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25. Februar 2016 4 25 /02 /Februar /2016 10:34

Weiteres Desaster für Bad Windsheim nach KSV möglich

Die Stromproduktion im Windpark Schauenstein/Ofr bleibt weit hinter den Prognosen zurück. Dies hatte der Geschäftsführer der ebenfalls beteiligten Gemeindewerke Haar bei München bereits im August 2015 für das Inbetriebnahmejahr 2014 festgestellt. http://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/haar-klimaschutz-als-rendite-1.2600201 Auch im vergangenen Jahr 2015 wurden die mit mehreren Gutachten untermauerten Prognosen wieder deutlich unterschritten. Es zeichnen sich Verlustabschreibungen für die Beteiligten ab.

Lustigerweise wurde von mehreren Stadtwerkeleitern auf Teufel komm raus gemauert, als ich wegen einer Auskunft anrief. Der Bad Windsheimer Stadtwerkeleiter mochte nicht einmal die Frage beantworten, welche Summe denn insgesamt bei der WKA Schauenstein für Bad Windsheim im Feuer stehen würde. Schließlich bekam ich die gewünschten Informationen doch noch anderweitig.

Die Hauptursachen für die schlechte Stromproduktion sind häufige Abschaltungen, wegen Schattenwurf/Discoeffekt, Fledermäusen und insbesondere hauptsächlich wegen Vereisung der Rotorflügel. Ursprünglich hatte man vor, die Anlage mit beheizten Rotorflügeln auszustatten. Wegen Lieferschwierigkeiten dieser Variante verzichtete man dann aber, um die Anlage baldmöglichst fertigzustellen. Auf den ersten Blick erscheint eine Vereisung bei zwei milden Wintern eher unglaubwürdig. Fakt ist aber, dass Vereisungen besonders im Temperaturbereich von minus 10 Grad bis plus 5 Grad auftreten. Aufgrund der Höhenlage von 600 Meter über NN sind diese Temperaturbereiche in Schauenstein häufig gegeben. http://www.rothaarwind.de/windenergie/mod_content_page/seite/Rotorblaetter_Eiswurf/index.html Auf der in ca.150 Meter Entfernung zu den Windrädern vorbeiführenden Straße wurden mehrfach zersprungene Eisbrocken in der Länge von 40 cm mit einem Durchmesser von 10 cm gefunden. Durch die hohe Rotorgeschwindigkeit fliegen die Eisklumpen bis zu 200 Meter weit.

Die Stadtwerke Bad Windsheim sind mit 5,37 % an der insgesamt ca. 20 Millionen teuren Anlage mit 4 Windrädern beteiligt. https://www.n-ergie.de/footer/n-ergie-regenerativ/referenzen/windpark-schauenstein.html Nachdem die Stadt Bad Windsheim bereits bei der Klärschlammverwertungsanlage Dinkelsbühl knapp 3 Millionen € verdummt hat, zeichnet sich hier möglicherweise das nächste Desaster ab. Im Gegensatz zur damals einstimmigen KSV- Stadtratsentscheidung gab es zur WKA Schauenstein mehrere Stadträte, die Bedenken äußerten und dagegen stimmten. In der vom Stadtwerkeleiter Hartlehnert ausgearbeiteten Beschlussvorlage hieß es sogar sinngemäß ".... kann zum Totalverlust führen, was aber nicht sehr wahrscheinlich ist." Offensichtlich hatte man sich auch hier wieder von der Euphorie anderer anstecken lassen und eine kritische Betrachtung außen vor gelassen. Vielleicht befürchtete man ja auch wieder, die Beteiligung an einer Gelddruckmaschine zu verpassen. Und schließlich handelte es sich ja auch nicht um eigenes Geld der Stadträte. In Bad Windsheim scheuen gebrannte Kinder offensichtlich nicht das Feuer, vielleicht sind wir ehemaligen Reichsstädter ja auch was besonderes? Wie sagte doch jüngst Bürgermeister Kisch beim Kauf der neuen Feuerwehrleiter sinngemäß : "Geld haben wir eh keines", (also ist es doch egal....)

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Kommentare

Detlef Schulenburg 02/26/2016 07:57

Jeder der Entscheidungen treffen muss, kann auch Falsche treffen. Das ist leider so!

Ich befürchte nur, wenn das so gehäuft vorkommt und es um so hohe Geldbeträge geht, dass man seine alten Versprechungen viel leichter über den Haufen schmeisst und eine Straßenausbaubeitragssatzung einführt. Obwohl man ja eigentlich dagegen ist.
Da wird man dann wieder argumentieren, dass dieses zwangsläufig nötig ist usw.
Da kommt dann wieder der alte Spruch zum tragen: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern! "

Ich kann nur hoffen, dass ich mich täusche. Mindestens so lange bis alle beim zahlen beteiligt sind und nicht nur die Hausbesitzer, also die alte Satzung geändert wird. Denn die Straßen werden von ""allen"" genutzt, nicht nur von den Häuslebauern. Also müssen auch alle zahlen! Punkt!!!

Detlef Schulenburg 02/28/2016 06:59

Antwort an den Namenlosen:
Ist es nicht schön, dass jeder eine andere Meinung haben kann? Übrigens entscheidet nicht nur der Bürgermeister, sondern der ganze Stadtrat. Also die gewählten Verteter der ganzen Bürgerschaft. Wie man sieht, geschehen auch da evtl. falsche Entscheidungen.
Ich gehe mal davon aus, dass die Entscheidungen nicht bewusst zu unseren Nachteilen gemacht wurden?! Wobei ich diese Aufklärung hier schon gut finde. Information ist sehr wichtig.
Aber diese Entscheidung wurde demokratisch und nicht diktatorisch getroffen.

02/27/2016 20:24

Das mit den falschen Entscheidungen sehe ich etwas anders. Die Stadt BW hat feste Einnahmen durch Steuern, Schlüsselzuweisungen, usw. Sie muss deshalb nicht mit dem Geld ihrer Bürger zocken, um noch mehr einzunehmen. In Bad Windsheim fehlt oft der gesunde Menschenverstand. Die meisten Gemeinden in der Gegend haben sich eben NICHT an der Klärschlammverwertungsanlage beteiligt und eben auch NICHT an Windrädern in Oberfranken. Es gibt auch Bürgermeister, die es nicht für die Aufgabe von Gemeinden halten, sich mit dem Geld ihrer Bürger an fragwürdigen Investments zu beteiligen. Anscheinend liegt bei den Stadtwerken zuviel Geld herum. Der durchschnittliche Haushalt ist die Melkkuh der Stadtwerke. Sehr viele Bürger schenken sehr viel Geld weg, weil sie einfach zu träge sind, zu einem günstigeren Strom- und Gasanbieter zu wechseln.

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