Monday, 21. december 2009
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Schuldige für die Kostenexplosion am Schulzentrum NEA gesucht!
"Das haben uns die Windsheimer eingebrockt", wird inoffiziell behauptet. Im persönlichen Gespräch wird Windsheimer Kreisräten von Neustädter Kreisräten vorgehalten, dass "die Windsheimer " dieses
Debakel maßgeblich mitverschuldet hätten. Damit meint man die Bad Windsheimer ARGE Liebberger/Spieler/Reeg, die jetzt mitten in der Bauphase spektakulär das Handtuch werfen musste.
Gleichzeitig wird darauf angespielt, dass Wolfgang Eckardt als damaliger stellvertretender Landrat und Gerhard Gerhäuser als Mitglied des Vergabeausschusses sich maßgeblich für die
Auftragsvergabe an diese Bad Windsheimer ARGE eingesetzt hätten. Insbesondere Gerhard Gerhäuser hatte damals vor seiner Ausbootung noch erheblichen Einfluss auf Entscheidungen des
Kreistages.
Man habe dies damals eben unterschätzt, bekommt man zur Antwort, wenn man Kreisräte danach fragt, wieso es denn überhaupt passieren konnte, dass man die Planung eines solchen Mammutprojektes an
eine ARGE ohne entsprechende Referenzobjekte in dieser Größenordnung vergeben konnte.
Auch hier im Landkreis läuft es so ab, wie man es auch von der großen Politik gewohnt ist: Insbesondere in Wahlkämpfen erklärt man sich für äußerst kompetent, zuverlässig und integer. Wenn man
dann z. B. rotweiße Absperrbänder anlässlich einer Straßenfreigabe publikumswirksam zerschnippeln darf, übernimmt man sehr gerne die Verantwortung. Wenn jedoch offensichtliche und kostspielige
Fehlentscheidungen passieren, die zudem noch mindestens ein "Gschmäckle" haben und erhebliche millionenfache finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen, sucht man die Schuldigen
immer woanders.
Letztendlich könnte dies alles zur weiteren Isolierung Bad Windsheims im Landkreis beitragen. Die Schwächung des bisher profitablen Krankenhausstandortes Bad Windsheim zugunsten von Neustadt könnte
ein Teil einer solchen Strategie sein.
von Richard Müller
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veröffentlicht in: Kreistag
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