Wednesday, 21. december 2011 3 21 /12 /Dez. /2011 20:25

Probleme ohne Ende bei der Windrad- Standortsuche.

Ende Juli wurden mehrere Berolzheimer Grundstücksbesitzer zu einer Versammlung eingeladen. Auf Initiative von STRM Krebelder hatte Herbert Vorlaufer aus Uffenheim die Gemarkung Bad Windsheim und benachbarte Gemarkungen auf Eignung für Windkraftanlagen begutachtet. Vorlaufer ist Chef der Uffenheimer Stadtwerke und hat bereits mehrere Windkraftanlagen im Uffenheimer Raum projektiert.

Ein ca. 30 ha großes Gebiet südlich von Berolzheim und südöstlich von der Abzweigung nach Unterntief schien laut Vorlaufer als Standort für mehrere Windräder geeignet. Es wurden dann auch gleich Pachtverträge vorgelegt, die schnellstmöglichst unterzeichnet werden sollten. Die Öffentlichkeit sollte unbedingt außen vor bleiben, "weil dann alles zerredet werden könnte".

Wir Grundstücksbesitzer sahen uns aber dann außerstande, Verträge mit einer Laufzeit von 30 Jahren auf die Schnelle und ohne ausführliche vorherige Rechtsberatung zu unterzeichnen. Wir entschieden uns vielmehr dafür, erst einmal eine Standortanalyse bezüglich Lärmbelastung und Schattenwurf durch die bbv-Landsiedlung vornehmen zu lassen. Wir wollten auch die Pachtzahlungen anteilmäßig an die Stromerlöse binden, weil ja niemand sagen kann, was ein bestimmter Betrag in 15 Jahren ohne Inflationsausgleich überhaupt noch wert ist.

Die Analyse ergab dann keine Probleme bei der Lärmbelastung, jedoch waren zwei überprüfte Standorte wegen Schattenwurf nicht, oder nur sehr eingeschränkt möglich. Hier befinden sich die Ortsteile Berolzheim und Unterntief im relevanten Bereich. Zusätzlich stellten sich noch jede Menge zusätzlicher Probleme heraus.

  • Das gesamte von Vorlaufer vorgeschlagene Gebiet befindet sich im Naturpark Steigerwald. Änderungen an der Gebietskulisse sind nur im Einvernehmen mit den drei beteiligten Regierungsbezirken Mittelfranken, Unterfranken und Oberfranken möglich. Gleichzeitig müssten dann Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen vereinbart werden.
  • Fast die Hälfte des Gebietes befindet sich zusätzlich im Landschaftsschutzgebiet. Auch hier sind Änderungen nach momentaner Rechtslage kaum möglich. Hier wurden von der Politik aber Änderungen angekündigt. Diese Änderungen werden aber auch nicht generell, sondern nur punktuell erfolgen.
  • Zur Staatsstraße ist nach Auskunft des Straßenbauamtes Ansbach ein Abstand von 200 Metern zu halten, auch dies verkleinert das Gebiet um mehrere ha.
  • Ein Berolzheimer Landwirt, hat in 450 Metern Entfernung einen bereits genehmigten Bauplan für einen Kuhstall. Der Landwirt hat keine zu verpachtenden Flächen im geplanten Windparkgebiet, sieht durch das Windrad die Milchleistung seiner zukünftigen Kühe gefährdet und hat bereits erbitterten und nachhaltigen Widerstand angekündigt.
  • Ein Winzer sieht eine Wertminderung seines Weinberges, weil man wohl wegen des Schattenwurfes zu bestimmten Tageszeiten nicht mehr im Weinberg arbeiten könne.
  • Auch der Illesheimer Hubschrauberstützpunkt der US- Armee könnte noch erhebliche Probleme bereiten. Hierzu wird derzeit eine Anfrage bei der Wehrbereichsverwaltung Süd bearbeitet. Hier müssen dann unzählige militärische und zivile Dienststellen wegen Stellungnahme und Genehmigung angeschrieben werden.
  • Eine beim Bürgermeister angeratene Anfrage brachte das erwartende nichtssagende Ergebnis: Die Dinger seien halt schon von weitem zu sehen und es komme hauptsächlich drauf an, was der Stadtrat dazu sagen würde.
  • Laut http://www.energieatlas.bayern.de/ liegt die mittlere Windgeschwindigkeit am Berolzheimer Standort zwischen 5,0 und 5,4 Metern je Sekunde. Beim Standort Gollhofen liegt diese Windgeschwindigkeit deutlich höher. Je 0,2 Meter je Sekunde muss man mit ca. 10 % mehr oder weniger Stromertrag rechnen. Die BBV-Landsiedlung hat in einem Prospekt dargestellt, dass sie es ablehne, Windkraftanlagen zu projektieren, die eine mittlere Windgschwindigkeit von mindestens 5,5 Metern/sek in 140 Metern Höhe nicht erreichen würden.
  • Dieser Stromertrag wird auch mit jedem Meter Höhenlage um ca. 1 bis 2 % besser. Es wäre also direkt unverantwortlich, ein Windrad neben einem Hügel zu bauen. Deshalb wurde ins Auge gefasst, ein Windrad auf einen kleinen Hügel zu stellen, der dann durch eine um 13 Meter bessere Höhenlage einen jährlichen Strom- Mehrertrag von ca. 30.000 € (!) möglich macht.
  • Laut gesetzlichen Vorschriften muss zu einem Wohn- und Mischgebiet, wie es Berolzheim ist, ein Mindestabstand von 500 Metern wegen Beeinträchtigung durch Schall eingehalten werden. Dies ist laut bereits durchgeführter Analyse problemlos möglich. Anders sieht es beim Schattenwurf aus, hier reichen 800 Meter grade so aus. Andernfalls müsste eine Abschaltautomatik eingebaut werden, die zu bestimmten Zeiten die Anlage abschaltet.
  • Der Inhaber der Firma Ökonergie in Uffenheim, Erwin Keller, informierte bei der Vorstellung des Windparks Gollhofen vor Bürgermeistern und Kreisräten über Renditemöglichkeiten. Laut Keller soll die Ausschüttung bei einer Beteiligung von 10.000 € in 11 Jahren 10.000 € betragen, in 20 Jahren 22.000 € und in 25 Jahren 32.000 €. Damit ist klar dass eine Windradbeteiligung keine Investition ist, um schnell reich zu werden. Auch am sehr guten Standort Gollhofen mit großen Kostenvorteilen durch den gleichzeitigen Bau von 6 Windrädern braucht man 11 Jahre, um sein eingesetztes Kapital wieder zu haben. Wenn man die entgangene Verzinsung mit einrechnet, muss man wohl eher ca 12 bis 13 Jahre ansetzen. Ausschüttung ist eben nicht gleich Rendite, vielmehr ist in der jährlichen Ausschüttung immer ein Anteil Kapitalrückfluss zu berücksichtigen.
  • http://www.stmug.bayern.de/umwelt/oekoenergie/windenergie/doc/windenergie_erlass.pdf
  • http://www.stmwivt.bayern.de/fileadmin/Web-Dateien/Dokumente/energie-und-rohstoffe/Bayerischer_Windatlas.pdf
  • Entscheidend wird wohl auch sein, ob die Stadt Bad Windsheim bereit ist, den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern. Eine Windrad- Entfernung von ca. 800 Metern bis zu den am nächsten liegenden Wohnhäusern in Berolzheim und Unterntief ist mit Ach und Krach gerade so noch hinzukriegen. Falls eine Entfernung von mindestens 1000 Metern verlangt wird, ist der Berolzheimer Standort mausetot. 

Man sieht also, dass die Wahrscheinlichkeit eines Windparkes bei Berolzheim nach momentanem Kenntnisstand nicht sehr groß ist, aber vielleicht geschehen ja noch Zeichen und Wunder. Bis Ende Januar 2012 wird das Ergebnis der Standortanfrage bei der Wehrbereichsverwaltung Süd erwartet. Danach wird dann entschieden, wie es weitergeht, mit den Planungen.

 

 

von Richard Müller - veröffentlicht in: Aktuelles
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Friday, 16. december 2011 5 16 /12 /Dez. /2011 20:37

Parteien sollen sich gütlich einigen.

Die Stadt Bad Windsheim hat bisher keine Bauleitplanung für das gesamte Gelände Schmotzer/Heunisch erstellt. Weil in der Altstadt für viele Ladenbetreiber kein existenzsicherndes Einkommen mehr zu erwirtschaften ist, suchten mehrere Geschäftsleute die Nähe zum extrem gut besuchten Handelshof und mieteten sich in den vom Schmotzer- Besitzer Ferdinand Wahl eingebauten Läden ein.

Die von der Stadt versagte Baugenehmigung ersetzte das Landratsamt NEA. Dagegen wiederum klagte jetzt die benachbarte Firma Heunisch. Der Anwalt von Heunisch zeigte sich über diese Genehmigungspraxis des Landratsamtes sehr erstaunt, das Gericht sah aber keinen Grund für Kritik am Landratsamt. Wiederholt wurde die Stadt Bad Windsheim kritisiert, weil sie alles einfach treiben lasse.

Gegen Ende der Verhandlung präsentierte der Anwalt der Firma Heunisch plötzlich mehrere Entwürfe eines Stadtplanungsbüros zum Schmotzerareal, wo in einer Planungsvariante die Firma Schmotzer garnicht mehr vorkam. Dies mag auf den ersten Blick verwundern, ist aber durchaus logisch und nachvollziehbar. Schmotzer-Eigentümer Wahl hatte ja mehrfach damit gedroht, seinen Betrieb nach Rothenburg o. d. Tauber umzusiedeln. Vielleicht war dies sogar eine Retourkutsche der Stadt auf Wahl`s Umsiedlungs- Drohungen.

Der Richter riet den Parteien, doch nach Möglichkeiten für eine Einigung zu suchen, ansonsten sei zu befürchten, dass die unterliegende Partei in die Berufung gehen würde, und das wolle wohl auch niemand. Heunisch und Schmotzer haben jetzt mehrere Wochen Zeit, sich zu einigen. Falls dies nicht möglich ist, wird am 15.02.2012 ein weiterer Gerichtstermin stattfinden, wo dann ein Urteil ergehen wird.

Nachfolgend die Variante 1 der fünf Entwürfe, mit zwei Industriebetrieben. Hier wurde das bisherige Schmotzerbürogebäude (oben rechts im Bild) mit Ausstellungsraum bereits für die Einzelhandelsnutzung gekennzeichnet. Damit wäre nach dieser Variante in diesem Gebäude der von F. Wahl beabsichtigte Drogeriemarkt möglich.

Plan.jpg


von Richard Müller - veröffentlicht in: Supermärkte
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Sunday, 11. december 2011 7 11 /12 /Dez. /2011 15:58

Maisanbau für eon-Biogasanlage rechnet sich in 2011.

http://www.nordbayern.de/region/bad-windsheim/ab-2011-gibt-es-erdgas-aus-mais-1.48356

Die Schmack- Biogasanlage in Gollhofen, an der auch eon beteiligt ist, hat ein sehr großes Einzugsgebiet und kauft Silomais auch in über 20 km Entfernung. Der Bedarf an ca. 50.000 to Substratmaterial ergibt einen Flächenbedarf von ca. 1.000 ha. Auch ich (RM) selber hatte nach über 30 Jahren in Berolzheim wieder 3,08 ha Mais angebaut, der dann gehäckselt und nach Gollhofen transportiert wurde.

Mitte April wurde die Sorte Markizza mit 11 Körnern je qm bei einer Reihenweite von 62 cm gesät. Der Feldaufgang ließ etwas zu wünschen übrig, weil die vorherige Bodenbearbeitung etwas zu tief erfolgte. Es waren dann auch einige Fehlstellen zu verzeichnen. Die Düngung erfolgte mit Harnstoff und Gülle vor der Saat. Bei optimaler Bestandesdichte wären wohl noch locker 10% Mehrertrag möglich gewesen. Der Acker "Im See" ist einer meiner schlechteren Äcker und hat nur 33,90 Bodenpunkte nach Reichsbodenschätzung, das Vorgewende auf einer Seite befindet sich wegen eines Grabens im Acker. 

Es wurde dann bei der Ernte Anfang Oktober ein Maisertrag von 53,63 to je ha, umgerechnet auf 32 % Trockenmasse erzielt. Für diesen Ertrag war wohl auch entscheidend, dass die Ernte nicht zu früh erfolgte. Durch das sonnige Wetter erfolgten noch erhebliche Zuwächse an Trockenmasse, die bei zu frühen Ernteterminen zu Lasten der Erzeuger glatt verschenkt wurden.

Die Schmack-Biogas zahlt einen Gesamtbetrag von netto 4.334,85 €, das sind dann je ha 1.407,42 €. Mit der MWST. von 10,7 % ergibt dies dann je ha 1558,01 € je ha, selbst bei nicht ganz optimaler Bestandesdichte. Häcksel- und Transportkosten gehen zu Lasten von Schmack/eon. Es gibt eine Erzeugergemeinschaft, die die Interessen der Maislieferanten gegenüber der Schmack-Biogas vertritt. Es wurde ein Preisberechnungsmodell ausgehandelt, das sich nach den jeweiligen Getreide- und Ölpreisen richtet.

Da durch die vorhandene Mastschweinehaltung ein leichter Gülleüberschuss entsteht, wird die Biogas- Restgülle voraussichtlich an andere landwirtschaftliche Betriebe abgegeben und muss nicht nach Berolzheim zurückgeholt werden. Möglicherweise kann über eine Güllebörse noch ein zusätzlicher Erlös für abgegebene Restgülle erzielt werden.

Dies ergibt dann auch für andere Biogasanlagen im Windsheimer Raum eine verschärfte Konkurrenzsituation. Vor nicht allzulanger Zeit wurden hier noch unter 1000 € je ha Mais bezahlt, bei allerdings etwas niedrigeren Erträgen.

von Richard Müller - veröffentlicht in: Ortsteile Landwirtschaft
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Sunday, 11. december 2011 7 11 /12 /Dez. /2011 15:08

Wetterextreme 2011 machen Landwirtschaft fast zum Lotteriespiel.

Das Jahr 2011 war besonders im Bad Windsheimer Raum gekennzeichnet von extremen Wetterbedingungen. Im Winter 2010/2011 gab es wiederholte und starke Niederschläge, das Wintergetreide hatte dauernd nasse Füße. Im Frühjahr 2011 fiel dann von März bis Mai fast kein Niederschlag. Ab Juni gab es dann regelmäßig Regen, der dann auch eine erschwerte Getreideernte verursachte, weil die Ackerböden aufgeweicht waren. Das hauptsächlich angebaute Wintergetreide hatte durch den Wassermangel in seiner Hauptwachstumsphase enorme Mindererträge zu verzeichnen.

Bei Mais und Zuckerüben sah es anfangs auch nach einer Katastrophe aus, hier kam dann aber der Regen ab Juni noch rechtzeitig und durch wiederholte Niederschläge gab es hier eine absolute Rekordernte. 

  • Wintergerste: Normalerträge bei ca. 70 dt/ha, in 2011 Erträge zwischen 20 dt/ha und 40 dt/ha, die Ernte wurde hier noch zusätzlich durch Zwiewuchs erschwert, der zusätzliche Kosten verursachte. 
  • Winterraps: Normalerträge bei ca. 40 dt/ha, in 2011 Erträge zwischen null dt/ha und 15 dt/ha; hier gab es oftmals auch Totalausfall, die Bestände wurden dann gemulcht, oder in der Biogasanlage "entsorgt".
  • Winterweizen, Triticale: Normalerträge bei ca. mind. 70 dt/ha, in 2011 Erträge um die 50 dt/ha.
  • Mais: Normalerträge ca. 40 bis 45 to/ha bei 32 %TM, in 2011 bis zu über 60 to/ha.
  • Zuckerrüben: Normalerträge bei ca. 600 dt/ha, in 2011 bis zu 1000 dt/ha.
  • Schweinepreise: Seit zwei Jahren ist ein Preistief zu verzeichnen, das keinen Gewinn je Mastsau zulässt. Hier sind die Ferkelerzeuger noch stärker betroffen, als die Mäster. 
  • Milchpreise, Schlachtrinder: Hier gibt es seit einiger Zeit akzeptable Preise bei Milch und Fleisch. 

Damit wird schon ersichtlich, dass es je nach Betriebszweigkombination erhebliche Einkommensunterschiede gibt, die bis zu 6-stellig sein können. Während Schweinehalter, die ja immer Getreide- und Rapsanbau betreiben, ein Minus machen, dass es nur so pfeift, haben kuhhaltende Betriebe mit Maisanbau ein (fast) Bombenjahr hinter sich. Wenn dann noch, wie im Uffenheimer Gau, Zuckerrübenanbau betrieben wird, wird der Unterschied im Einkommen noch größer. Wer gedacht hatte, dass die Pachtpreise nicht weiter steigen würden, sah sich getäuscht. Der weiterhin rasante Anstieg der Pachtpreise macht im Ackerbau (Getreide, Raps) jede auch noch so kleinste Aussicht auf einen wenigstens minimalen Gewinn zunichte. Der Strukturwandel wird beschleunigt weiter gehen, ich gehe davon aus, dass in nächster Zeit Notverkäufe von Grund und Boden zunehmen werden.

von Richard Müller - veröffentlicht in: Ortsteile Landwirtschaft
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Thursday, 8. december 2011 4 08 /12 /Dez. /2011 22:06

Heunisch sattelt drauf.

Gleich drei Gerichtsverhandlungen stehen an, in der Auseinandersetzung zwischen Heunisch und Schmotzer bzw. Ferdinand Wahl.

  • Freitag, 09.12.2011, 12 Uhr, Landgericht Nürnberg/Fürth: Unterlassung der vom Landratsamt genehmigten Stellplätze vor den Laden- geschäften wegen eines Geh- und Fahrtrechtes auf einer Einfahrt, die zwischen 13.50 und 16.50 m breit ist und die Heunisch seit Jahren nicht mehr benutzt.
  • Ebenfalls Freitag, 09.12.2011, 12 Uhr, LG Nbg., Erweiterung der Unterlassung wegen eines Geh- und Fahrtrechtes aus früheren Zeiten durch die Schmotzer- Fabrikhalle. Dieses Geh- und Fahrtrecht wurde von Heunisch noch nie benutzt. Heunisch verlangt jetzt per Klage, dass er durch die Schmotzer- Werkshallen rund um die Uhr gehen und fahren darf, obwohl sein Betrieb in der Westheimer Straße stillgelegt ist. Ein findiger Rechtsanwalt hat hier offenbar Gewohnheiten aus früheren Zeiten entdeckt und will Verhandlungsmasse für einen eventuellen Vergleich schaffen.
  • Donnerstag, 15.12.2011, 9 Uhr, VG Ansbach: Verwaltungsgerichtsklage gegen den Freistaat Bayern, am Donnerstag, dem 15.12.2011 um 9 Uhr. Hier klagt Heunisch gegen staatlichen Teil des Landratsamtes NEA. Das Landratsamt hatte die Läden im Schmotzerareal genehmigt, nachdem der Stadtrat abgelehnt hatte. Durch diese Läden sieht Heunisch seinen daneben liegenden Teilbetrieb gefährdet. Auf Verlangen von Heunisch soll hier auch der Ausstellungsraum der Fa. Schmotzer auf die Ladenfläche angerechnet werden.

Das gesamte Gelände war bis 1980 im Gesamtbesitz der Firma Schmotzer, nach dem Konkurs 1980 kaufte die Gießerei Heunisch den Gießereiteil aus der Konkursmasse. Die Firma VVB Uffenheim (P.Hahn u.a.) projektierte dann 1998 den Bau des Kauflandes, (- später Handelshof - ) und kaufte dazu das erforderliche Gelände vom Schmotzerinhaber Ferdinand Wahl. Durch Verschachtelungen und Verzahnungen der Gebäude von Schmotzer und Heunisch sind jetzt diese Nachbarschaftsprobleme entstanden. Mittlerweile ist die Firma Immler-Immobilien Eigentümer des Handelshofes.

 

SchmotzerH1.JPGHier die umstrittene Zufahrt im Bild, von Norden her gesehen. Links das erste Gebäude neben dem Bus, - mit vergammelten Fenstern und verrosteter Dachrinne -, im Eigentum von P. Hahn und Co., danach das Gebäude mit Rolltor bis ganz nach hinten im Eigentum der Gießerei Heunisch. Querstehend in weiß die Maschinenfabrik Schmotzer mit Sektionaltor, rechts der Handelshof. Die Bahngleise sind stillgelegt. Die enge Zufahrt links hinten zwischen Schmotzer und Heunisch ist 4,00 Meter breit, hinten knickt die Zufahrt leicht nach rechts ab. Als Unbeteiligtem kommt es einem zumindest merkwürdig vor, dass Heunisch sein Fahrtrecht vorne auf der gesamten Breite von 13,50 Meter bis 16,50 Meter ausüben will, wenn hinten 4,00 Meter offenbar problemlos reichen.

Das Dach der Maschinenfabrik Schmotzer muss erneuert werden, hier soll dann gleich das Gebäude aufgestockt werden. Im OG werden dann die Büroräume untergebracht, falls sich die Aussiedlungsabsichten nach Rothenburg zerschlagen. Dafür werden dann im vorderen Gebäude hinter den Läden Räume frei, hier wird dann ein Drogeriemarkt einziehen, entweder DM oder Müller.

 

SchmotzerH2.JPGHier die Zufahrt von der anderen Seite, also von Süden her gesehen. Links der Handelshof, rechts wieder P. Hahn und danach die Schmotzerläden. Obwohl rechts die Autos rechtwinklig vor den Läden parken und zu Demonstrationszwecken ein LKW auf der anderen Seite geparkt wurde, ist immer noch weitaus mehr Fahrbahnbreite vorhanden, als diese nur 4 Meter ganz hinten.

von Richard Müller - veröffentlicht in: Supermärkte
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