Sonntag, 2. august 2009
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22:21
Rathausaufzug: Eindeutig mit zweierlei Maß gemessen!!
Während man an anderer Stelle kaum sichtbare Solaranlagen verhindern will, setzt man sich einen sündhaft teuren Klotz aus Glas und Edelstahl direkt außen ans Rathaus. Wenn irgendwo der
vielgepriesene Ensembleschutz verletzt wurde, dann hier, an geschichtsträchtiger Stelle am Martin - Luther - Platz.
von Richard Müller
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Mittwoch, 29. juli 2009
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22:44
Von 25 Millionen € auf jetzt vorläufig 38 Millionen €
Landrat Schneider empört sich über ungerechtfertigte Kritik, weil die CSU-Kreistagsfraktion behauptet, über die explodierenden Kosten für die Erweiterung und Sanierung des Schulzentrums Neustadt
nicht ausreichend und rechtzeitig informiert worden zu sein. Der Kreistag ging bei seinem Beschluss von Gesamtkosten von 23 Millionen aus, momentan spricht Landrat Schneider schon von ursprünglich
25 Millionen, die sich wohl auf 38 Millionen steigern werden. Ob diese 38 Millionen € jedoch das letzte Wort sind, muss sich erst noch zeigen.
Architekten und Fachingenieure hatten geplant, den Estrich nur auszubessern, tatsächlich muss der Estrich nun komplett erneuert werden. Leitungen und Drainagen waren plötzlich erneuerungsbedürftig,
neue Wünsche für EDV und flexible Klassenzimmer bewirkten weitere Kostensteigerungen. Die damalige Mehrwertsteuererhöhung konnte in der Vorabkalkulation nicht berücksichtigt werden.
Anfangs-Kostenberechnung 25,0 Mio €
Preisindexerhöhung
ca. 2,6 Mio € Erhöhung
Sonderwünsche ca
1,0 Mio € Erhöhung
Gebäudetechnik ca. 2,6 Mio
€ Erhöhung
Gebäudeplanung ca. 6,0
Mio € Erhöhung
Momentaner Stand ca. 38,0 Mio €
Mein (RM) Kommentar: Ob da jetzt jemand etwas früher oder später informiert wurde, ist für mich nicht das Hauptproblem. Entscheidend ist diese offenbar total daneben gegangene
Kostenkalkulation vor Beginn der Baumaßnahmen. Der Kreistag hat das Projekt auf der Basis von 23 Millionen € Gesamtkosten abgesegnet. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten muss es möglich
sein, z. B. Estriche, Leitungen und Drainagen vorab auf ihre weitere Tauglichkeit zu untersuchen.
Ich gehe davon aus, dass der Kreistag bei einer vorab genannten Bausumme von 38 Millionen € niemals zugestimmt hätte.
Auf den privaten Bereich übertragen: Wer würde mit einem Architekten bauen, bei dem Kostensteigerungen von über 50 % normal sind?
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Mittwoch, 22. juli 2009
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19:52
Jahresabschlüsse der drei Krankenhäuser im Landkreis NEA in 2008:
Klinik Neustadt/Aisch =
Defizit von 63 301,52 €
Klinik Uffenheim =
Defizit von 31 815,20 €
Klinik Bad Windsheim =
Überschuss von 60 339,60 €
Die Klinik in Bad Windsheim wurde erst vor kurzem mit Millionenaufwand saniert und modernisiert.
Man sollte also meinen, eine einfach Sache, wenn man Defizite abbauen will.
Es soll aber ganz anders kommen: In Bad Windsheim sollen doch tatsächlich Abteilungen geschlossen werden, damit die Klinik in NEA wieder ins Plus kommt.
Mittlerweile muss man sich über nichts mehr wundern. Wenn das so weitergeht, werden wohl in Bad Windsheim Schulen geschlossen, um diese unglaublichen Kostensteigerungen bei der Sanierung des
Neustädter Schulzentrums auszugleichen.
Der Raum Bad Windsheim scheint im Kreistag erheblich an Einfluss verloren zu haben. Insider führen dies auf das ausbooten von G. Gerhäuser zurück.
von Richard Müller
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Sonntag, 19. juli 2009
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10:24
Kostensteigerung am Schulzentrum NEA von 23 Millionen auf bisher 38 Millionen Euro!
Von Landrat Schneider (FWG) ist nichts verbindliches zu hören, zu den unglaublichen Kostensteigerungen bei der Baumaßnahme Neustädter
Schulzentrum. Es kann nicht sein, dass man andere Baumaßnahmen wie Straßenbauten und ähnliches als Erfolg für sich reklamiert und bei dieser finanziellen Katastrophe Schulzentrum NEA auf
Tauchstation geht.
Es verwundert, dass die Öffentlichkeit bisher kaum reagiert hat, lediglich die CSU verlangt jetzt verbindliche Informationen.
Alle Bürger des gesamten Landkreises werden diese Kostensteigerung auf dem Umweg über die Kreisumlage bezahlen müssen. Die finanziellen Probleme der Gemeinden werden dadurch nochmals zusätzlich
verschärft.
Vorläufig 15 Millionen Kostensteigerung ergeben bei 99.000 Landkreis-Einwohnern bereits eine durchschnittliche zusätzliche Belastung von 151 €, Zinsen nicht eingerechnet.
Es wurden Politikern schon Rücktritte wegen weit weniger bedeutenden Ereignissen nahegelegt.
von Richard Müller
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Freitag, 17. juli 2009
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22:00
Satire - Satire - Satire - Satire
Heute: Merkwürdige Tradition
Ein Bürgermeister ist nur so stark, wie sein Stadtrat schwach ist, heißt es im Volksmund.
Man kann es auch andersrum ausdrücken: Ein starker Bürgermeister kann sich Dinge erlauben, weil er genau weiß, dass sein Stadtrat schwach ist und ihn gewähren lässt.
Es soll einen Bürgermeister gegeben haben, der hat mal eben mehrere Grundstücke an der Erkenbrechtallee gekauft. Ohne dass es ihm der Stadtrat erlaubt hätte, sonst macht es ja auch keinen Spaß.
Und weil man sich in dieser Stadt ja so lieb hat (oder ist das die Geschichte mit der Krähe und dem Auge?),
hat der Stadtrat den Kauf nachträglich genehmigt.
Stellen Sie sich mal vor, Sie bauen einfach ein Haus auf Ihrem Grundstück und gehen danach zur Stadt-verwaltung, um eine Genehmigung zu bekommen. Wissen Sie, was der Stadtrat macht? Ich nicht, ich
weiß nur, was er sicher nicht machen wird: Ihren Schwarzbau nachträglich genehmigen.
Aber genau da liegt der Unterschied zwischen "uns" und "denen".
Jedenfalls zurück zu unserer merkwürdigen Tradition: Es soll noch einen Bürgermeister gegeben haben. Es war wohl der Nachfolger von dem mit den Grundstücken. Und der wollte unbedingt ein
Feuerwehrhaus bauen. Ein ganz neues und schönes, so eines, um das uns die anderen beneiden. Aber irgendwie wollten die anderen im Stadtrat das nicht, obwohl die ja schwach waren, weil der
Bürgermeister sehr stark war.
Langer Rede, kurzer Sinn: Gebaut hat der Bürgermeister kein Feuerwehrhaus, denn vorher wurde er abgewählt. Aber Planungen hat er in Auftrag gegeben. Ohne Beschluss des Stadtrats, der Tradition
wegen, Sie verstehen sicher. Und auch, nachdem er nicht mehr im Amt war, konnte er sich sicher sein. Seine alten Freunde und teilweise auch seine politischen Gegner hielten fest zu ihm und fanden
jetzt auch, dass man ein Feuerwehrhaus braucht.
Und darum hat das liebe Landratsamt gesagt, dass das schon in Ordnung geht, dass der Bürgermeister einfach so Planungen in Auftrag gegeben hat, weil der Stadtrat ja letztlich auch der Meinung war,
dass man planen und bauen soll. Es ist aber nur ein Gerücht, dass dieser Ex-Bürgermeister jetzt aufgrund seiner hellseherischen Fähigkeiten bei "Next Uri Geller" auftritt.
Darum lieber Leser merk Dir eins: Ein Bürgermeister kann sich sehr viel erlauben. Geht er doch mal zu weit, dann schützen ihn seine Stadtratskollegen. Und wenn das nicht reicht, dann hilft das
Landratsamt.
Irgendwie erinnert mich das an eine Art "Generalamnestie" für Bürgermeister. Damit jetzt nicht gleich wieder einer sagt, wir leben in einer Bananenrepublik, empfehle ich keine "Amnestie", sondern
eine Amnesie. Dieser eine Buchstabe trennt unerträgliche Ohnmacht von beruhigender Gelassenheit. Und wer meint, dass das hier nur eine lustige Geschichte ist, der möge sich das Dokument des
Landratsamts durchlesen.
von Richard Müller.
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