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11. April 2010 7 11 /04 /April /2010 08:40
Eine Schande für die Stadt

Wer die FWG und deren Protagonisten die letzten 18 Monate betrachtet hat, der brauchte viel Geduld und noch mehr Verständnis, um diesen 6 FWG-Stadtratsmitgliedern geistig folgen zu können.

 

Die Stadtratsfraktion der FWG fährt einen selbstzerstörerischen Kurs, der so pfeilgerade auf den Eisberg führt, dass man den blinden Gehorsam der Liste Land nicht mehr verstehen kann. Dass die FWG seit der Abwahl von Eckardt Totalopposition fährt, ist noch hinnehmbar, weil die anderen (SPD, CSU, FDP/WIR) über eine kleine Mehrheit verfügen. Mit anderen Worten: Der demokratische Schaden ist gering.

 

Weitaus schlimmer ist der feste Wille der FWG, lieber eine Politik der verbrannten Erde zu fahren, als dass sie zumindest zum Wohle der Stadt aktuelle Projekte nicht sabotieren würde. Die FWG schwächt nicht nur durch Unterlassen einer politischen Handlung die Stadt und damit die eigenen Wähler, sie sabotiert ganz bewusst das Wohl der Stadt Bad Windsheim, nur um dem von ihr nicht geschätzten BGM Ledertheil zu schaden.

 

Man blicke nochmals zurück auf den unsäglichen FWG- Eiertanz um das Thema Krankenhaus. Da kündigt man selbst ein Bürgerbegehren an und wirft dann später den Initiatoren vor, dass man ein Krankenhaus nicht mit einem Bürgerbegehren retten kann. Wer jetzt glaubt, dass das nur ein Ausrutscher dieser Gruppierung war, der nur darin begründet lag, dass man einem Landrat aus den eigenen Reihen nicht in den Rücken fallen durfte, liegt total daneben. Es wird immer schlimmer.

 

Eines der Hauptprojekte des damaligen Bürgermeisters Eckardt war das Europäische Schullandheim. Man hätte es auch "SEIN" Schullandheim nennen können. Er hatte doch alles quasi in trockenen Tüchern. Noch vor der Abwahl tönte er, dass das Europäische Schullandheim kommt. Interessant, denn sollte man nicht wissen, dass ohne Baugenehmigung nichts sicher ist? Wirft seine FWG heute Ledertheil nicht genau das vor?

 

Was diese FWG, aber immer verschweigt, ist, dass es dieser Wolfgang Eckardt war, der mit dem falschen Grundstück agiert hat. Das falsche Grundstück nämlich auch deshalb, weil laut FWG doch jeder weiß, dass man gegen den Nachbarn nicht bauen kann und gegen den Willen des Bauherrn schon überhaupt nicht.

 

Das von Eckardt damals ins Spiel gebrachte Grundstück wurde von Seiten des Schullandheimwerks nämlich stets und immer und vor allem noch zu dessen (Eckardts) Amtszeit abgelehnt. Niemand würde sein Haus unter oder neben eine Hochspannungsleitung bauen, es muss jedem zwingend einleuchten, dass dies auch das Schullandheimwerk niemals tun wird. Das verschweigt uns diese Feine Wählergemeinschaft nur zu gerne und ihr Gefolgsmann von der Liste Land folgt bedingungslos.

 

Eckardt hat es dieser Stadt eingebrockt - im positiven wie im negativen Sinne. Er hat den

Kontakt zum Schullandheimträger hergestellt, er hat dafür gesorgt, dass man sich für

Bad Windsheim entschieden hat. Und weil er es nicht ertragen kann, dass nun Ledertheil die Ernte einfährt, zieht er alle Register, um dieses Projekt zu kippen. Stadträtin Horneber liegt absolut richtig, wenn sie das Verhalten eines in seiner Eitelkeit gekränkten Altbürgermeisters kritisiert, der lieber zum Totengräber eines Projektes wird, das er so viele Jahre mit Engagement vorangetrieben hat, als seinem Nachfolger einen Erfolg zu gönnen.

 

Wie sagt er, bzw. sein FWG- Sprachrohr Werner Spieler, so schön: Man wird konstruktiv mitarbeiten. Was bitte ist denn daran konstruktiv? Hat man jemals einen alternativen akzeptablen Standort gefunden? Nein, denn den hat man schon unter der Regierung Eckardt verzweifelt gesucht und nicht gefunden.

 

Man hat ganz anders  konstruktiv gearbeitet: Man entsann sich seines bestehenden Netzwerkes alter treuer FWG- Kameraden, mit denen man schon so manche Schlacht geschlagen hatte.

 

Als direkte und indirekte Anwohner hatte man ja auch eine Klagemöglichkeit. Für alle, die sich dessen nicht bewusst sind: Vier Stadtratskandidaten der FWG wohnen am Neumühlenweg. Wild, Laue, St. Eckardt und eben jeder sagenumwobene Opelt, der wie Phoenix aus der Asche hervorkam. Dass noch der Papa des Altbürgermeisters in besagter Straße wohnt, ist sicher nur Zufall.

 

Man wählte sich mit Opelt einen Klageführer, der offenbar nichts zu verlieren hat. Die Praxis in Bad Windsheim ist eh geschlossen, man praktiziert jetzt in Neustadt/Aisch. Man stelle sich nur vor, ein Fliesenleger Wild,  ein Zahnarzt Eckardt oder ein Laue hätten geklagt.

 

Alles nur mit einem Ziel: Das Schullandheim darf unter Ledertheil nicht kommen. Und dafür müssen heute Lärm und morgen Löcher, gestern Sicht und übermorgen der Verkehr herhalten. Man will sich nicht behindern lassen, von Behinderten schon gar nicht.

 

Dass in einer Stadt sterbender Industrie Dienstleistung und Tourismus die einzigen Chancen sind, scheint man vergessen zu haben. Dutzende Arbeitsplätze, Millionen Investitionen, überregionale Bekanntheit - all das zählt nichts gegen das ursprüngliche Credo der FWG: Allgemeinheit geht stets über Eigennutz.

 

Und hier stimmt etwas nicht: Hier rund um das Schullandheim geht der FWG ja Eigennutz (und wenn es nur der ungetrübte Blick vom Garten auf das Freilandmuseum ist) vor Gemeinwohl. Und damit zeigen diese FWG und mit ihr die bedingungslos folgende Liste Land endlich ihr Gesicht: Wenn man dem Ledertheil eins auswischen kann, macht man es, und wenn es die Stadt wie in diesem Falle Millionen kostet. Eigennutz geht dieser FWG anscheinend über alles.

 

Man hat die Wähler verraten und spielt den Beleidigten. Es gibt immer mehr Bürger, die sich für diese FWG schämen.

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