Tuesday, 10. november 2009
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Nur Vorteile der Neustädter Klinik?
Immer wieder werden uns die Vorteile der Neustädter Klinik angepriesen. Ich habe das Gefühl, dass es hierbei immer nur um die Ärzte und die Beschäftigten dieser Klinik geht. Welche Vorteile hier
gegeben sind. Wie nahe alles an der Großstadt Nürnberg gelegen ist usw, usw.
Schön, dass die Nähe an Nürnberg erkannt wurde. Das bedeutet aber auch gleichzeitig, dass Kranke hierher bzw. nach Erlangen gehen werden, bevor sie nach Neustadt gehen.
Hat man sich in Neustadt auch Gedanken gemacht, wie ältere Menschen ohne PKW ihr Krankenhaus erreichen können? Wer auf die Deutsche Bundesbahn angewiesen ist und keinen PKW besitzt, aber ins
Krankenhaus muss, der fahre mit dem Zug nach Neustadt und gehe dann ins Krankenhaus.
Vom Bahnhof Neustadt zum Krankenhaus Neustadt dauert dieses "Vergnügen" eine gute halbe Stunde. Die Neustädter Ärzte, der Verwaltungsrat und an erster Stelle der Landrat Walter Schneider werden
sagen, das ist gesund.
Wer nach Bad Windsheim mit dem Zug fährt, läuft durch den Kurpark und ist in 5 Minuten am Krankenhaus. Ich weiß, das ist mit Neustädter Augen gesehen, ungesund, aber wohl doch eher sinnvoll! Mir
ist klar, dass es auch um Arbeitsplätze geht. Aber an erster Stelle geht es um uns Partienten, die älteren Mitbürger aus den umliegenden Altenheimen, der Seniorenresidenz und den Kurgästen hier in
Bad Windsheim.
Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass die Nähe des Bad Windsheimer Krankenhauses und die leichte Erreichbarkeit durch die Patienten einer Lobbyistengruppe ein Dorn im Auge ist. Genau diesen
Dorn möchte diese Gruppe entfernen.
Wir Bad Windsheimer werden kämpfen, darauf könnt Ihr Euch verlassen. Wir werden dieses mal nicht klein beigeben. Da hilft es auch nicht, das Privatisierungsgespenst auszupacken. Auch hiergegen kann
ein Bürgerbegehren, wie in anderen Städten bereits vorgemacht, nützlich sein.
Also besinnt Euch eines Besseren, und zwar "für" uns Patienten aus dem Umland Bad Windsheims.
Mit freundlichen Grüßen
Detlef Schulenburg
von Detlef Schulenburg
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Tuesday, 10. november 2009
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Städte und Dörfer vor der Pleite - wer zahlt die Zeche?
An dieser Diskussion nimmt auch Bruni Mayer, die Landrätin des Landkreises Rottal/Inn teil. Hier wird sicher auch das im Landkreis Rottal/Inn erfolgreiche Bürgerbegehren angesprochen. Der Landkreis
wollte die drei Kliniken mittels Verkauf an die Rhön-Klinikum AG privatisieren. Man wollte das immer größer werdende Defizit nicht mehr hinnehmen und sah keine andere Möglichkeit als diese
angestrebte und jetzt durch das Bürgerbegehren verhinderte Privatisierung. Es wird interessant sein, welche Lösungen man jetzt im Landkreis Rottal/Inn suchen wird.
Bürgerentscheid Landkreis Rottal
von Richard Müller
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Monday, 9. november 2009
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13:23
Gerhard Sandmann beantwortet meine Anfragen:
1. Wie hoch ist der Anteil von ausländischen Ärzten
jeweils in NEA, BW und UFF?
"Ärzte werden nicht zugeteilt. Vor etlichen Jahren hatte jeder Chefarzt einen Stapel von Bewerbungen am Tisch liegen, aus denen er bei Bedarf einen Assistenzarzt auswählen konnte. Heute müssen für
teueres Geld Annoncen geschaltet werden (Ärzteblatt: 6.000 €) und man bekommt fast keine Bewerbungen. Wir haben keine Auswahl mehr, wir müssen die Ärzte nehmen, die sich bewerben, um überhaupt die
Abteilungen aufrecht erhalten zu können. Von einer bewussten Schwächung der Klinik Bad Windsheim kann keine Rede sein. Dazu können Sie gerne auch Herrn Prof. Dr. Dr. Nusko oder Herrn Dr. Strauß
fragen. Die Staatsangehörigkeit ist auch nicht unser Problem, sondern die häufig damit verbundene Sprachbarriere".
"Ich will Ihre Frage aber trotzdem korrekt beantworten:
Klinik Bad Windsheim Gesamt: 28, davon 6 mit anderer Nationalität und 4 mit deutscher Nationalität und ausländischem Geburtsort.
Klinik Neustadt/Aisch Gesamt: 47, davon 4 mit anderer Nationalität und 5 mit deutscher Nationalität und ausländischem Geburtsort.
Klinik Uffenheim Gesamt: 9, davon 1 mit anderer Nationalität und 2 mit deutscher Nationalität und ausländischem Geburtsort".
"Belegärzte und Konsilarärzte sind nicht enthalten. Ohne Einverständnis der Ärzte kann eine innerbetriebliche Versetzung nicht vorgenommen werden. Hier bemerken wir sehr stark einen
Standortnachteil in Bad Windsheim. Die Bäderstadt zieht leider nicht, so wie teilweise vermutet, die Ärzte aufs Land. Viele der Assistenzärzte in Neustadt wohnen in Nürnberg, Fürth oder Erlangen.
Diese Entfernung nehmen sie gerade noch in Kauf, nach Bad Windsheim ist es den
meisten zu weit."
Anmerkung R.M.: Damit ist der Anteil von Ärzten anderer Nationalität und ausländischem Geburtsort in BW bei 35,71
%, in NEA bei 19,15 % und in UFF bei 33,33 %.
Zur Klarstellung: Niemand hat etwas gegen ausländische Mitarbeiter, sie sind uns willkommen. Es treten jedoch ganz natürlich ab und zu Verständigungsschwierigkeiten mit Dialekt sprechenden
Patienten auf.
von Richard Müller
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Saturday, 7. november 2009
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12:40
Sehr geehrter Herr Sandmann,
Sehr geehrte Klinikleitung in „Neustadt an der Aisch“
Sehr geehrte Kreispolitiker und –politikerinnen in „Neustadt an der Aisch“
Sehr geehrte Landkreisverwaltung in „Neustadt an der Aisch“
Sehr geehrter Herr Landrat Schneider in „Neustadt an der Aisch“,
wir Bad Windsheimer haben natürlich vollstes Verständnis für die große Verunsicherung, die in „Neustadt an der Aisch“ herrscht und die allen schadet. Wir geben Ihnen absolut Recht, dass das
Aufbegehren der Bevölkerung von Bad Windsheim und Umgebung absolut schlecht für die Kliniken und für den Landkreis „Neustadt an der Aisch“ insgesamt ist.
Wir geben Ihnen überhaupt nicht Recht, dass das Bad Windsheim zu verantworten habe. Wir sind lediglich entsetzt darüber, dass in unserem Landkreis ein vernünftiges, geordnetes, faires und
vertrauensvolles Miteinander nicht mehr möglich ist bzw. wohl auch noch nie möglich war.
Ein vernünftiges, geordnetes, faires und vertrauensvolles Miteinander in einer Gebietskörperschaft, eine solche ist der Landkreis „Neustadt an der Aisch“, erfordert ein ausgeglichenes und
abgesprochenes Miteinander, einen rücksichtsvollen Umgang und Verständnis für die Belange der anderen - das dann auch das notwendige Vertrauen fördert.
Wie sie selbst schreiben, leben im östlichen Landkreis 60% der Gesamtbevölkerung des Landkreises. Diese 60 % schaffen in den Gremien (Kreistag) eine politische Mehrheit. Was wir Bad Windsheimer die
letzten 37 Jahre daraus erfahren haben ist, dass alle relevanten Einrichtungen des Landkreises in „Neustadt an der Aisch“ konzentriert werden. Schön für „Neustadt an der Aisch“ – aber ungerecht
gegenüber den 40 % (von denen 10% geblendet wurden) des westlichen Landkreises.
In der Politik verleugnet man offensichtlich die Tatsache, - dafür gibt es viele Beispiele -, dass der Landkreis für alle Bürger im Kreis verantwortlich zeichnet und nicht nur für
die Stadt „Neustadt an der Aisch“!
Wir haben in Bad Windsheim erfahren, dass aus dem Abzug wichtiger Einrichtungen in Bad Windsheim und der Konzentration in „Neustadt an der Aisch“ auch der Abzug anderer Einrichtungen und
Institutionen einher geht, die sich natürlich auch konzentrieren wollen. So hat Bad Windsheim seit der Gebietsreform unglaublich viele Arbeitsplätze und auch wichtige Institutionen verloren. Von
Bad Windsheim wurden seit der Gebietsreform viele zentrumsrelevante Einrichtungen in Richtung „Neustadt an der Aisch“ direkt und indirekt umgeleitet.
Das hat Bad Windsheim bisher hingenommen, – ohne großen Ärger zu veranstalten. Die Bürger und die Stadt haben sich in eine andere Richtung orientiert. Viele Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich
und vor allem im Gesundheitswesen wurden geschaffen. Die Bürger und die Stadt haben die zentrale Funktion der Stadt „Neustadt an der Aisch“ im Verwaltungsbereich akzeptiert und sind gleichzeitig
davon ausgegangen, dass Bad Windsheim im Landkreis als die „Gesundheitsstadt“ ebenfalls akzeptiert wird.
Die Bad Windsheimer hätten aber schon bei der Diskussion um die Therme aufwachen müssen. Nur der Hartnäckigkeit der damaligen Stadtführung und das Wissen um die rechtliche Situation war es zu
verdanken, dass der Kreis jetzt einen Bruchteil jener Gelder in Bad Windsheim investieren musste, die bisher vom Kreis in "Neustadt an der Aisch" investiert wurden und zur Zeit investiert werden.
Wäre es nach dem Willen der Kreisvertreter aus dem östlichen Landkreis gegangen, (Mehrheit) wäre kein einziger Euro geflossen.
Die Entwicklungen rund um das Krankenhauswesen sind in keiner Weise neu. Wieder einmal haben die Kreisräte des südwestlichen Landkreises geschlafen und den Machenschaften der Kreisräte aus
„Neustadt an der Aisch und Umgebung“ sowie der Krankenhausverwaltung in „Neustadt an der Aisch“ tatenlos zugesehen, weil sie immer noch von einem vertrauensvollen Miteinander ausgegangen sind.
Tatsächlich aber wurde von den Fachleuten im „Kommunalunternehmen des Landkreises Neustadt an der Aisch" dieser Tag „X“ vorausgesehen und so wurden die Weichen gestellt – ohne mit den Bad
Windsheimern und den Bürgern aus dem westlichen, oder auch nur aus dem südwestlichen Landkreis zu reden.
Jetzt, da dieser Tag „X“ gekommen ist, taugt das Krankenhaus in Bad Windsheim plötzlich nicht mehr. Es geht anscheinend nur noch um "Neustadt an der Aisch". Dies wurde so herbeigeführt. Wer die
Entwicklungen der letzen Jahre verfolgt hat, kommt unweigerlich zu dieser Erkenntnis. Dazu muss er auch nicht aus Bad Windsheim kommen, um das zu verstehen. Es ließen sich viele erklärende und
peinliche Beispiele erläutern, auf die hier verzichtet wird. Das „Ärmel hoch krempeln“ der Bad Windsheimer seit der Gebietsreform war umsonst.
Zusammenfassend bleibt für die Bürgerschaft des südwestlichen Landkreises folgende Erkenntnis:
Die Politik und die Klinik in „Neustadt an der Aisch“ haben in den vergangenen Jahren Fakten geschaffen, die den einzigen Krankenhausstandort im Landkreis außer Frage stellen. Der Erhalt
aller drei Kliniken ist eine Gefühlsduselei. In den nächsten 10 Jahren fällt Bad Windsheim komplett und Uffenheim dann mit! Das ist das Ziel der Bundesregierung und das hat „Neustadt an
der Aisch“ so vorbereitet, ohne mit den Bürgern im westlichen Landkreis darüber auch nur ein einziges Wort zu verlieren.
Wer mit uns nicht spricht soll uns jetzt auch nichts erzählen – wir glauben es nicht! Weil man mit uns nicht geredet hat und weil man uns wieder einmal vor vollendete Tatsachen gestellt hat, haben
wir jegliches Vertrauen in...
...die Klinikleitung in „Neustadt an der Aisch“,
...die Kreispolitik in „Neustadt an der Aisch“,
...die Landkreisverwaltung in „Neustadt an der Aisch“ und in...
...den Landrat Walter Schneider in „Neustadt an der Aisch“...
...verloren!!!
Wir glauben Ihnen nichts mehr und wir werden Ihre Entscheidungen bekämpfen, solange uns das irgendwie möglich ist. Meine vollste Hochachtung gilt dabei den Senioren in Bad Windsheim und auch Herrn
Späth, die hier federführend tätig sind.
Ob der Landkreis, die Stadt "Neustadt an der Aisch", oder die Kliniken im Landkreis (Zukünftig: Klinik „Neustadt an der Aisch“) darunter leiden sollen, stellen die Bad Windsheimer ins Verhältnis zu
den eigenen Leiden. Wenn man den Stolz der Bad Windsheimer Bevölkerung berücksichtigt, dass diese Stadt eine der ersten Städte in Bayern mit einem Krankenhaus, bereits im 14. Jahrhundert war, dann
werden Sie auch akzeptieren müssen, dass die Bad Windsheimer nicht anerkennen können, dass man in solch wesentlichen Fragen nicht mit ihnen spricht, sondern Ihnen nur die lange Nase zeigt.
In diesem Sinne fordere ich Herrn Sandmann, die Klinikleitung, die Kreispolitiker und den Landrat, alle aus "Neustadt an der Aisch" auf, die Bad Windsheimer nicht länger für dumm zu verkaufen,
ihre bisherigen Pläne auf Eis zu legen und gemeinsam eine Lösung zu finden.
Hier in Bad Windsheim befürchtet man aber, dass die Leute aus "Neustadt an der Aisch" logischerweise gar nicht reden, sondern die Gunst der Stunde nutzen wollen, ihr Ding durchzuziehen. Wenn es so
weit kommt...
...dann können die Gräben nicht mehr verfüllt werden, die „Neustadt an der Aisch“ wieder aufgerissen hat!
von Frank Hackeneis
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Saturday, 7. november 2009
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12:23
Erhalt aller drei Kliniken und aller
Arbeitsplätze:
Immer wieder ist von Personen aus dem Verwaltungsrat der Kliniken und der Führungsebene der Krankenhäuser zu lesen, dass es nur um den Erhalt aller drei Kliniken geht. Alle
Arbeitsplätze sollen so erhalten bleiben. Die Versorgung aller Patienten wird sichergestellt.
Hierzu möchte ich an ein Ereignis erinnern, welches mir selber passiert ist.
Als die Landmaschinenfabrik Schmotzer in den Konkurs ging, wurde den Mitarbeitern auf einer Betriebsverammlung noch zwei Wochen vorher, von dem damaligen Geschaeftsfuehrer Saur versichert:
Schmotzer ist und bleibt gesund! Zwei Wochen später standen wir alle auf der Strasse und waren unseren Arbeitsplatz los. Soviel zu dem eingeforderten Vertrauen, welches die Mitarbeiter der Klinik
Bad Windsheim, der Führungsebene und dem Verwaltungsrat entgegenbringen sollen.
Für wie blöd werden wir eigentlich noch gehalten? Wenn man sieht, was im Bankenwesen abgegangen ist und noch so alles abgeht. Wie Manager sich die Taschen vollstecken und wir kleinen Leute die
Zeche zahlen sollen. Wie vertrauensvoll hätte man uns eigentlich gerne? Von wem werden meistens die grössten Fehler gemacht? Vom kleinen Mann, oder von den Führungsebenen?
Wenn die Umstrukturierung der Kliniken ausgewogen wäre, wenn also Abteilungen von Bad Windsheim nach Neustadt und gleichzeitig von Neustadt nach Bad Windsheim zusammengelegt und verlegt würden,
könnten wahrscheinlich alle damit leben, und wir könnten uns die über hunderttausend Euro Kosten für ein Bürgerbegehren sparen.
So wie alles geplant wurde, bestimmt nicht.
Die Entscheidungsträger der Umstrukturierung und des Bürgerbegehrens sollten sich noch einmal zusammensetzen, damit nicht noch mehr Porzellan zerschlagen
wird.
Mit freundlichen Grüssen
Detlef Schulenburg
von Detlev Schulenburg
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