Stadtrat

Saturday, 30. july 2011 6 30 /07 /Juli /2011 19:52

Tagesordnung meistens unbekannt.

Wer als Zuhörer an Stadtratssitzungen teilnimmt, tut sich oft sehr schwer, einerseits die für ihn interessanten Tagesordnungspunkte nicht zu verpassen und andererseits nicht nutzlos stundenlang herum zu sitzen. Am besten wäre es sicher, die aktuelle Tagesordnung ins Internet zu stellen und/oder bereits kurz vor Sitzungsbeginn per Beamer an die Leinwand zu werfen.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Veröffentlichung am Tag der Sitzung in der Windsheimer Zeitung. Bisher wurden ja immer nur einige Tagesordnungspunkte vorab veröffentlicht. In der letzten Sitzung war überraschend der Tagesordnungspunkt Rückhaltebecken Rüdisbronn gestrichen worden. Vielleicht könnte man ja auch brisante Themen gezielt an den Anfang und Regularien wie den Haushalt der Hospitalstiftung ans Ende der Sitzung stellen.

Auf den Tagesordnungspunkt Bürgerbräu und Bewirtungshaus an der Therme musste Jürgen Strauß über eine Stunde warten, bis er die Zustimmung des Stadtrates vorbehaltlich einer ansichtsfreundlicheren Gestaltung des WC- Bereiches zur Kenntnis nehmen konnte.

Insbesondere bei der letzten Sitzung zeigte sich auch wieder, dass Referenten oft nur schwer, oder kaum zu verstehen sind. Man sollte ernsthaft über eine Lautsprecheranlage mit schnurlosem Mikrofon nachdenken.

von Richard Müller - veröffentlicht in: Stadtrat
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Friday, 29. july 2011 5 29 /07 /Juli /2011 18:11

Langenzenn: Bürger fahren Bürger.

Erster Vorstand Krippner und Fahrdienstleiter Rotkehl stellten dem Bad Windsheimer Stadtrat den Bürgerbus Langenzenn vor. Der 70.000 € teure Bus fasst 9 Personen, inklusive Fahrer. Als Fahrer fungieren in Langenzenn 24 ehrenamtliche Personen, dies sind meistens Rentner und Frührentner, nur so kann der Fahrdienst kostengünstig funktionieren. Je Fahrt wird 1 Euro kassiert. Weiteres auf der HP: http://buebla.de/

 

von Richard Müller - veröffentlicht in: Stadtrat
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Thursday, 2. june 2011 4 02 /06 /Juni /2011 21:28

Unwissenheit und Ahnungslosigkeit zur Siebenerei.

Als Zuhörer konnte man nur mit dem Kopf schütteln, bei all dem Fast- Schwachsinn, der an der Sitzung des Planungsausschusses am 24.05.2011 zum Thema Flurgänge der Siebener verzapft wurde.

  • BM Ledertheil: Auf Anfrage von Stadtrat Dehner, wieso bei den umliegenden Gemeinden weiterhin Flurgänge stattfinden würden und in Bad Windsheim nicht, antwortete der BM, dass Bad Windsheim im Gegensatz zu anderen Gemeinden beklagt worden sei. Dieses Fazit der Äußerung von Ledertheil ist grundlegend falsch, das rechtskräftige Urteil des VG Ansbach und der Beschluss des VGH sind für jede Gemeinde in ganz Bayern bindend! Die Stadt Bad Windsheim würde sich sogar strafbar machen, wenn sie weiterhin kostenpflichtige Flurgänge anordnen würde. Andere Gemeinden, die weiterhin kostenpflichtige Flurgänge anordnen, müssen damit rechnen, wegen Betruges angezeigt zu werden. Offensichtlich versagt hier auch die Rechtsaufsichtsbehörde am Landratsamt NEA, weil sie zulässt, dass jede Gemeinde willkürlich ihr eigenes Süppchen kocht.
  • Stadtrat Spieler wies darauf hin, dass man schon beachten müsse, dass die Interessen der Stadt durch diese Flurgänge auch berührt werden. Diese Aussage ist zuerst einmal durchaus richtig, aber Herr Spieler sollte doch auch beachten, dass die Stadt eben ihre eigenen Grenzsteine auch selber aufdecken müsste. Das gleiche muss für den Landkreis, den Freistaat und die Bahn gelten, die ja alle auch Grenzsteine an ihren Straßen, Gewässern und Bahnstrecken haben. Es kann nicht sein, dass für nicht sichtbare Grenzsteine generell der angrenzende Landwirt bezahlen soll.
  • Stadtrat Krebelder kritisierte, dass man wegen 12,75 € vor Gericht gegangen sei. Dies ist nicht korrekt, es handelte sich insgesamt um 12,75 € + 46,75 € = 59,50 €. Wenn man dann kritisiert, dass ich (RM) wegen 59,50 € vor Gericht gezogen bin, sollte man auch kritisieren, dass die Stadt BW bei einem Millionenhaushalt wegen so einer lächerlichen Summe mit einem geschätzten Verwaltungsaufwand von ca. 30 € nach über 2 Jahren überhaupt einen Gebührenbescheid verschickt. Zusätzlich sollte beachtet werden, dass ich den damaligen Herrn BM Eckardt mehrmals darauf hingewiesen habe, dass sein Bescheid rechtswidrig ist. Herr Eckardt und Herr Stiegler hielten es nicht für nötig, zu reagieren. Erst vor dem VG Ansbach war man plötzlich bereit, die 12,75 € zu halbieren und die 46,75 € zurück zu nehmen, was dann aber von mir (RM) nicht akzeptiert wurde. Die Stadt BW war zur damaligen Zeit die einzige mir bekannte Gemeinde, die Gebühren zur Siebenerei per Bescheid berechnete. Alle anderen Gemeinden machten dies per Rechnung, wo dann die Gemeinde selber Zwangsmaßnahmen hätte einleiten können. Gegen einen Gebührenbescheid ist ein Widerspruch nicht zulässig, allein eine Klage beim VG ist möglich.
  • Stadtrat Dehner will jetzt noch einmal eine Befragung von Grundstücksbesitzern vornehmen lassen, um dieses mittelalterliche Getue doch noch fortsetzen zu können. Aus den Äußerungen von Herrn Dehner muss man schließen, dass die befragten Erkenbrechtshöfer und Berolzheimer Grundstücksbesitzer wohl zu dämlich waren, diese Fragestellung zu begreifen, man war wohl auch zu faul, um bei der Stadt, beim Siebenerobmann, oder beim Ortssprecher nachzufragen. Man muss sich auch wundern, warum nicht Ortssprecher und Siebenerobmann in den beiden Ortsteilen eine Aufklärungsversammlung abgehalten haben.
  • Ein grundlegender Irrtum Dehners ist folgender: Diese Möglichkeit einer Beantragung von Flurgängen ist keine Abstimmung, bei der die Stimmenmehrheit entscheidet. Falls es Herr Dehner also mit entsprechenden Formulierungskünsten und massivem Druck doch noch fertig bringen sollte, dass sich einige Landwirte für Flurgänge aussprechen, so nützt dies letztendlich garnichts, weil dann eben auch nur die Grundstücke der Beantragenden kostenpflichtig begangen werden können. Die anderen Landwirte würden dann genüsslich zusehen, wie ihre beantragenden Kollegen mühsam ihre Grenzsteine suchen, nach kürzester Zeit hätte sich die Sache erledigt.
  • Auch in Ickelheim fragte der Siebenerobmann anlässlich einer Versammlung, ob noch Interesse an Flurgängen bestehen würde. Es rührte sich kein einziger der vielen anwesenden Landwirte, der Obmann bemerkte daraufhin, dass man die Sache dann wohl vergessen könne.
  • Versuch einer Definition: Was ist eigentlich ein Siebener? Ein Siebener ist ein mehrfach vereidigter Amateur, der seine angebliche Kompetenz niemals durch irgendwelche Qualifizierungsmaßnahmen, sondern fast ausschließlich durch Erbfolge und das hochjubeln durch Bürgermeister, Landräte, Staatssekretäre, MdL und MdB zugesprochen bekommt. Es soll mir bitte mal jemand erklären, wieso Siebener über Nacht plötzlich sachkundiger, ortskundiger und friedensstiftender als andere Landwirte sind. Einen Grenzstein zu setzen, ist wirklich kein Hexenwerk, jeder gesunde Bürger ist dazu in der Lage. 
  • Friedensstifter: Viele Landwirte halten diese Bezeichnung für eine Farce. Wie man am Beispiel Oberndorf sieht, wurden mehrere Siebener von der Feldgeschworenenvereinigung Bad Windsheim und Umgebung zu Ehrensiebenern ernannt, obwohl sie einen Kollegen öffentlich des Diebstahls bezichtigt hatten und dann ihr Ehrenamt nach einem eindeutigen und vernichtenden Urteil des VG Ansbach hingeschmissen hatten. Damit wurde von der Siebenervereinigung das fatale Signal gegeben, dass einem nichts mehr passieren könne, wenn man zum Siebener vereidigt ist, der Willkür ist damit Tür und Tor geöffnet.
  • Tradition: Die Siebener haben für sich selber diese letzten Reste mittelalterlicher Feudalherrschaft durchaus schon modernisiert, wenn es um ihr eigenes Vorgehen und um die eigene Bequemlichkeit ging. So musste man früher verheiratet und unbedingt männlichen Geschlechtes sein, wenn man Siebener werden wollte. Es war auch undenkbar, dass man Flurgänge motorisiert per Quad oder Traktor durchführte, alle Löcher für die Grenzsteine wurden per Hand gegraben. Wenn es aber um den rasanten Fortschritt der Vermessungstechnik ging, hat man sich beharrlich an sein uraltes Vorgehen geklammert. Es gibt mittlerweile kleine viereckige Kästchen namens Navi, die jede Person wunschgemäß und punktgenau an fast jedes Haus in ganz Europa führen können. Und da gibt es dann diese Feldgeschworenen, die darauf beharren, dass Grenzsteine zum gewünschten Termin von der Sonne beschienen und einen Schatten werfen müssen..........!

Entscheidend für die Ablehnung der Flurgänge ist wohl, dass die aktiven Landwirte diese oft schikanöse und willkürliche Behandlung durch die Siebener nicht mehr hinnehmen, man hat dieses Getue einfach satt. Viele Landwirte in klein strukturierten Gebieten sind auch nicht mehr willens, diese oft tagelange und zusätzliche Arbeit auf sich zu nehmen. Diese letzten Reste mittelalterlicher Feudalherrschaft sollten beseitigt werden! Sehr auffallend ist, dass sich in der Windsheimer Zeitung bisher kein einziger dieser oft so wortgewaltigen Siebenerfunktionäre zu Wort gemeldet hat, man hoffte wohl, dass sich das Thema durch totschweigen erledigen würde.

von Richard Müller - veröffentlicht in: Stadtrat
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Tuesday, 24. may 2011 2 24 /05 /Mai /2011 21:04

REWE- Markt weiterhin in der Warteschleife,

Fiasko für die Feldgeschworenen.

  • Schmotzerareal: Werbeaufschriften am Gebäude wurden als vorbildlich bezeichnet und genehmigt. Keine Leuchtreklame, BM Ledertheil "so etwas hätten wir auch gerne in der Altstadt".
  • Biogasanlage, Bauherr Peter Scheitacker in Külsheim, wurde genehmigt
  • Hinweisschilder für Verkehrsleitplanung und Parkplätze wurden vorgestellt und genehmigt.
  • REWE- Markt: Projektplaner Gerlach stellte das Verkehrsgutachten vor, es sieht jeweils eine Ein- und Ausfahrt in der Jahnstraße und in der Raiffeisenstraße vor. Das Gutachten basierte auf einer an einem Donnerstag durchgeführten Verkehrszählung und ergab, dass bei ca. 900 Kunden je Tag kaum mit Beeinträchtigungen zu rechnen ist. Lediglich gegen 17 Uhr würde sich nur noch die Qualitätsstufe C ergeben, das würde jeweils eine durchschnittlich um ca. 5 Sekunden längere Wartezeit für Verkehrsteilnehmer bedeuten. Eine bereits vor Wochen an den Grundstücksnachbarn Lidl- Markt wegen einer gemeinsamen Ausfahrt für Lidl und REWE gestellte Anfrage blieb bisher unbeantwortet. Der Stadtrat wird für REWE auf keinen Fall eine zweite Einfahrt in der Jahnstraße genehmigen. Entweder man einigt sich mit Lidl, oder aber man müsse mit einer einzigen Ausfahrt in der Raiffeisenstraße zurecht kommen. BM Ledertheil bemerkte, dass ja auch der Handelshof mit einer einzigen Ausfahrt zurecht komme, also müsse es wohl auch beim REWE reichen. Das vorgestellte Verkehrsgutachten sieht 105 Parkplätze vor. Es sind weitere Planungen erforderlich. (Anm.: Es ist unverständlich, dass man seitens des Projektplaners Gerlach nicht bereits im Vorfeld mit der Stadtverwaltung diese Ein- und Ausfahrtsprobleme abgeklärt hat, damit hätte sich weiterer Zeitverzug vermeiden lassen.)
  • Flurgänge der Feldgeschworenen: Nach aktueller Rechtsprechung dürfen nur noch Kosten von Landwirten verlangt werden, wenn eine Beantragung vorliegt, es gilt auch hier der Grundsatz, wer anschafft, der zahlt. Bisher hatte immer die Stadt angeschafft, der Landwirt bezahlte mit der Faust in der Tasche. Bisher hatte man einfach behauptet, diese Flurgänge der Siebener seien unverzichtbar, die Siebener seien hoch angesehen, die Flurgänge seien hoch begehrt und zum Nutzen aller. Was Normalsterbliche und Nichtsiebener schon lange wussten: Dieses Lügengebäude wird über kurz oder lang zusammen brechen. Diese Märchen von den Friedensstiftern (Zitat BM Ledertheil) an der Grenze glaubte schon lange niemand mehr! Um jetzt der Rechtsprechung Genüge zu tun, wurden zuerst in Erkenbrechtshofen und dann in Berolzheim alle Grundstücksbesitzer in der Hoffnung auf Zustimmung angeschrieben. Auf einem Formblatt konnten die Grundstücksbesitzer die kostenpflichtige Beseitigung von Mängeln beim Flurgang beantragen.
  • Das Ergebnis dieser Beantragungsmöglichkeit war ein Fiasko für die Siebener. Offensichtlich will niemand mehr dieses mittelalterliche Getue haben. In Erkenbrechtshofen wurden 24 Eigentümer angeschrieben, es antworteten nur 13, davon wiederum lehnten 11 die Flurgänge ab und nur zwei sprachen sich dafür aus. Erkenbrechtshofen hat 4 Siebener, so dass festzustellen ist, dass nicht einmal alle Siebener Flurgänge beantragt haben. Da der Fragebogen in Erkenbrechtshofen angeblich zu kompliziert für die Landbevölkerung gestaltet war, wurde in Berolzheim dann eine modifizierte Version verwendet. Hier war das Ergebnis noch katastrophaler, von 39 angeschriebenen Grundstückseigentümern antworteten nur 9, davon sprach sich nur ein einziger für die Durchführung von Flurgängen aus, acht waren dagegen. Damit war von 39 nur ein einziger Grundstückseigentümer für Flurgänge, also 38 zu eins. Berolzheim hat sieben Feldgeschworene, so dass es auch hier nur zwei mögliche Erklärungen gibt: Entweder will man selber dieses überflüssige mittelalterliche Getue nicht mehr, oder aber man war auch nach der ja obligatorischen Vereidigung nicht in der Lage, diesen einfachst gehaltenen Fragebogen auszufüllen. Auf Kritik von Stadtrat Dehner wegen der Berolzheimer Fragebogengestaltung erklärte Stadtbaumeister Geismann, dass man bei Interesse jederzeit bei der Stadtverwaltung oder beim Ortssprecher hätte nachfragen können. Geismann bemerkte auch, dass man nicht mehr gewillt sei, Steuergelder für etwas auszugeben, was offensichtlich niemand mehr will. Die Flurgänge werden weiterhin ausgesetzt, im nächsten Jahr will man auf Initiative von Stadtrat Dehner der angeblich eher schreib- ungeübten Landbevölkerung noch weiter entgegen kommen und mit einem noch einfacher gestalteten Fragebogen einen weiteren (wohl vergeblichen) Versuch starten. (Durch einen Übermittlungsfehler wurden die Berolzheimer Zahlen mit 98 zu 1 zuerst falsch wiedergegeben)
  • Zur Bemerkung von Stadtrat Dehner, dass damit wohl das Ende der Siebenerei eingeläutet sei, entgegnete Stadtbaumeister Geismann bezeichnenderweise, man müsse mit der Zeit gehen und werde wohl entsprechende modernere Formen der Grenzfindung nützen und erarbeiten.
  • Es waren die Stadträte Spieler, Horst, Horneber, Dingfelder, Negendank, Dehner, Krebelder, Heckel, Gerhäuser, Volkert und Hummel anwesend.
von Richard Müller - veröffentlicht in: Stadtrat
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Thursday, 31. march 2011 4 31 /03 /März /2011 21:06
  • Europäisches Schullandheim: Alle Schwierigkeiten sind aus dem Weg geräumt, der Spatenstich kann erfolgen.
  • Fußgängerzone: SPD und FWG bedauern das Ergebnis der Bürgerbefragung, akzeptieren aber selbstverständlich das Ergebnis. 
  • Schmotzerareal: Läden sind genehmigt, es gibt keine Sortimentsbegrenzung, vorläufig wird kein Bebauungsplan aufgestellt.
  • Klagerücknahme der Stadt zu Speier/LRA, Raiffeisenstraße: Es erfolgte weder eine Anfrage, noch eine Erklärung im öffentlichen Teil der Sitzung.
  • Sanierung der Kurparkbeleuchtung wurde beschlossen, es gibt Zuschüsse.
  • Es fehlten Döbler-Scholl, Gröbel und Horst.
von Richard Müller - veröffentlicht in: Stadtrat
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