG- Vorsitzende Wolfgang Eckardt jetzt verkündete, dass Henkel keine "Schaufensterkandidatur" zum Stadtrat anstreben werde. Man wolle Transparenz in alle Richtungen schaffen.

Offenbar gibt es damit wohl zweierlei FWG- Schaufenster, ein geschlossenes für die Stadtratswahl und ein offenes für die Kreistagswahl. So richtig nachvollziehen kann man das als Durchschnittsbürger nicht. Offenbar hofft man bei der FWG, ein Wahlkampfthema zu bekommen, das den Weg Henkels in die Stichwahl ebnen soll.

Es gibt einen weiteren, bisher unbeachteten Aspekt: Jürgen Henkel ist nach wie vor CSU- Mitglied, hat Fortbildungseinrichtungen der CSU genutzt und kandidiert jetzt in Bad Windsheim gegen ein anderes offiziell nomoniertes CSU- Mitglied; besonders solidarisch und geradlinig ist das nicht. In der SPD würde ein solches Verhalten einen Parteiausschluss nach sich ziehen.

Ein zweites Thema bewegt die Windsheimer FWG, nachdem die Kandidatur von Ralf Ledertheil auf der UWG- Kreistagsliste bekannt wurde. In Bad Windsheim wird ja Ledertheil von der FWG als Versager auf der ganzen Linie abgestempelt, dazu passt dann diese Kreistags- Kandidatur bei den Ost- UWG- Brüdern überhaupt nicht. Ledertheil war ja zuvor mit knapper Not nach massivem Widerspruch der Bad Windsheimer SPD- Genossen wieder von der bereits vorbereiteten SPD- Kreistagsliste gestrichen worden. Ledertheil fragte dann bei der FWG- Ostvariante im Landkreis, - der UWG -,  wegen einer Kandidatur an. Zum Entsetzen der Bad Windsheimer FWG nahmen diese Brüder im Geiste den Bad Windsheimer Bürgermeister auf ihre Liste, auch mehrmalige Interventionen bewirkten nichts. Auf Nachfrage wurde von der UWG mitgeteilt, dass Ledertheil nicht vorbestraft sei und "er habe niemandem was angetan", das würde für eine Kandidatur Ledertheils bei der UWG ausreichen.

Die UWG spaltete sich von der früher im ganzen Landkreis vorhandenen FWG ab, die ihr Stammgebiet im Uffenheimer/Bad Windsheimer Raum hatte. Weil der östliche Landkreis mehrmals bei den Kreistagsmandaten zu kurz kam, gründete man dann diese UWG. FWG und UWG einigten sich bisher immer auf einen gemeinsamen Landratskandidaten.

Was jetzt diese Kandidatur Ledertheils für die UWG so bedenklich macht, ist folgendes: Ledertheil wird weder zum Bürgermeister, noch in den Kreistag gewählt werden, aber einige Stimmen kommen dann der UWG zugute. Man stärkt damit mit jeder Ledertheil- Stimme diese Bad Windsheim- Gegner im unteren Aischgrund, die gegen die Therme waren und auch in der Krankenhausdiskussion eine eher schädliche Rolle für Bad Windsheim spielten.

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