Friday, 4. december 2009
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22:42
Zusagen des runden Tisches nicht eingehalten?
Marodes Vereinsheim, wie kam diese
finanzielle Misere des FSV zustande?
http://fsv.neefinetworks.com/index.php?id=42
Die damalige Vorstandschaft mit Günther Rogowski und Heinrich Beigel an der Spitze hatte den Verein in ein finanzielles Desaster geführt. Als Beigel mitten in der Spielzeit 1987/88 als
Hauptsponsor ausstieg, wurde es versäumt, sofort die totale Notbremse zu ziehen. Man versuchte noch ein halbes Jahr lang nach dem Prinzip Hoffnung über die Runden zu kommen. Die
Spielergehälter wurden über Kontokorrentkredite finanziert, es entstand dieser Schuldenberg von ca. 200.000 DM, den der Verein in ca. 20 Jahren fast getilgt hat.
Bereits einige Zeit vor 2008 wurden trotz der finanziellen Probleme Pläne für eine kleine Lösung geschmiedet, um das marode Vereinsheim zu sanieren. Hier war es dann Bürgermeister Wolfgang
Eckardt, der dieses Vorhaben ausbremste. Seine Devise war, "mir machng gleich woss gscheits", das Projekt Einkaufszentrum Schießwasen wurde auf den Weg gebracht und scheiterte dann
kläglich durch das Ergebnis des Bürgerbegehrens. Der FSV stand wieder vor einem Desaster.
Im Februar dieses Jahres fand dann ein runder Tisch mit Bürgermeister Ledertheil und 23 Stadträten statt. Von Seiten des FSV stellte man keine konkrete schriftliche Bauvoranfrage und verließ sich
leichtsinnigerweise darauf, dass die Sache schon ihren Gang nehmen werde. Von Seiten der Stadt wartete man auf eine offizielle schriftliche Anfrage, da man laut Ledertheil "nicht aus der
hohlen Hand heraus" entscheiden könne.
Grundbesitzverhältnisse: Die Stadt Bad Windsheim ist Eigentümer des FSV- Geländes und hat dieses dem FSV per Erbpachtvertrag für 99 Jahre kostenlos zur Verfügung gestellt. Um dem FSV aus seiner
Klemme zu helfen, wird jetzt verlangt, dass die Stadt weitere 2000 qm an der Nordseite des Schießwasens kostenlos zur Verfügung stellt. Hier könnte dann das neue Vereinsheim mit geschätzten
Kosten von ca. 500.000 € gebaut werden. Das alte Vereinsheim würde dann abgerissen um hier einen Supermarkt hinzubauen. Zusätzlich müsste dann die Schützengesellschaft einen Teil ihres Geländes am
hinteren Teil des Kugelfanges zur Verfügung stellen. Als Parkplätze für den Supermarkt müssten dann die bisherigen Parkplätze vor dem FSV- Heim herhalten, die Stadt müsste damit weitaus mehr als
nur diese 2000 qm zur Verfügung stellen. Größtes Problem dürfte jedoch eine Genehmigung des Wasserwirtschaftsamtes sein, da das Gelände ja nach wie vor im Hochwasserschutzgebiet liegt.
Erfolgsaussichten: Es sind angeblich Interessenten für den Bau eines Supermarktes vorhanden.
Bereits bei der Diskussion um den Supermarkt an der Raiffeisenstraße argumentierten neben anderen die Stadträte
Krebelder und Spieler mit dem Argument dagegen, dass man hier schon alleine deswegen keine Baugenehmigung erteilen könne, weil sich die Bürger per Entscheid gegen (angeblich !!) jegliche
weitere Supermärkte ausgesprochen hätten. In der Politik gibt es zwar wenige, die sich für ihr "dummes Gschmarri" von gestern noch interessieren. Sollte dieser Ausnahmefall aber
hier doch tatsächlich einmal passieren, wäre das Projekt FSV/Supermarkt schon jetzt gestorben. Hier würden dann nämlich gleich zwei Argumente greifen und zwar einmal
die angebliche Ablehnung weiterer Supermärkte und noch zusätzlich der eindeutige und unbestreitbare Bürgerwille, dass am Schießwasen kein Supermarkt entsteht.
Wenn man dann noch zusätzlich in Betracht zieht, dass das Thema E-Center ganz nach Belieben aufgewärmt wird, erscheint das Vorhaben des FSV aussichtslos. Man sollte andere Lösungen
suchen.
von Richard Müller
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veröffentlicht in: Aktuelles
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