Saturday, 9. april 2011 6 09 /04 /Apr. /2011 20:07

Oftmals Ausblendung der Wirklichkeit bei der WZ.
Offensichtlich und bedauerlicherweise kommt die Redaktion der Windsheimer Zeitung an viele Informationen nicht heran, über die man zudem auch gern einmal mehr erfahren hätte. Man ist sich aber auch manchmal nicht so sicher, kommt man nicht heran, oder kommt man heran und hält es dann für besser seine mündigen Leser nicht mit brisanten Informationen zu konfrontieren? Das könnte man dann auch als Gnade des journalistischen Wortes beschreiben!

Wer gehofft hatte, dass sich nach dem Weggang von Gabi Grassl mit der neuen Redakteurin Barbara Bedacht wesentliches ändern würde, sieht sich bitter enttäuscht. Zwar gibt es den ein oder anderen zusätzlichen Kommentar, aber ansonsten alles wie gehabt: Kaum Hintergrund-Recherchen, viele nichtssagende Bilder, elegante Umsegelung brisanter Themen. Man kann einfach mit bebilderten Sportberichten vom Randbereich des Verbreitungsgebietes leicht und schnell eine WZ- Seite füllen und tut noch nicht mal jemandem weh dabei. Dass dabei wesentliches auf der Strecke bleibt, zeigen einige Beispiele:

Wieso verhinderte die Stadt die Errichtung eines Heimdecormarktes auf dem Grundstück Raiffeisenstraße, während auf dem Nachbargrundstück ein wesentlich größerer Supermarkt zumindest vorläufig genehmigt wurde? Der Leser wüsste es gern und wäre dankbar über jeden Hintergrund!

Die Auswüchse des Siebener-(Un)-wesens in unserem schönen Teil Frankens. Wieso kein ausführlicher Bericht dazu, dass ein Bad Windsheimer (!) Bürger mehrfach vor Gericht erfolgreich dagegen vorging? Wieso wird nur einseitig über diese Selbstbeweihräucherungen der Siebener berichtet? Warum wird die in der Landwirtschaft tätige Bevölkerung im Verbreitungsgebiet der WZ nicht darüber informiert, dass sie jetzt nicht mehr der kostentreibenden Willkür von Flurgängen ausgesetzt ist? Selbst die FLZ berichtete darüber mehrfach, Windsheimer Zeitung jedoch (fast) Fehlanzeige!

Jüngster Fall, die Klagerücknahme in Sachen Heimdecormarkt: Nachdem der Stadtrat zuerst das Einvernehmen zum Bauvorhaben ablehnt, genehmigt dies das Landratsamt. Auf Anraten von Herrn Geismann und forciert von der FWG beschließt der Stadtrat dann die außergewöhnliche Maßnahme einer Klageerhebung gegen das eigene Landratsamt bzw. gegen den Freistaat Bayern. Nach über einem Jahr dann der Blitz aus heiterem Himmel: Die Verwaltung zieht ohne weiteren Stadtratsbeschluss eigenmächtig die Klage zurück und setzt damit möglicherweise die der Klage zustimmenden Stadträte einer Schadensersatzpflicht aus. Der Windsheimer Zeitung ist solch ein abenteuerlicher Husarenritt keine einzige Silbe wert!

Wenn man als Leser der Windsheimer Zeitung nichts erfährt, dann kann es auch kein Hintergrundwissen geben.

Und die Moral von der Geschicht? Die Windsheimer Zeitung beansprucht für sich ein Verbreitungsmonopol, deshalb kann man sich als Leser zum Beispiel nicht dafür entscheiden, die Nürnberger Nachrichten (oder die Nürnberger Zeitung) mit dem Innenteil FLZ (anstatt der WZ) zu abonnieren. Wenn die Windsheimer Zeitung aber ihrem Informationsauftrag als Zeitung nicht nachkommt, führt dies zu schleichender Zensur. Man erfährt nichts mehr von der Wirklichkeit, weil die Zeitung eine Wirklichkeit vorgaukelt, die es nicht gibt, schlicht und ergreifend durch Weglassen von Wesentlichem. Man sollte sich die Frage stellen, ob es bei diesem Zustand bleiben muss. 

(Anm.: Auch dieser Artikel stellt eine freie Meinungsäußerung des Autors dar.)

 

von Richard Müller - veröffentlicht in: Aktuelles
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Saturday, 9. april 2011 6 09 /04 /Apr. /2011 16:30

Stadtverwaltung Bad Windsheim erstattete Anzeige.

Ein am Neumühlenweg ansässiger Bürger beantragte bei der Stadt die Beseitigung von zwei Bäumen auf dem stadteigenen Nachbargrundstück, die durch Schattenwurf seine Fotovoltaikanlage beeinträchtigten. Besonders im Herbst wurden durch den Wind auch Unmengen an Laub auf sein Grundstück gesteuert.

Bei einem Ortstermin mit dem Baumspezialisten des Stadtbauamtes wurde die Beseitigung und auch das zurückstutzen der Bäume seitens der Stadt abgelehnt. Am nächsten Tag rückte ein ortsansässiges Bauunternehmen mit der Hebebühne an und stutzte die Bäume radikal zurück. Offenbar erinnerte man sich, dass man diesem Bauunternehmen in der Vergangenheit auch äußerst großzügiges Vorgehen in verschiedenen Bereichen nachgesehen hatte.

Obwohl die Stadtverwaltung die Umstände genau kannte, wurde "nur" Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Polizei ermittelte daraufhin, angeblich soll der Stadt ein Baumschaden von 6000 € entstanden sein.

von Richard Müller - veröffentlicht in: Aktuelles
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Friday, 8. april 2011 5 08 /04 /Apr. /2011 23:28

Renovierung des FSV- Heimes scheint gesichert.

Den Bad Windsheimern liegt offensichtlich sehr viel an ihrem FSV, dies zeigte die sehr gute Beteiligung an der Informationversammlung zur Renovierung des FSV- Sportheimes. Ein speziell dazu gebildetes Gremium hatte ein Finanzierungskonzept ausgearbeitet, von dem die anwesenden ca. 70 Personen angenehm überrascht waren. Vorsitzender Horst Allraun trug das schlüssige Konzept vor, Ehrenmitglied und Stadtrat Gerhard Gerhäuser ergänzte. Es beinhaltet im wesentlichen folgendes:

  • Die Materialkosten werden bei maximal 85.000 € liegen, dies wurde von Gerhäuser verbindlich zugesichert. Die Arbeitsleistungen sollen fast ausschließlich durch Vereinsmitglieder erbracht werden.
  • Ein noch nicht benannter Sponsor wird für das Namensrecht des FSV- Platzes die stolze Summe von 25.000 € bezahlen. Dies ist bereits abgesichert, Gerhäuser verbürgte sich dafür. 
  • Auf das Dach des renovierten Vereinsheimes und auf eine noch zu errichtende Tribünenüberdachung werden Fotovoltaikanlagen installiert, auf das Vereinsheim zusätzlich eine Solarthermieanlage zur Warmwassergewinnung. Durch ihren anwesenden Geschäftsführer Peter Hardung hat die Firma F.E.E. aus Ipsheim angeboten, neben der kostenlosen Installation der Solarthermieanlage eine Summe von insgesamt 10.000 € als Dachmiete für die PV-Anlage zu bezahlen.
  • Bürgermeister Ledertheil, der um 21 Uhr zusammen mit der Sportreferentin Alexandra Horst zur Versammlung gekommen war, wies zuerst auf die sehr schlechte finanzielle Situation der Stadt hin und stellte dann aber doch eine noch nicht näher benannte Summe in Aussicht, die Abwicklung wird voraussichtlich über die Stadtwerke laufen. Auch Alexandra Horst sicherte zu, sich für die Belange des FSV einzusetzen. Der Stadtrat wird sich in seiner nächsten Sitzung damit befassen. 
  • Die Restsumme soll durch Spenden, Darlehen, Verkauf von Namensplaketten und Eigenleistungen der Vereinsmitglieder aufgebracht werden. Verpflichtungserklärungen wurden jedem Anwesenden ausgehändigt, auch Beteiligungen von Nichtmitgliedern sind erwünscht.
  • Die endgültige Entscheidung soll anlässlich einer Versammlung am 13.05.2011 fallen, dort sollen dann auch die ausgefüllten Verpflichtungserklärungen abgegeben werden.

Man darf dem FSV schon fast gratulieren zu diesem Superergebnis dieser Versammlung, insbesondere der Einsatz von Vorsitzendem Horst Allraun und Ehrenmitglied Gerhard Gerhäuser hat zusammen mit anderen engagierten Persönlichkeiten wesentliches bewegt. Nach den herben Rückschlägen durch das Bürgerbegehren zum Schießwasenprojekt und die Nichtrealisierung eines separaten Supermarktes scheint es nun doch ein akzeptables Happyend für den FSV zu geben. Damit zeigt sich, dass man gemeinsam und mit Initiative von Persönlichkeiten aus Kommunalpolitik und Wirtschaft erstaunlich gute Ergebnisse zustande bringen kann. 

von Richard Müller - veröffentlicht in: Aktuelles
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Tuesday, 5. april 2011 2 05 /04 /Apr. /2011 11:21

Nachtrag zur Karte in der Inspiration.

Es wundert mich jetzt schon etwas, dass es scheinbar doch aktualisierte Karten gibt. Denn an verschiedenen Standorten in der Stadt stehen große Karten in Plakatgröße auf fast aktuellem Stand aus. Bis auf Punkt 5 sind hier alle Fehler aktualisiert bzw. richtiggestellt. Wenn das hier möglich ist, sollte es doch ein Leichtes sein, diese aktuelle Karte in die Zeitschrift Inspiration zu übertragen. Da die Verkleinerung dieser bereits vorhandenen Karte keine Zauberei sein sollte, hoffe ich bereits in der nächsten Zeitschrift Inspiration eine neue und fast aktuelle Karte vorzufinden.

Detlef Schulenburg 

von Detlef Schulenburg - veröffentlicht in: Schulenburg
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Sunday, 3. april 2011 7 03 /04 /Apr. /2011 18:21

Zweifel am Wahrheitsgehalt meines Blogartikels

Stadt Bad Windsheim zieht Klage am VG Ansbach zurück.

Auf meine Bitte hin hat mir Heinrich Beigel das an ihn ergangene Schreiben zur Verfügung gestellt. Beigel war als Beigeladener zur Verhandlung am VG Ansbach informiert worden.

Wie bereits geschildert, hatte die Stadtverwaltung dem Stadtrat empfohlen, gegen die Baugenehmigung des Landratsamtes bzw. gegen den Freistaat Bayern Klage zu erheben, der Stadtrat stimmte mehrheitlich zu. Nach über einem Jahr nahm die Verwaltung die Klage zurück, ohne den Stadtrat zu informieren. Falls es zur Klageerhebung eine namentliche Abstimmung gab, könnte die Sache weitere Brisanz erhalten, weil durch diese jetzt erfolgte Klagerücknahme die damals zustimmenden Stadträte schadensersatzpflichtig gemacht werden könnten.

Klagerück1

Klageruck2.jpg

von Richard Müller - veröffentlicht in: Supermärkte
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