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31. März 2014 1 31 /03 /März /2014 12:06

Gerangel um Bürgermeister- Stellvertreterposten

Kaum steht der Name des neuen ersten Bürgermeisters fest, werden auch schon Ansprüche auf die Positionen der beiden Bürgermeister- Stellvertreter geltend gemacht. Als erster hat naturgemäß Jürgen Heckel seinen Anspruch angemeldet; er meint, aufgrund der Tatsache, dass er das zweitbeste Ergebnis bei der Wahl am 16.März erzielte und dadurch die Stichwahl erreichte, stünde ihm dieses Amt zu. Leider hat Heckel wohl die Rechnung ohne den Wirt, - in diesem Fall die Stadträte - gemacht. Es ist weit und breit keine Konstellation im Stadtrat in Sicht, die Heckel mit der erforderlichen Mehrheit von mindestens 13 Stimmen wählen würde.

In der CSU gab es nach dem 16. März im ersten Glücksgefühl Überlegungen, doch den Bürgermeisterstellvertreter gleich selber zu stellen, Reinhold Krebelder wäre dann als 3. BM vorgesehen gewesen. Dies wäre dann zusammen mit der Liste Land und der FDP rein rechnerisch möglich gewesen (13 Stimmen). Es wäre aber ein fatales Signal des neuen Bürgermeisters, nachdem er im Wahlkampf laufend von Gemeinsamkeit, weniger Streit und einem Neubeginn redete. Diese Variante scheidet also mit Sicherheit aus.

Rein rechnerisch wäre sicherlich eine "Vergabe" nach Fraktionsstärke insbesondere für politisch wenig interessierte Bürger plausibel. Das würde dann bedeuten, dass die FWG (5 Sitze) den 2. Bürgermeister und die SPD (4 Sitze) den 3. Bürgermeister stellen würde. Die Liste Land würde in diesem Fall leer ausgehen. Hier dürfte es aber erhebliche Widerstände innerhalb der CSU geben, wo mehrere Stadträte einen Wolfgang Eckardt noch immer massiv ablehnen. Dieses Misstrauen wäre wohl auch bei einer anderen FWG- Person als BM- Stellvertreter(in) gegeben. Dies kann auch durch einen einzelne CSU- Sauerbraten- Brüder nicht ausgeglichen werden. Wie komfortabel stünde die FWG doch jetzt da, wenn sie auf einen eigenen BM- Kandidaten verzichtet und Kisch von Anfang an unterstützt hätte!

Laut FLZ hat CSU- Landratskandidat Helmut Weiß in Bad Windsheim nicht zuletzt deshalb ein solches Superergebnis erzielt, weil er im Windschatten des grandiosen Sieges von Bernhard Kisch segelte. Genau diesen Windschatten wollte die Bad Windsheimer FWG aber mit ihrer massiven Unterstützung für den FWG- Landratskandidaten Streng verkleinern, was ihr aber jämmerlich misslang. Dies hindert dann aber einen Wolfgang Eckardt nicht daran, sich jetzt, nachdem für die FWG fast alles den Bach runter ist, auf peinlichste Art und Weise bei der CSU anzubiedern. Es ist einem Bernhard Kisch wohl nur schwerlich zuzumuten, den 2. Bürgermeister ausgerechnet aus einer Fraktion auszuwählen, die die weitaus meisten Fehlzeiten im Stadtrat und auch im Kreistag hat.  Damit scheidet diese Variante auch aus.

Damit bleibt wohl als letzte und einzige plausible Möglichkeit eine Zusammenarbeit von CSU, SPD, Liste Land und FPD mit zusammen 17 Stimmen. Dies wäre wohl auch eindeutig im Sinne einer deutlichen Mehrheit der Bad Windsheimer Bürger.

Bernhard Kisch wird jetzt sondieren, taktieren und abwägen. Wenn das Ergebnis am 8. Mai feststeht, wird man sehen, ob er seine Feuertaufe bestanden hat.

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