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29. März 2020 7 29 /03 /März /2020 18:13

Von der Erfolgswelle förmlich überrollt!

Noch gegen Ende des letzten Jahres musste Jürgen Heckel zur Bürgermeisterkandidatur genötigt werden, man musste ihn fast zum jagen tragen. Da waren zuvor Sondierungen bei den anderen Gruppierungen, ob man sich nicht auf einen gemeinsamen Gegenkandidaten einigen könnte. Besonders bei der FWG stieß man auf Ablehnung, Vorsitzender Wolfgang Eckardt verheizte dann lieber die eigene Kandidatin Annette Wild. Es waren dann auch Bedenken, ob man nicht sogar die Stichwahl verpassen könnte. Es gab dann auch Befürchtungen, dass der möglicherweise aussichtsreiche Wolfgang Eckardt kandidieren könnte. Die Nominierung des WiR- Bürgermeisterkandidaten wurde noch hinausgezögert.

Eine Anfrage bei der FWG wegen einer möglichen und befürchteten Wolfgang- Eckardt- Kandidatur brachte keine verbindliche Auskunft. Dann zeichnete sich bei der FWG ab, dass eine von drei Frauen kandidieren würde, Heckel warf dann seinen Hut auch in den Ring. Der Wahlkampf wurde dann wohldosiert geführt, die CSU setzte ihre vermeintliche Übermacht gnadenlos ein und versuchte sogar, mit der Nichtberücksichtigung bei der Landesgartenschau 2027 im Falle der Nichtwahl von Kisch zu drohen. Viele Wähler hatten dann den fatalen Eindruck, die CSU wolle ihnen mit Gewalt den Kisch reindrücken. Ich glaube nicht, dass eine Zeitungsanzeige mit MdB Schmidt, MdL Herold, Landrat Weiß und sonstigen CSU- Würdenträgern irgend etwas positives zugunsten von Kisch bewirkt hat.

Mit der Wahl Heckels wird sich fundamentales im Stadtrat (24 Sitze gesamt) ändern. Die einst stolze CSU mit 8 Stadträten plus Bürgermeister steht jetzt mit jämmerlichen 6 Stadträten da. Die bisher vorhandene Mehrheit mit 8 + 5 + 1 Sitzen ist dahin, man muss jetzt kleinere Brötchen backen mit 6 x CSU + 5 x FWG. Abstimmungen werden nicht mehr solange wiederholt werden können, bis es "passt". Die CSU wird sich in Zukunft in der eigentlich anderen zugedachten Bedenkenträgerrolle wieder finden, ich gönne es manchem.

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Kommentare

Heinz Elflein 03/30/2020 13:51

Es ist unerheblich, ob es eine pro-Heckel oder contra-Kisch-Wahl war. Ich habe mich schon bei der letzten Wahl vor sechs Jahren gefragt, warum die CSU ihren Kandidaten importieren musste. War ja ein Eingeständnis, selbst niemand vor Ort in ihren Reihen zu haben, den sie als geeignet gesehen hat. Aus welchen Gründen auch immer. Herr Kisch hat nun einen Knick in seiner Karriereleiter. Er hat sich verkalkuliert, wenn er das Bürgermeisteramt in Windsheim als Aufstiegshilfe für höhere politische Weihen gesehen hat. Er hätte sich die Bürgermeister-Chronik der vergangenen Jahrzehnte ansehen sollen. Die Windsheimer zaudern nicht, wenn ein Bürgermeister ihren Unwillen erregt hat. Die Amtsträger vor ihm haben nicht überzeugt. Zurückhaltend formuliert. Kann mir aber auch nicht vorstellen, dass Windsheim für ihn eine Lebensaufgabe hätte sein sollen. Häme ist nicht angebracht, Herr Kisch hat sich bemüht, hatte es aber offenbar nicht leicht mit seinen CSU-Stadträten.

Für die CSU in Windsheim kommt der Dämpfer zur rechten Zeit. Sah ja fast so aus, als ob sie sich auf dem Weg zur Monarchie wähnte. Es ist jetzt niemand mehr da, der gesteuert und beauftragt werden kann, die Kohlen „zur Standortsicherung“ der Firma, deren Mehrheitsbeteiligte aus guten persönlichen Gründen im Stadtrat sitzen, aus dem Feuer zu holen oder auf der Mülldeponie abzulegen .

Was ist von Herrn Heckel zu erwarten? Sicher nichts, was besonders zu Buche schlagen wird. Er kann ja nicht all das, was seine Vorgänger vermurkst haben, von heute auf morgen rückgängig machen. Er wird sich darauf beschränken müssen, solide Arbeit zu leisten, die das Wahlvolk honoriert.

Ich persönlich würde mir ein Stadtratsgremium wünschen, das Umweltbelaster animiert, sich einen industriell-geprägten Standort zu suchen und das Kurgebiet damit zu entlasten. Besser heute als morgen.

Bad Windsheim zieht ja seine Anziehungskraft bekanntlich aus dem Heilbad, womit sich manche CSU-Honoratioren öffentlichkeitswirksam im Kreise junger Frauen gerne schmücken . Ohne etwas zugunsten der aus Kurparknähe geplagten Umwelt zu ändern. Wenn die CSU auch deswegen Stimmen verloren hat, sollte sie versuchen, daraus zu lernen. Allein, mir fehlt der Glaube.

Mein Glückwunsch geht an Herrn Heckel und seiner Wir. Möge er Kraft und Umsicht haben, die nicht leichte Aufgabe gut zu meistern.

Heinz Elflein

D. Schulenburg 03/30/2020 07:00

Das haben sich die ewigen Ja-Sager auch redlich verdient. Was haben die erwartet? Das die Wähler sich alles gefallen lassen? Wie einfältig muss man da sein.
Diese Abwahl wurde bereits ganz am Anfang bei der konstituierenden Sitzung vor 6 Jahren von B. Kisch und seinen Mannen eingeleitet. Das hatte keiner vergessen.
Münchhausen ist von seiner Kanonenkugel herunter geholt worden. Gut so. Mit meiner Prognose lag ich nur knapp daneben (60% für Heckel) Einfach zu viele Fehler wurden von dieser CSU gemacht.
Glückwunsch WiR! Auf geht's!

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