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1. November 2010 1 01 /11 /November /2010 11:00

Stadtratssitzung am 28.10.2010 – ein Kommentar

Wer die Stadtratssitzung im KKC verfolgt hat, war verwundert, dass ausgerechnet Wolfgang Eckardt engagiert zur Sache ging. Es wäre doch besser gewesen, Eckardt hätte sich ganz still verhalten und heimlich geschämt.

Nachdem die Fraktionsvorsitzende Ismene Dingfelder den absolut logischen, aber kaum realistischen Vorschlag gemacht hatte, man möge die Zuschüsse, die von Seiten des Staates für die ungeliebten Einzelkläranlagen gezahlt würden, doch für eine nicht förderfähige Druckleitung einfordern, kam Wolfgang Eckardt zum Zuge.

Ausgerechnet der ehemalige Bürgermeister, der den Bescheid des Wasserwirtschaftsamts aus dem Jahr 2001 offenbar nicht ernst genommen hat und die Umsetzung der geforderten Abwasserversorgung der drei Ortsteile bis zum Jahr 2006 eben nicht umsetzte, griff ins gleiche Horn wie Frau Dingfelder. Es muss auch darauf hingewiesen werden, dass Wolfgang Eckardt vor seiner Bürgermeisterzeit mehrere Jahre beim Wasserwirtschaftsamt beschäftigt war und dadurch die Voraussetzungen einer rechtzeitigen Antragstellung genau kennen musste.

Selbstverständlich erwähnte er nicht, dass er durch sein Nichtstun diese missliche  Situation überhaupt erst mit herbeigeführt hat. Denn damals war eine Bezuschussung der Anschlüsse der Ortsteile Erkenbrechtshofen und Unterntief an die Kläranlage Bad Windsheim laut Aussage von Michael Müller vom Wasserwirtschaftsamt noch problemlos möglich. Mittlerweile kann die „große“ Lösung in Unterntief nicht mehr gefördert werden, Erkenbrechtshofen steht auf der Kippe, wird aber noch grade so reinrutschen. In Humprechtsau ist nach wie vor diese große Lösung nicht förderfähig.

Und wäre das nicht schon schlimm genug, erntete der Alt-Bürgermeister für seine Versäumnisse auch noch Applaus der Zuhörer. Man will speziell in Unterntief offenbar die Versäumnisse Eckardts nicht wahrhaben, denn dann hätte man registriert, dass andere jetzt genau jene Kartoffeln aus dem Feuer holen sollen, die Eckardt selbst hat verbrennen lassen.

Die Krönung war dann noch, dass ausgerechnet der Stadtrat Dehner die drei aktuellen Bürgermeister aufforderte, Staatsminister Söder mal eben zur Änderung der Förderrichtlinien zu bewegen.

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