Friday, 29. july 2011 5 29 /07 /Juli /2011 18:11

Langenzenn: Bürger fahren Bürger.

Erster Vorstand Krippner und Fahrdienstleiter Rotkehl stellten dem Bad Windsheimer Stadtrat den Bürgerbus Langenzenn vor. Der 70.000 € teure Bus fasst 9 Personen, inklusive Fahrer. Als Fahrer fungieren in Langenzenn 24 ehrenamtliche Personen, dies sind meistens Rentner und Frührentner, nur so kann der Fahrdienst kostengünstig funktionieren. Je Fahrt wird 1 Euro kassiert. Weiteres auf der HP: http://buebla.de/

 

von Richard Müller - veröffentlicht in: Stadtrat
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Friday, 29. july 2011 5 29 /07 /Juli /2011 07:57

Stadtratssitzung am 28.07.2011,

Stadtrat wird zum Gruselkabinett für Gerlach und Polito.

Eine skurile Debatte gab es im Stadtrat zum Bauantrag des Projektplaners Gerlach auf dem Gelände der Familie Polito an der Ecke Raiffeisenstraße/Jahnstraße. Obwohl der Verkehrsgutachter persönlich angereist war, wurde das weiter verbesserte Konzept mit einer Linksabbiegerspur in der Raiffeisenstraße wieder verworfen. Dem Projektentwickler wurden wieder keine exakten Vorgaben gemacht, er darf weiter entwickeln und basteln und auch dann wird der Stadtrat wohl wieder nein sagen.

Vorgeschichte: Bereits am 25.11.2010 stimmte der Stadtrat dem Bauvorhaben REWE- Markt zu. Es schien alles klar bei der Abstimmung, als StR Gurrath und StRin Döbler-Scholl in allerletzter Sekunde noch Einwände wegen der Verkehrsführung vorbrachten. Es wurde dann die Bedingung eines Verkehrsgutachtens in die Beschlussvorlage aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war StR Gerhäuser noch ein eindeutiger Befürworter, die neuerdings von Gerhäuser vorgebrachte Argumente, dass man bei Handelshof und KSV Fehler gemacht habe und deshalb jetzt vorsichtiger sein müsse, existierten damals merkwürdigerweise noch nicht.

Anstatt Vorgespräche mit der Stadtverwaltung zu führen, um Wünsche der Stadt im Gutachten zu berücksichtigen, ließ Gerlach einfach ein Verkehrsgutachten anfertigen, das dann auch im Stadtrat prompt abgelehnt wurde, weil es jeweils eine Ausfahrt in der Raiffeisenstraße und eine in der Jahnstraße vorsah.

Im nächsten Entwurf gab es dann nur noch eine Ausfahrt in der Raiffeisenstraße mit sogar einer Linksabbiegerspur auf Kosten des Investors. Auch diese Variante fand im Planungsausschuss keine Gnade. Dies wurde dann gleich genützt, um das Bauvorhaben wieder komplett abzulehnen.

In der gestrigen Sitzung war dann sogar der Gutachter angereist, konnte aber durch seinen komplizierten und auch verbal schwer verständlichen Vortrag nicht überzeugen. Niemand aus Stadtrat und Verwaltung konnte und kann sagen, wie die Verkehrsführung auszusehen hat, man ist sich im Stadtrat nur mehrheitlich einig in der Ablehnung.

Zu Beginn dieses Tagesordnungspunktes REWE- Markt hatte StR Spieler für die FWG sogar die Berechtigung angezweifelt, dieses Thema im Gesamtstadtrat nochmals auf die Tagesordnung zu setzen, nachdem sich das Fachgremium Planungsausschuss ausführlichst mit dem Thema beschäftigt und einen ablehnenden Beschluss gefasst hatte. Falls dieser Tagesordnungspunkt beibehalten werden sollte, werde man dies dienstaufsichtlich prüfen lassen. StR Schreibelmayer (SPD) widersprach dem vehement, der Gesamtstadtrat könne jederzeit ein Thema auf die Tagesordnung setzen, auch wenn es im Ausschuss schon behandelt wurde.

BM Ledertheil bat dann trotzdem um Wortmeldungen. Hier fiel besonders auf, dass sich der heimliche Fraktionssprecher der CSU, Gerhard Gerhäuser, vom fast gönnerhaften Befürworter zum plötzlich massiven Gegner gewandelt hatte. Den Vogel dieser skurilen Debatte schoss dann aber StR Spieler ab. Er verlangte, dass auch die Abzweigung Jahnstraße- Eisenbahnstraße und die Kreuzung an der katholischen Kirche mit in das Gutachten einbezogen werden müssten. Hier wurde von Spieler offenbar übersehen, dass der Verkehr aus Jahnstraße und Raiffeisenstraße generell über diese beiden Abzweigungen fließt, egal, ob jetzt keine, oder zwei Linksabbiegerspuren gebaut werden. Vielleicht wird ja demnächst auch noch eine Untertunnelung des naheliegenden Bahnüberganges verlangt.

StR Heckel zweifelte das Gutachten an, da nach seiner eigenen Recherche zugrunde gelegt war, dass lediglich 60 % aller REWE-Kunden mit dem Pkw anfahren würden, die restlichen 40 % müssten dann wohl Fußgänger sein, dies sei nicht realistisch.

BM Ledertheil bat darum, einen zustimmenden Beschluss zu fassen, weil man sonst wohl Gefahr laufe, dass das Landratsamt Neustadt/Aisch auch hier wieder einen fehlenden Beschluss ersetzen würde. 

StRin Dingfelder wies darauf hin, dass in ca. 100 Metern Entfernung bis vor kurzem ein Edeka-Markt bestanden hatte. Die Familie Polito versuche jetzt seit fast 10 Jahren das Gelände sinnvoll zu nutzen und zu bebauen. Alles sei bisher an der Verhinderungspolitik mehrerer Stadträte gescheitert, dies könne nicht so weitergehen.

Fazit: Es wurde nicht einmal abgestimmt, man darf weiter basteln. Der Stadtrat ist wieder ein Stück weiter gekommen, den REWE- Markt gänzlich zu verhindern. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Projektplaner endgültig das Handtuch wirft. Es könnte dann möglicherweise ein Discount- Markt mit ca 800 qm Verkaufsfläche an gleicher Stelle gebaut werden, hier hätte die Stadt dann keinerlei Einspruchs- und Verhinderungsmöglichkeiten.

von Richard Müller - veröffentlicht in: Supermärkte
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Wednesday, 27. july 2011 3 27 /07 /Juli /2011 22:50

Einschüchterungsversuch läuft ins Leere.

Bereits vor einiger Zeit erhielt ich Besuch von der Polizei, ein Dienstauto parkte vor dem Haus und ein hochrangiger Polizeibeamter klingelte an der Haustür, mit der Bitte um ein Gespräch. Kurz zuvor war im Blog ein Artikel über Drogen und Hausdurchsuchung usw. erschienen.

Unter Hinweis auf diesen Artikel bat man mich, denselbigen etwas zu entschärfen und in Zukunft noch mehr Zurückhaltung zu üben. Auf mein Argument, dass keine Namen genannt wurden, sagte man mir, dass Insider durchaus Zusammenhänge herstellen könnten. Die Polizei wolle nicht in die Lage geraten, gegen mich Ermittlungen einleiten zu müssen, wie es beim damaligen anonymen Blog "windsheimer-geschichten" gegen andere Personen geschah. Ich wies darauf hin, dass man gegen meinen Blog www.windsa.net kaum ermitteln müsse, weil alle Artikel generell nur mit Namensnennung des Autors erfolgten.

Es erfolgte durch mich dann eine leichte Entschärfung des oben genannten Artikels, auf Rückfrage wurde dann bestätigt, dass die Sache so in Ordnung sei.

Das ganze Gespräch verlief sehr sachlich und fair. Was irgendwie nicht zusammen passte, war das erscheinen des Beamten in Uniform und mit Dienstauto. Hier wäre ein Besuch in Zivil wohl eher angemessen gewesen. Am Dorf erregt so etwas immer Aufsehen und genau dies war möglicherwiese auch so beabsichtigt, um mich zu beeindrucken.

Fazit: Der Besuch hat mich in keinster Weise beeindruckt, ich werde den Blog weiterhin betreiben, um aktuelle Themen aufzugreifen und um auf Missstände hinzuweisen. Vielleicht hat ja man auch von Seiten der Politik angefragt, ob man auf den "Müllerblog" nicht irgendwie einwirken könnte.

 

von Richard Müller - veröffentlicht in: Aktuelles
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Monday, 25. july 2011 1 25 /07 /Juli /2011 21:50

Freilandtheater im Museum wird gravierend gestört.

Aus dem Protokoll einer Aufführung, strahlend blauer Himmel, 230 Zuschauer. 

Hubschrauber um 20.46 

Hubschrauber um 20.48

Hubschrauber um 21.04 in Sichtweite

Hubschrauber um 21.08

Hubschrauber um 21.17

Hubschrauber um 21.22

Hubschrauber um 21.32

Hubschrauber um 21.37

Hubschrauber um 21.44

Hubschrauber um 22.40

Hubschrauber um 22.53 

Unsere Politiker sind offenbar nicht in der Lage, wenigstens während den Theateraufführungen für Ruhe am Abendhimmel zu sorgen. Wiederholte Interventionen der Theaterspielleitung bei den Amerikanern blieben bisher erfolglos. Unsere amerikanischen Freunde zeigen deutlich, wer das sagen hat.

von Richard Müller - veröffentlicht in: Aktuelles
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Friday, 22. july 2011 5 22 /07 /Juli /2011 21:38

Bericht über W. Eckardts GIG Immobilien GmbH & Co. KG

Erstaunen löste ein sehr interessanter WZ- Artikel über Aktivitäten der GIG Immobilien GmbH & Co. KG aus. Anscheinend deutet sich unter der neuen Chefredakteurin Barbara Bedacht ein Stilwechsel an. Während in der Vergangenheit oftmals Bilder von Fußballern, Kirchweihen, Siebenervereidigungen und Vereinsgrillfesten dominierten, wurde mit dem Artikel zu unternehmerischen Aktivitäten des Altbürgermeisters Wolfgang Eckardt ein sehr interessanter Beitrag veröffentlicht. Wenn jetzt noch die bereits angedachte Landkreisseite verwirklicht wird, kann sich die WZ von einem allgemein so bezeichneten "Käsbleedla" zu einer einigermaßen akzeptablen Lokalzeitung wandeln.

http://www.windsbach.de/upmedia/Amtsblatt02-11.pdf

Es verwundert schon sehr, dass Wolfgang Eckardt jetzt plötzlich sein Herz für Altstadtsanierungen ausgerechnet in Windsbach entdeckt, während es früher zu Zeiten des Schießwasenprojektes und des dort geplanten Einkaufszentrums laut Eckardt auf die paar Bäcker und Metzger in der Altstadt von Bad Windsheim nicht ankam. Offenbar ist man bei den Kommanditisten der GIG auch geschockt oder zumindest beleidigt über diese Veröffentlichung in der WZ. Es spricht jedenfalls Bände, dass der Geschäftsführer Wolfgang Eckardt trotz mehrmaliger Versuche für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war. Zu Eckardts Bürgermeisterzeiten wurde keine Möglichkeit eines öffentlichkeitswirksamen Auftrittes ausgelassen, eine WZ ohne Eckardt- Bild hatte damals Seltenheitswert.

Interessant sind auch die Einlagen der Kommanditisten, es scheint in Bad Windsheim eine durchaus kapitalkräftige Oberschicht zu geben:

Dr. Eckardt, Stefan, Bad Windsheim, 100.000,- €

Dr. Meyer, Thomas, Ippesheim, 100.000,- €

Stierhof, Dieter, Bad Windsheim, 100.000,- €

Wild Hans, Bad Windsheim, 75.000,- €

Wild Annette, Bad Windsheim, 75.000,- €

Gerhäußer, Martin, Bad Windsheim, 100.000,- €

Eckardt, Wolfgang, Bad Windsheim, 75.000,- €

Meyer, Bernd, Gallmersgarten, 75.000,- €

Schirmer, Wolfgang, Bad Windsheim, 100.000,- €

Erstaunlich ist auch, dass in Windsbach nicht Spieler, Liebberger, Schwarz und andere als Architekten fungieren, sondern der Architekt der Frankentherme, Sepp Krautloher. Sehr seltsam erscheint auf den ersten Blick auch, dass das Bauunternehmen Gerhäuser nicht als Kommanditist eingetragen ist, aber das hat wohl ganz spezielle Gründe.

Die Leistungsfähigkeit des Bad Windsheimer Bauunternehmens Gerhäuser wurde erneut unter Beweis gestellt, man war bemerkenswerterweise in der Lage, bei einer europaweiten Ausschreibung das günstigste Angebot für Windsbach abzugeben. Das Leistungsverzeichnis wurde sicherlich vom Architekten Krautloher erstellt.

http://www.schmeissner.de/content/index.cfm/fuseaction/1,dsp,0,1,0,0,0,0,Aktuelle-Meldungen-der-Firma-Krautloher-Architekten-GmbH.html 

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Update am 27.07.2011, nach Recherche.

Der eigentliche Stilbruch der WZ ist der, dass es sich bei dem GIG-Bericht um einen unrecherchierten Bericht handelt.

In diesem Bericht werden die Begriffe Projektsteuerung und Projektmanagement im Bezug auf die Geschichte in Windsbach fehlinterpretiert. Dort führt Eckardt's GIG ein eigenes Bauvorhaben durch und das ist klassische Bauträgertätigkeit.

Aber Projektmanagement hört sich natürlich besser an. Projektmanagement ist in der AHO geregelt und besteht primär aus Projektsteuerung und Projektleitung. Ersteres betrifft ausschließlich die Überwachung von Quantitäten, Qualitäten, Bauterminen und Baukosten. Letzteres ist die Erweiterung auf die Bauherrenvertretung mit allen Vollmachten.

Projektsteuerungsleistungen werden bei großen Bauvorhaben, Projektleitungsaufgaben von Auftraggebern vergeben, deren Kerngeschäft sich weit weg von einer Baubegleitung befindet.

Aus fachlicher Sicht wäre der Bericht über die GIG also als billige Werbung zu betrachten.


von Richard Müller - veröffentlicht in: Aktuelles
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