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7. November 2009 6 07 /11 /November /2009 11:40
Sehr geehrter Herr Sandmann,
Sehr geehrte Klinikleitung in „Neustadt an der Aisch“
Sehr geehrte Kreispolitiker und –politikerinnen in „Neustadt an der Aisch“
Sehr geehrte Landkreisverwaltung in „Neustadt an der Aisch“
Sehr geehrter Herr Landrat Schneider in „Neustadt an der Aisch“,

wir Bad Windsheimer haben natürlich vollstes Verständnis für die große Verunsicherung, die in „Neustadt an der Aisch“ herrscht und die allen schadet. Wir geben Ihnen absolut Recht, dass das Aufbegehren der Bevölkerung von Bad Windsheim und Umgebung absolut schlecht für die Kliniken und für den Landkreis „Neustadt an der Aisch“ insgesamt ist.

Wir geben Ihnen überhaupt nicht Recht, dass das Bad Windsheim zu verantworten habe. Wir sind lediglich entsetzt darüber, dass in unserem Landkreis ein vernünftiges, geordnetes, faires und vertrauensvolles Miteinander nicht mehr möglich ist bzw. wohl auch noch nie möglich war.

Ein vernünftiges, geordnetes, faires und vertrauensvolles Miteinander in einer Gebietskörperschaft, eine solche ist der Landkreis „Neustadt an der Aisch“, erfordert ein ausgeglichenes und abgesprochenes Miteinander, einen rücksichtsvollen Umgang und Verständnis für die Belange der anderen - das dann auch das notwendige Vertrauen fördert.

Wie sie selbst schreiben, leben im östlichen Landkreis 60% der Gesamtbevölkerung des Landkreises. Diese 60 % schaffen in den Gremien (Kreistag) eine politische Mehrheit. Was wir Bad Windsheimer die letzten 37 Jahre daraus erfahren haben ist, dass alle relevanten Einrichtungen des Landkreises in „Neustadt an der Aisch“ konzentriert werden. Schön für „Neustadt an der Aisch“ – aber ungerecht gegenüber den 40 % (von denen 10% geblendet wurden) des westlichen Landkreises.

In der Politik verleugnet man offensichtlich die Tatsache, - dafür gibt es viele Beispiele -, dass der Landkreis für alle Bürger im Kreis verantwortlich zeichnet und nicht nur für die Stadt „Neustadt an der Aisch“!

Wir haben in Bad Windsheim erfahren, dass aus dem Abzug wichtiger Einrichtungen in Bad Windsheim und der Konzentration in „Neustadt an der Aisch“ auch der Abzug anderer Einrichtungen und Institutionen einher geht, die sich natürlich auch konzentrieren wollen. So hat Bad Windsheim seit der Gebietsreform unglaublich viele Arbeitsplätze und auch wichtige Institutionen verloren. Von Bad Windsheim wurden seit der Gebietsreform viele zentrumsrelevante Einrichtungen in Richtung „Neustadt an der Aisch“ direkt und indirekt umgeleitet.

Das hat Bad Windsheim bisher hingenommen, – ohne großen Ärger zu veranstalten. Die Bürger und die Stadt haben sich in eine andere Richtung orientiert. Viele Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich und vor allem im Gesundheitswesen wurden geschaffen. Die Bürger und die Stadt haben die zentrale Funktion der Stadt „Neustadt an der Aisch“ im Verwaltungsbereich akzeptiert und sind gleichzeitig davon ausgegangen, dass Bad Windsheim im Landkreis als die „Gesundheitsstadt“ ebenfalls akzeptiert wird.

Die Bad Windsheimer hätten aber schon bei der Diskussion um die Therme aufwachen müssen. Nur der Hartnäckigkeit der damaligen Stadtführung und das Wissen um die rechtliche Situation war es zu verdanken, dass der Kreis jetzt einen Bruchteil jener Gelder in Bad Windsheim investieren musste, die bisher vom Kreis in "Neustadt an der Aisch" investiert wurden und zur Zeit investiert werden. Wäre es nach dem Willen der Kreisvertreter aus dem östlichen Landkreis gegangen, (Mehrheit) wäre kein einziger Euro geflossen.

Die Entwicklungen rund um das Krankenhauswesen sind in keiner Weise neu. Wieder einmal haben die Kreisräte des südwestlichen Landkreises geschlafen und den Machenschaften der Kreisräte aus „Neustadt an der Aisch und Umgebung“ sowie der Krankenhausverwaltung in „Neustadt an der Aisch“ tatenlos zugesehen, weil sie immer noch von einem vertrauensvollen Miteinander ausgegangen sind. Tatsächlich aber wurde von den Fachleuten im „Kommunalunternehmen des Landkreises Neustadt an der Aisch" dieser Tag „X“ vorausgesehen und so wurden die Weichen gestellt – ohne mit den Bad Windsheimern und den Bürgern aus dem westlichen, oder auch nur aus dem südwestlichen Landkreis zu reden.

Jetzt, da dieser Tag „X“ gekommen ist, taugt das Krankenhaus in Bad Windsheim plötzlich nicht mehr. Es geht anscheinend nur noch um "Neustadt an der Aisch". Dies wurde so herbeigeführt. Wer die Entwicklungen der letzen Jahre verfolgt hat, kommt unweigerlich zu dieser Erkenntnis. Dazu muss er auch nicht aus Bad Windsheim kommen, um das zu verstehen. Es ließen sich viele erklärende und peinliche Beispiele erläutern, auf die hier verzichtet wird. Das „Ärmel hoch krempeln“ der Bad Windsheimer seit der Gebietsreform war umsonst.

Zusammenfassend bleibt für die Bürgerschaft des südwestlichen Landkreises folgende Erkenntnis:

Die Politik und die Klinik in „Neustadt an der Aisch“ haben in den vergangenen Jahren Fakten geschaffen, die den einzigen Krankenhausstandort im Landkreis außer Frage stellen. Der Erhalt aller drei Kliniken ist eine Gefühlsduselei. In den nächsten 10 Jahren fällt Bad Windsheim komplett und Uffenheim dann mit! Das ist das Ziel der Bundesregierung und das hat „Neustadt an der Aisch“ so vorbereitet, ohne mit den Bürgern im westlichen Landkreis darüber auch nur ein einziges Wort zu verlieren.

Wer mit uns nicht spricht soll uns jetzt auch nichts erzählen – wir glauben es nicht! Weil man mit uns nicht geredet hat und weil man uns wieder einmal vor vollendete Tatsachen gestellt hat, haben wir jegliches Vertrauen in...

...die Klinikleitung in „Neustadt an der Aisch“,
...die Kreispolitik in „Neustadt an der Aisch“,
...die Landkreisverwaltung in „Neustadt an der Aisch“ und in...
...den Landrat Walter Schneider in „Neustadt an der Aisch“...

...verloren!!!

Wir glauben Ihnen nichts mehr und wir werden Ihre Entscheidungen bekämpfen, solange uns das irgendwie möglich ist. Meine vollste Hochachtung gilt dabei den Senioren in Bad Windsheim und auch Herrn Späth, die hier federführend tätig sind.

Ob der Landkreis, die Stadt "Neustadt an der Aisch", oder die Kliniken im Landkreis (Zukünftig: Klinik „Neustadt an der Aisch“) darunter leiden sollen, stellen die Bad Windsheimer ins Verhältnis zu den eigenen Leiden. Wenn man den Stolz der Bad Windsheimer Bevölkerung berücksichtigt, dass diese Stadt eine der ersten Städte in Bayern mit einem Krankenhaus, bereits im 14. Jahrhundert war, dann werden Sie auch akzeptieren müssen, dass die Bad Windsheimer nicht anerkennen können, dass man in solch wesentlichen Fragen nicht mit ihnen spricht, sondern Ihnen nur die lange Nase zeigt.

In diesem Sinne fordere ich Herrn Sandmann, die Klinikleitung, die Kreispolitiker und den Landrat, alle aus "Neustadt an der Aisch" auf, die Bad Windsheimer nicht länger für dumm zu verkaufen, ihre bisherigen Pläne auf Eis zu legen und gemeinsam eine Lösung zu finden.

Hier in Bad Windsheim befürchtet man aber, dass die Leute aus "Neustadt an der Aisch" logischerweise gar nicht reden, sondern die Gunst der Stunde nutzen wollen, ihr Ding durchzuziehen. Wenn es so weit kommt...

...dann können die Gräben nicht mehr verfüllt werden, die „Neustadt an der Aisch“ wieder aufgerissen hat!




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