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30. Januar 2015 5 30 /01 /Januar /2015 19:08

Auseinandersetzung wird zur Schlammschlacht.

Seinen Augen traute die bisherige Pächterin des Wirtshauses im Freilandmuseum nicht, als sie heute Morgen die Zeitung aufschlug. Birgit Rienecker musste lesen, dass in der Wurstküche des Wirtshauses im Freilandmuseum (- laut Aussage des Landratsamtes NEA -) Tierfutter aus eigenen Schlacht- und Küchenabfällen hergestellt wird. Dazu muss erst einmal zwischen Schlacht- und Küchenabfällen differenziert werden. Geschlachtet wird im Wirtshaus sowieso nicht, weil Rienecker seine Schweine in einem auswärtigen EU- zertifizierten Schlachtbetrieb schlachten lässt. Damit ist ersteinmal schon klar, dass es gar keine Schlachtabfälle im Wirtshaus geben kann.

Damit bleiben noch die Küchenabfälle, also Abschnitte und Reste, die bei der Zerlegung und Fleischverarbeitung anfallen, nicht zu verwechseln mit den per Biotonne entsorgten Essensresten! Diese Küchenabfälle werden von einer Firma Schrittenlocher abgeholt und nach Walsdorf in die Tierkörperbeseitigungsanstalt gebracht. Diese Firma Schrittenlocher erledigt diese Abholung günstiger, als wenn die TBA Walsdorf direkt abholen würde. Genau diese Firma Schrittenlocher soll angeblich eine Genehmigung zur Tierfutterherstellung haben. Damit ist klar, dass sich irgendjemand etwas aus den Fingern gesogen hat. Falls dies tatsächlich im LRA passiert und an die Presse weitergegeben sein sollte, müssten zwingend einige Köpfe im LRA rollen.

Eine große Rolle spielt nach wie vor die laut Rienecker fehlende Küche im Erdgeschoss. Seitens des Bezirkes teilte man mit, dass man Rienecker einen Raum im Erdgeschoss zur Verfügung gestellt habe, dieser Raum sei jedoch von Rienecker eigenmächtig zur Wurstküche umfunktioniert worden. Als Laie fragt man sich dann, wieso der Rienecker überhaupt eine Wurstküche im Wirtshaus braucht. Dafür gibt es eine sehr plausible und nachvollziehbare Antwort.

Die Familie Rienecker mästet an ihrem Wohnort Rudolzhofen Schweine, die sie nach ihren Vorgaben schlachten lässt, die Schlachthälften werden dann in der Wurstküche des Wirtshauses verarbeitet. Das gibt dann auch die Möglichkeit, Hackfleisch immer absolut frisch zu verarbeiten und zu verwursten. Insbesondere an Tagen mit wechselhaftem Wetter ist der Bedarf an kalten und warmen Speisen sehr schwer einzuschätzen. Wenn sich dann an der Kasse Schlangen bilden, startet man in der Wurstküche die Produktion und kann somit immer absolut frisches Essen bieten. In Zeiten von immer wiederkehrenden Lebensmittelskandalen ist das die optimale und vom Verbraucher ausdrücklich gewünschte Möglichkeit, die Nachvollziehbarkeit der Fleisch- und Wurstproduktion zu gewährleisten. Ein neuer Pächter wird das mit Sicherheit niemals garantieren können, man wird dann wohl immer dort kaufen, wo es gerade am billigsten ist.

Eine katastrophale Rolle spielt die Presse. Ein journalistischer Grundsatz ist, sich immer auch die Argumente der Gegenseite anzuhören. Ich selber habe diese Erfahrung mit Mitarbeitern der Windsheimer Zeitung mehrmals gemacht. Meiner Meinung nach ist das, was man über die Familie Rienecker verbreitet, glatter Rufmord. Einem bundesweit bekanntes Wirtshaus die Herstellung von Tierfutter in seinen Räumen nachzusagen, ist eine bodenlose Unverschämtheit. Ich bin sehr gespannt, welche Niete im Landratsamt diesen Mist von sich gegeben hat. Man wird sich vor Gericht sehen, ich hoffe, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und Schadensersatz leisten müssen. Der Bezirkstag Mittelfranken schlittert unter Führung seines immer smarten Präsidenten Richard Bartsch einem Fiasko entgegen.

 

 

 

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